Am Wochenende hat Deutschland neue Temperaturrekorde gemessen: Den zweiten Tag in Folge hat der Deutsche Wetterdienst (DWD) nach vorläufigen Angaben einen Temperaturrekord in Deutschland registriert.
Der vorläufige Höchstwert von 41,5 Grad wurde am Sonnabend um 16.20 Uhr in Möckern-Drewitz in Sachsen-Anhalt gemessen, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) mitteilte. Erst am Freitag hatte der DWD in Saarbrücken-Burbach mit 41,3 Grad die bis dahin höchste Temperatur registriert, die angeblich jemals in Deutschland gemessen wurde – obwohl es erst seit dem Jahr 1881 systematische Wetteraufzeichnungen gibt.
Am selben Tag wurde dieser Rekord an derselben Wetterstation erneut gebrochen: 41,4 Grad zeigte das Thermometer um 15:00 Uhr im Nordwesten der saarländischen Hauptstadt.
Auch wenn ab Montag bereits wieder ein deutlicher Temperaturrückgang samt Rückzug des hochsommerlichen Wetters ansteht, befeuern Politik und Medien das Narrativ vom menschengemachten Klimawandel. So schaut der Focus auf eine Hitzewelle in die 1970er Jahre zurück und resümiert dann: „Dass Menschen schon früher in extremen Sommern schwitzten, ist unstrittig. Einzelne Hitzewellen widerlegen den Klimawandel aber nicht.“ Klar sei demnach angeblich auch:
„Ja, Jahre wie 1976 hatten einen außergewöhnlich heißen Sommer. Daraus folgt aber nicht, dass es damals genauso heiß war wie heute, oder dass solche Ereignisse gegen den menschengemachten Klimawandel sprechen.“
Das leuchtet ein – oder doch nicht? In jedem Fall konnten sich Angestellte im öffentlichen Dienst über spontane Freizeit freuen. In Leipzig stellte man bereits am Sonnabend den Betrieb vieler Straßenbahnen ein: Letztlich meldeten die Leipziger Verkehrsbetriebe dann die Einstellung des kompletten Straßenbahn-Betriebs. Die Fugenmasse zwischen Schienen und Asphalt sei flüssig geworden und stellenweise verklumpt, hieß es zur Begründung. Durch die Hitzeschäden fahren auch am Sonntag keine Straßenbahnen in der Messestadt. Wer von A nach B kommen will und kein Auto hat, hat dann eben Pech gehabt.
In Berlin und Brandenburg öffneten am Wochenende Kultureinrichtungen nur bis zum Mittag oder blieben gleich ganz geschlossen: „Aufgrund der Extremwetterlage“ bekamen die Mitarbeiter zahlreicher Museen „hitzefrei“. Das Bezirksamt Mitte vertröstete potenzielle Besucher mit dem Satz: „Wir hoffen, dass Sie gut durch die Hitzewelle kommen und gut auf sich achten.“
Konkrete Forderungen nach „Maßnahmen“ kommen von den üblichen Verdächtigen aus der Politik. Neben den wichtigen Tipps für regelmäßige Trinkpausen und das Vermeiden stundenlanger Sonneneinstrahlung macht sich SPD-Politiker und Lobbyist Karl Lauterbach plötzlich für Klimaanlagen stark. Er schrieb auf X:
„Vorbehalte gegen Klimaanlagen sind falsch. Sie werden im Sommer gerade für ärmere Menschen in heißen kleinen Wohnungen Leben retten. Im Zeitalter erneuerbarer Energien ist ihr Stromverbrauch an heißen Tagen kein Hindernis im Kampf gegen den Klimawandel“
Vorbehalte gegen Klimaanlagen sind falsch. Sie werden im Sommer gerade für ärmere Menschen in heißen kleinen Wohnungen Leben retten. Im Zeitalter erneuerbarer Energien ist ihr Stromverbrauch an heißen Tagen kein Hindernis im Kampf gegen den Klimawandel https://t.co/yzo5FJQt5m
— Prof. Karl Lauterbach (@Karl_Lauterbach) June 27, 2026
Auch die Grünen fordern plötzlich Klimaanlagen für alle: Katharina Dröge, Grüne-Fraktionschefin im Bundestag, sagte gegenüber der Bild: „Hitzewellen in Pflegeheimen kosten Menschenleben. Und auch die Hitze in diesem Sommer wird tödlich sein!“ Ihre Forderung: „Deutschland braucht ein Abkühl-Sofortprogramm, um Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen, Kitas und Schulen zu klimatisieren.“
Steuergelder für private Klimaanlagen soll es allerdings nur geben, wenn sich Hausbesitzer teure Solarzellen auf ihre Dächer stellen – ob diese Milchmädchenrechnung aufgehen wird, bleibt fraglich. Den Vogel mit Blick auf die „Klimarettung“ und das Installieren von Klimaanlagen schießt – politisch ganz korrekt – die Zeit ab. In einem Essay – offenbar keine Satire – wird gefordert:
„Wir dürfen die Klimaanlage nicht den Rechten überlassen“
Denn „Linke und Grüne warnen bei Hitze vor der Zukunft, Rechte versprechen den Menschen Klimaanlagen. Dabei ließen die sich auch in eine progressive Hitzepolitik integrieren.“ Darauf erst einmal eine Trinkpause! Prost!
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