Im zweiten Teil der Serie kommt Alex Krainer im Gespräch mit Nima Alkhorshid zum brisanten Kern des Problems: Es geht um den Kampf zweier Systeme, wobei der atlantische Totalitär-Anspruch nur einen Sieger kennt, was zugleich eine Verhandlungslösung ausschließen lässt.
Der letzte Teil des Interviews von Alex Krainer bei
Dialogue Works auf Deutsch in leicht gekürzter Fassung – Teil 2
[…]
Nima: … Aber in Israels Politik dreht sich alles um gescheiterte Staaten: Ein gescheiterter Staat im Libanon, ein gescheiterter Staat in Syrien, was die israelische Agenda auch anstrebt.
Alex: Nun, Nima, ich möchte sagen, …
… das würde der Agenda westlicher Kolonialmächte zugutekommen!
Israel wird dabei völlig zermalmt. Die Politik des israelischen Volkes lässt sich nicht nachvollziehen. Es ist, als würden es in einer alternativen Realität leben und glauben, es könnten gegen jeden Krieg führen und überall kämpfen, um dominant zu bleiben und sich durchzusetzen. Ich kann nicht verstehen, was in den Köpfen der Israelis vor sich geht bzw. wonach sie streben. Es scheint besser das alles einfach zu ignorieren, weil es überhaupt keinen Sinn ergibt. Israel kündigt beispielsweise an, dass es nachdem man mit dem Iran fertig sein würde – noch sind sie es zwar nicht – sich als Nächstes die Türkei vornehmen wollte und gleich danach ginge es dann weiter gegen Pakistan.
Es scheint, die israelische Vorstellung von Sicherheit bestehe darin, die ganze Welt in ein Gaza zu verwandeln!
Um alles zu zerstören und dort, wie gesagt, nur Bürgermeister und Gouverneure, die vielleicht über eine leicht bewaffnete Polizei verfügen, zuzulassen, aber definitiv nicht im Entferntesten eine Bedrohung für die hyperparanoiden Israelis mehr darstellen könnten. Sie sehen selbst in kleinen Kindern eine Gefahr und meinen sie töten zu müssen, weil diese für sie zur Bedrohung würden.
Doch die Kolonialmächte wissen, warum sie dies so eingerichtet haben: Denn wenn diese gesamte ressourcenreiche Region in ständigem Aufruhr versetzt bliebe, so sorgt das dafür:
- von ihnen [den atlantischen Kolonialherren] Kredite aufnehmen zu müssen
- von ihnen [den atlantischen Kolonialherren] Waffen kaufen zu müssen
- von ihren [transnationalen] Konzernen ihre Wirtschaft entwickeln zu lassen!
Denn die eigene Wirtschaft vor Ort, die keine Ingenieure und kein Kapital generieren kann, sie liegt am Boden. Sie kann nicht das nötige Know-how entwickeln, um all die Industrieanlagen zu errichten, um auf den globalen Märkten mitmischen zu können. Die eigene Wirtschaft bleibt vollständig [extern] abhängig. Je verzweifelter, desto mehr würden sie [von den atlantischen Kolonialherren] abhängig bleiben. Deshalb will man diese in ständiger Unruhe bzw. ständigen Kriegen halten. Die Tatsache, dass Israel dabei in Mitleidenschaft gezogen würde – nun, dafür hatte man Israel geschaffen und ins Leben gerufen. Man hat die Juden wissen lassen, dass dies deren Heimat sein werde, in der sie sicher fühlen könnten!
Wie sicher sind die Juden in Israel? Nun, sie sind es offensichtlich nicht! Doch sie sind dazu übergegangen, ihre Lebensumstände als etwas Wunderbares und Herrliches anzusehen. Sie verbreiten Fotos von jungen Müttern, die ihre Babys im Arm und dabei ein automatisches Gewehr auf dem Rücken tragen. Aus irgendeinem Grund scheinen sie stolz darauf zu sein, doch das ist schrecklich! Ich würde nicht wollen, dass die Mutter meines Kindes mit einem automatischen Gewehr auf dem Rücken auf der Straße herumläuft.
