Wie die Polizeidirektion Leipzig in der Pressemitteilung Nummer 362/26 heute Morgen mitteilte, kam es in der Nacht auf Sonntag erneut zu einem potenziell gefährlichen Vorkommnis am Flughafen Leipzig/Halle in Schkeuditz. Der Polizeimeldung zufolge wurde kurz vor 23 Uhr eine Beschädigung an einem Zaun des Flughafens festgestellt. Die Polizei geht davon aus, dass ein Fahrzeug den Zaun durchbrochen und so das Loch im Zaun verursacht hat.

Aufgrund des Vorfalls beschlossen die Behörden, die Nordpiste des Flughafens zu sperren und den Flugbetrieb an der Nordseite des Flughafens einzustellen. Auf der Südpiste des Flughafens konnte der Flugverkehr fortgesetzt werden. Dorthin verlegte die Flughafenleitung auch die Landung der Frachtflieger, für die eigentlich der Nordteil des Flughafens vorgesehen war. Die Nordpiste ist auch heute Morgen noch gesperrt. Die Sperrung war nötig geworden, weil nicht auszuschließen war, dass sich unberechtigte Personen auf dem Flughafen aufhielten.

Einsatzkräfte der Bundespolizei und der Polizeidirektion Leipzig sowie der Landespolizei suchten noch in der Nacht das Flughafengelände ab. Bisher konnten sie allerdings weder Personen ohne Zugangserlaubnis noch verdächtige Gegenstände finden. Auch von dem am Zaundurchbruch beteiligten Fahrzeug fehlt bisher jede Spur. Das Motiv des unbekannten Fahrers ist unklar, es könnte sich auch um einen Unfall handeln. Im Verlauf des Sonntags sind weitere Suchmaßnahmen geplant, dazu werden auch weitere Einsatzkräfte herangezogen.

Der Fall ist brisant, denn wie der MDR und die Deutsche Presse-Agentur unter Berufung auf Polizeiangaben berichten, befindet sich die Beschädigung am Flughafenzaun in der Nähe russischer Antonow-Frachtflugzeuge. Die drei Maschinen vom Typ AN-124 haben seit dem Jahr 2022 aufgrund von EU-Sanktionen ein Start- und Flugverbot. Sie können daher nicht mehr von ihrer Parkposition entfernt werden.

Erst Anfang August dieses Jahres war es zu einem gefährlichen Zwischenfall auf dem Flughafen in Schkeuditz gekommen. Damals fand man eine mit Sprengstoff präparierte Drohne in der Nähe von ukrainischen Frachtflugzeugen. Es wird spekuliert, dass diese Waffen und Kriegsmaterial für die Ukraine an Bord gehabt haben könnten.

Die Bundesregierung gab später Russland die Schuld für den Leipziger Drohnen-Vorfall. Die Schließung des Bonner Konsulats und des Russischen Hauses in Berlin waren die Strafmaßnahmen für den vorgeblichen Akt russischer Aggression. Russland wies dagegen die Urheberschaft stets zurück und schloss im Gegenzug für die deutschen Schritte das Moskauer Goethe-Institut und das Generalkonsulat der BRD in Sankt Petersburg.

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