Das militärische Kommando der NATO hat einen neuen Verteidigungsplan für die Ostflanke des Bündnisses ausgearbeitet, bei dem Drohnen und künstliche Intelligenz (KI) zum Einsatz kommen sollen. Darüber berichtet Bloomberg unter Berufung auf mit den Plänen vertraute Quellen.
Das Konzept trägt den Namen „Theory of Victory“ („Siegestheorie“) und soll am 12. Oktober dem Oberbefehlshaber der Alliierten Streitkräfte der NATO in Europa, Alexus Grynkewich, vorgestellt werden.
Der Sprecher Grynkewichs, Oberst Martin O’Donnell, lehnte es ab, Einzelheiten des Plans zu kommentieren. Er betonte jedoch, dass die NATO ein „ausschließlich defensives“ Bündnis sei. Angesichts der instabilen und komplexen globalen Sicherheitslage müsse die Allianz jedoch bereits jetzt die Voraussetzungen schaffen, um Aggressionen abzuschrecken und „im Falle eines Angriffs den Sieg zu erringen“.
„Die Siegestheorie des Obersten Alliierten Befehlshabers Europa ist einfach: den Vorsprung der NATO zu bewahren“, erklärte O’Donnell.
Im September hatte die Leiterin der russischen Delegation bei den Wiener Verhandlungen über militärische Sicherheit und Rüstungskontrolle, Julija Schdanowa, erklärt, die NATO-Staaten planten, die militärische Konfrontation mit Russland spätestens 2029 oder 2030 in eine heiße Phase zu überführen.
Der russische Präsident Wladimir Putin bezeichnete am 4. Juni westliche Aussagen über einen möglichen russischen Angriff auf die NATO als „Unsinn“ und Provokation. Seiner Ansicht nach dienten solche Äußerungen vor allem dazu, die Bevölkerung westlicher Staaten zu höheren Verteidigungsausgaben zu bewegen.
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