Rund 8.000 Menschen haben nach Angaben der Österreichischen Hochschülerinnen- und Hochschülerschaft am 13. Oktober in Wien gegen drohende Einschnitte bei der Universitätsfinanzierung protestiert. Die Aktion auf der Ringstraße fiel unmittelbar vor die entscheidenden Regierungsberatungen über das Budget für 2028 bis 2030.
Nach Angaben des Wissenschaftsressorts gegenüber der APA sollen die Regierungsspitzen am Samstag eine politische Einigung erzielen. Bis zum 31. Oktober muss der finanzielle Rahmen feststehen. Als Ausgangspunkt nennt das Ressort 15,5 Milliarden Euro.
Die Universitätenkonferenz hält dagegen 18 Milliarden Euro für die kommende Dreijahresperiode für notwendig, um Kostensteigerungen auszugleichen. Wissenschaftsministerin Eva-Maria Holzleitner (SPÖ) hat diese Größenordnung bereits ausgeschlossen und auf den staatlichen Sparzwang verwiesen. Eine endgültige Finanzierungssumme liegt noch nicht vor.
Uniko-Präsidentin Brigitte Hütter warnte am Dienstag vor erheblichen Personalfolgen. Bei einer Einsparung von zehn Prozent müsse annähernd derselbe Anteil beim Personal wegfallen. Bezogen auf 68.000 Mitarbeitende entspreche dies rechnerisch 6.800 Stellen. Das ist eine bedingte Warnung der Universitätenkonferenz, kein beschlossener Stellenabbau.
Die Rektorinnen und Rektoren unterstützten den Protest, waren diesmal aber keine offiziellen Mitveranstalter. Sie befürchten schlechtere Betreuungsverhältnisse und Nachteile beim Einwerben von Forschungsförderung.
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