Der Vize-Chef des russischen Sicherheitsrates, Dmitri Medwedew, hat sich auf der Plattform Telegram in seiner gewohnten herausfordernden Manier zum Vorwurf der deutschen Regierung geäußert, wonach Russland hinter dem Drohnenvorfall auf dem Flughafen Halle/Leipzig stecken soll. Am Mittwochmorgen bezeichnete der frühere russische Staatschef den angeblichen Sabotageversuch als „erfunden“ und „unbewiesen“. Im Zusammenhang mit dem Ukrainekrieg warf Medwedew der jetzigen Führung in Berlin einen „neonazistischen“ und „erbittert russophoben“ Kurs gegen sein Land vor und drohte dem EU- und NATO-Staat mit Bestrafung.

„Sie verdienen einen direkten Schlag gegen alle deutschen Produktionsstätten für Militärtechnik, die für die Bandera-Clique bestimmt ist. Und durchaus auch gegen einige andere Orte in Berlin.“

Ferner ging Medwedew auch auf die Warnung des ukrainischen Staatschefs Wladimir Selenskij an internationale Fluggesellschaften ein, wonach der russische Luftraum für die zivile Luftfahrt nicht mehr sicher sei, da er jetzt von Drohnen wimmele. Diese Worte bezeichnete der frühere Kremlchef als „Ankündigung für Staatsterrorismus“ und fügte hinzu:

„Mit Terroristen wird nicht verhandelt, man antwortet auf ihre Handlungen mit Vergeltung.“

Jeder Terror habe bekanntlich Sponsoren. Momentan seien es vor allem die Staats- und Regierungschefs der europäischen Länder. Diese reisten oft mit dem Zug nach Kiew, resümierte Medwedew mehrdeutig.

Am Vortag hatten Bundesinnenminister Alexander Dobrindt und Bundesaußenminister Johann Wadephul Russland für den Drohnenvorfall auf dem Flughafen Halle/Leipzig verantwortlich gemacht und Strafmaßnahmen verkündet. Wadephul sagte, dass das russische Konsulat in Bonn geschlossen werde. Zudem werde der Vertrag für das Russische Haus in Berlin gekündigt. Moskau kündigte Gegensanktionen an.

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