Doch dies ist die Realität, die sie geschaffen haben. Es wirkt völlig surreal und wahnsinnig, aber genau das haben sie geschaffen:
Der eigentliche Grund für diese Realität liegt darin, dass westliche Finanzinstitute in dieser Region freie Hand erhalten. So kann der größte Teil des Reichtums der Region von jenen permanent abgeschöpft werden:
Genau darin liegt meiner Meinung nach die Wurzel des Übels!
An dieser Stelle hat das Problem gelöst zu werden, denn solange dieselben okkulten Oligarchien im Westen an der Macht blieben, werden sie genau dasselbe Kolonialsystem weiter durchsetzen. Sie werden versuchen, die ganze Welt dauerhaft im Krieg zu halten – auf unbestimmte Zeit, bis sie geteert und gefedert, aus der Stadt geworfen und entrechtet wären.
In Folge braucht es ein völlig neues Regierungssystem und eine völlig neue Sicherheitsarchitektur. Genau das ist die Frage, die eingangs zum Thema stand. Aus diesem Grund wirkt die SCO inzwischen wirklich entschlossen und meint es ernst, um das neue Globalsystem mit einer neuen Sicherheitsarchitektur auf die Beine zu stellen!
Nima: Alex, wir sehen zwei unterschiedliche Systeme:
- Das eine vertreten durch die Vereinigten Staaten. Im Grunde geht es dabei nur um Unterwerfung und den Zwang für ein Nullsummenspiel.
- Doch das Modell Eurasiens oder der Globalen Mehrheit wie man es besser nennen könnte, ist von Kompromissen und Zusammenarbeit geprägt.
Das sieht man an der SCO: Dort gibt es zwar Differenzen, aber man löst sie gemeinsam. Mit den Vereinigten Staaten ginge das nicht …
Wie beurteilst Du die Unterschiede dieser beiden Systeme?
Alex Krainer: Ich glaube, dass die Konfrontation so lange andauern wird, bis eines der Systeme endgültig besiegt sein würde!
Ich werde versuchen das zu erklären, weil es einen Schwerpunkt meiner Forschung bildet:
In den frühen 1990er Jahren ist es zu Kriegen im ehemaligen Jugoslawien, welches damals auseinanderbrach, gekommen. Ich war damals etwas über 20 Jahre alt und habe mich, wie viele junge Menschen, freiwillig zum Militärdienst gemeldet, weil ich dachte, ich würde für die Freiheit meines Landes kämpfen. So denken auch viele israelische oder ukrainische Soldaten heute und haben das Gefühl, dass sie für ihr Land kämpfen.
Das ist jedoch nicht der Fall! Sie kämpfen vielmehr dafür, dass die eine oder andere Seite die politische Kontrolle über eine Nation oder Region erhält. Der Grund, warum man diese Kriege finanzieren und politische Kontrolle über den Iran, die Ukraine, Russland, China oder was auch immer herstellen möchte, besteht darin, um die Kontrolle über die Kredit-Sicherheiten derjenigen Länder sich anzueignen:
Die Kontrolle bzw. der volle Zugriff auf die Kredit-Sicherheiten eines Landes stellen tatsächlich ein Nullsummenspiel dar. Anders verhält es sich im Fall eines beidseitigen Handels durch Zusammenarbeit: Dabei müssten beispielsweise im Fall einer gemeinsamen Förderung von Öl, die Gewinne nach einem entsprechenden Schlüssel geteilt werden…
Falls es jedoch um Zugriffe auf Kredit-Sicherheiten ginge, lassen sich diese nicht teilen: Entweder gehören sie mir oder jemand anderem… Im Grunde bedeutet Kontrolle bzw. totaler Zugriff auf Kredit-Sicherheiten, dass …
… man basierend darauf Kredite ausgeben kann!
