Bei der Autoexplosion am Dienstag im Südwesten Moskaus hat es sich wohl um einen Mordanschlag gehandelt. Nach Angaben des russischen Ermittlungskomitees wurde mit dem Mordversuch auf einen Mitarbeiter eines Forschungs- und Produktionsunternehmens gezielt.

Die Explosion ereignete sich am Dienstag auf einem städtischen Parkplatz, erklärte die Behörde. Ein minderjähriges Mädchen soll auf Anweisung von „Kontaktpersonen“ einen Sprengsatz aus dem Versteck geholt und einem Jugendlichen übergeben haben. Daraufhin habe er den Sprengstoff sowie einen GPS-Tracker ans Auto platziert.

Verheerende Folgen konnten dank des rechtzeitigen Einsatzes der Sicherheits- und Rettungskräfte verhindert werden, es gab keine Verletzten, führte das Ermittlungskomitee weiter aus. In den Medienberichten hieß es, dass das Auto, ein Elektroauto, vollständig zerstört wurde.

Die zwei Jugendlichen seien laut der Ermittlungsbehörde am Ort des Geschehens festgenommen worden, ihre mögliche Beteiligung an ähnlichen Straftaten werde geprüft. Gegen die Festgenommenen sei bereits Anklage erhoben worden, und zwar wegen des Verdachts auf versuchten Mord und illegalen Umgang mit Sprengstoffen.

Ebenfalls am Dienstag kam es in der Stadt Balaschicha bei Moskau in einem anderen Fall zur Autoexplosion. Am frühen Morgen explodierte ein BMW X3. Die Ermittler gingen davon aus, dass im Fahrzeug ein Sprengsatz gezündet worden sein muss. Der Fahrer kam ums Leben.

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