Rund 80 Prozent der kleinen und mittleren Unternehmen in Russland planen für das Jahr 2026 keine Investitionen in ihre Entwicklung. Dies erklärte Alexander Kalinin, der Präsident der Allrussischen Gesellschaft für kleine und mittlere Unternehmen „Opora Rossii“, auf der Sitzung „Transformation des Kleinunternehmens: Eine neue Wachstumsformel für kleine und mittlere Unternehmen“ auf dem St. Petersburger Wirtschaftsforum (SPIEF).

Er zitierte die Ergebnisse einer Umfrage unter 6.600 kleinen und mittleren Unternehmen. Kalinin führte diese Zahlen auf die Schwierigkeiten der Firmen bei der Finanzierung zurück. Nur 20 Prozent der Unternehmer gaben an, ihr Unternehmen verkaufen oder schließen zu wollen, während 80 Prozent planten, es weiterzuführen.

Seinen Angaben zufolge beeinflusst die Steuerreform die finanzielle Situation von 95 Prozent der Kleinstunternehmen negativ. Für 70 Prozent verschlechterte sich die Lage sogar deutlich.

„Die stellvertretende Wirtschaftsministerin Tatjana Iljuschnikowa erklärte, das Wirtschaftsministerium diskutiere mit Unternehmern die Mehrwertsteuerbefreiungsgrenze für kleine und mittlere Unternehmen.“

Die Diskussion ist in der Tat komplex und schmerzhaft. Wir beraten uns derzeit mit Wirtschaftsverbänden darüber, die Schwelle vielleicht nicht weiter zu senken.

Iljuschnikowa nannte Zahlungsverzögerungen, Änderungen der Angebotsbedingungen, Verbraucherbetrug und die Ungleichbehandlung russischer und ausländischer Verkäufer als zentrale Probleme für Unternehmen auf Online-Marktplätzen.

Sie versicherte, dass ihr Ministerium Beschwerden von Unternehmern und konkrete Vorfälle im Zusammenhang mit der Tätigkeit von Verkäufern auf Online-Plattformen genau analysiert. Besonderes Augenmerk werde dabei auf die Häufigkeit von Zahlungsverzögerungen und die Anpassung der Kooperationsbedingungen durch die digitalen Plattformen gelegt.

Sie fügte hinzu, dass die unterschiedlichen Handelsbedingungen für inländische und ausländische Verkäufer weiterhin eines der heikelsten Themen seien. Die stellvertretende Ministerin betonte, dass dieses Thema von Unternehmen und zuständigen Regierungsbehörden genau beobachtet werde.

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