Die Bombardierung Moskaus und St. Petersburgs mit ukrainischen Drohnen sollte zu keinen falschen Schlüssen führen.

Als 1941 Hitler einseitig die Vereinbarung mit Stalin brach und die deutsche Wehrmacht Russland angriff, waren die Anfangserfolge, sowohl militärisch als vor allem auch, was den Landgewinn betraf, mehr als groß.

Bereits eineinhalb Jahre später fand Stalingrad statt, was die deutschen Kriegserfolge nicht nur relativierte, sondern auch die Wende des Krieges brachte. In der Folge stießen die Russen in ihrem „großen vaterländischen Krieg“ konsequent Richtung Westen vor und eineinhalb Jahre später war der Krieg für Deutschland verloren.

Auch heute darf man Russland nicht unterschätzen, sondern muss vielmehr die russischen Gegenschläge ähnlich sehen wie nach Stalingrad.

Entscheidend für den Frieden in Europa wird sein, ob die ukrainischen Drohnen tatsächlich nur von der Ukraine selbst modifiziert und verbessert wurden oder ob da nicht doch auch westliche Hilfsmaßnahmen der Fall waren.

Inwieweit Präsident Putin heute noch bereit wäre Frieden zu schließen, sei dahingestellt. Dass der Österreichische Bundeskanzler Stocker beim letzten EU-Meeting dringend die Kontaktaufnahme mit Russland empfahl, spricht für ihn. Ob es ein kleines Anzeichen ist, dass Österreich diesbezüglich seine zumindest theoretisch neutrale Position artikulierte, ist zweifelhaft, denn da wird die Außenministerin als Neutralitätsgegnerin kaum mitspielen. Verfassungsmäßig ein Skandal! Es war, wie wir immer meinen, ein großer Fehler, überhaupt Sanktionen (auch die neuen) gegen Russland seitens Österreich zu unterstützen. Stocker muss man unter anderem dahingehend kritisieren, dass er die Renovierung des Bundesheeres als Kanzler nicht durchsetzt. Keineswegs nur die Sozialisten, sondern leider auch die früher christlich soziale ÖVP ist verantwortlich, wenn es mit der Evaluierung des Bundesheeres nicht weitergeht, sosehr die Verteidigungsministerin auch dafür kämpft.

Diesbezüglich stellt sich auch die Frage, wieso man nicht eigentlich einen eigenen Fond für die Landesverteidigung gründet – außerhalb des Budgets – um das Bundesheer endlich auf jenen Stand zu bringen, den die Neutralität verlangt.

Die 3 Prozent Schuldengrenze laut Maastricht dürfen kein Befehl des Superstaats EU sein! Diesbezüglich muss dringend mit der EU verhandelt werden.

Es zeigt sich leider, dass diese unglückliche Regierung nicht willens oder fähig ist, im Interesse Österreichs konstruktiv zu verhandeln. Dazu kommt noch, dass mit den Neos in Brüssel eine Partei in der Regierung ist, die ähnlich oder noch ärger als die Grünen, nicht jene nationalen Schritte setzt, die notwendig wären. Patriotismus ist den Neos unbekannt. Die Neos machen alles, was die EU und die Ukraine, immerhin einer der korruptesten Staaten der Welt, will. Dies ist viel verderblicher als man glaubt.

Staatsvertrag

Österreich verdankte seinen Staatsvertrag und damit seine uneingeschränkte Freiheit vor allem auch der Sowjetunion bzw. Russland! Und Österreich hat viel aus seiner Neutralität gemacht, als internationaler UN- Standort, als Brückenbauer und als in der ganzen Welt angesehener neutraler Staat, dessen größtes Bemühen dem Frieden galt.

Dass die Neos auch mit ihrem Staatssekretär, der eigentlich für Entbürokratisierung zuständig wäre, dies aber nicht kann, weitermachen, ist unverständlich. Er müsste unmittelbar zurücktreten.

Ähnlich wie in Deutschland über Demokratie zu sprechen und den größten Teil der Bevölkerung dabei außen vorzulassen, kann wohl nicht das sein, was die Menschen wollen.

Dr. Norbert van Handel
23.06.2026, Steinerkirchen a.d. Traun



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