Falls ein Banker Kontrolle über besagte Kredit-Sicherheiten erhielte, so kann er, gestützt auf diese Kredit-Sicherheiten, Kredite vergeben. Allerdings müssten besagte Kredit-Sicherheiten erst jenem Banker zufallen… Das ist der Kern zur Erklärung, warum (Kredit-Sicherheiten) einem Nullsummen-Spiel gleichen. Es bedeutet, dass …
… eine solche Politik von finanziellen Interessen bestimmt wird!
Ich möchte dazu ein ganz konkretes Beispiel aus dem ehemaligen Jugoslawien nennen… Folgendes ist damals geschehen: Ich erwähnte, dass jener Krieg 1991 ausbrach. Was ich damals noch nicht wusste, war, dass bereits Anfang 1980 unter der Regierung von Ronald Reagan eine Entscheidung des nationalen US-Verteidigungskomplexes zu Jugoslawien getroffen worden war. Diese Entscheidung ist als „National Strategic Decision Directive“ (Nationale Strategische Entscheidungsrichtlinie – [NSSD]) zu Jugoslawien dokumentarisch festgehalten. Nach dieser wurde beschlossen, Jugoslawien von einer kommunistischen Wirtschaft in eine kapitalistische bzw. in eine offene Marktwirtschaft umzuwandeln. Das schien fast vernünftig. Was jedoch bei der Umsetzung geschah, war, dass man begann, Strukturreformen des IWF und der Weltbank durchzusetzen:
So wurde das Land plötzlich gezwungen Subventionen zu streichen!
Dies bedeutete Gehälter, Arbeitslosengeld, Renten, Gesundheitsversorgung und Bildung kürzen zu lassen. Außerdem gab es im ehemaligen Jugoslawien so etwas wie „arbeitnehmergeführte Unternehmen“, das heißt, es handelte sich um Unternehmen, die formal in Staatsbesitz waren, aber vollständig von Gremien geleitet wurden, die sich aus Mitarbeitern des jeweiligen Unternehmens zusammensetzten. Die Mitarbeiter waren also die Geschäftsführer des Unternehmens. Das war das Modell. Zugleich hatte man beschlossen, dass dieses Modell zerstört und die jugoslawische Industriebasis in den Bankrott getrieben werden müssten!
Um das Jahr 1988 begann die National Endowment for Democracy (NED) dazu Wirtschaftsberater nach Jugoslawien zu entsenden. Was diese in der Praxis taten, war, Politiker, Medienorganisationen und Journalisten zu bestechen. Sie ließen NGOs gründen, um zunehmend Druck für besagte Reformen ausüben zu lassen. Diese sogenannten „Reformen“ haben die industrielle Basis Jugoslawiens vollständig zerstört. Sie bedeuteten, dass …
… zwischen 1988 und 1990 etwa 1.100 Industrieunternehmen in Jugoslawien zerstört bzw. in den Bankrott getrieben wurden!
So kam es zu einem sehr schnellen Anstieg von Arbeitslosigkeit, der innerhalb kürzester Zeit auf 20% hochschoss und den Lebensstandard um rund 20% sinken ließ. Zumal NED auch Medienorganisationen bestechen hat lassen, begannen diese ethnische Spannungen anzuheizen. So ist es vorgekommen, dass ein Nachrichtensprecher in Belgrad genau dieselben Nachrichten verbreitete wie ein Nachrichtensprecher in Zagreb, Kroatien: Wort für Wort identisch, außer dass in der serbischen Version Kroatien der Aggressor und Serbien das Opfer war, während in der kroatischen Version Kroatien das Opfer und Serbien der Aggressor war. So begann man, eine Polarisierung herbeizureden und die Gesellschaft in den Krieg zu treiben:
Der Krieg begann dann auch im Sommer 1991!
Davor noch, im Jahr 1988, beliefen sich die gesamten Auslandsschulden des ehemaligen Jugoslawiens auf etwa 13,5 Milliarden Dollar. Bis 2010 waren daraus 160 Milliarden Dollar geworden. Das entspricht in etwa einer 14-fachen Steigerung. Das bedeutete zugleich, dass …
… westliche Finanzinstitute in ex- Jugoslawien über 14-mal so viele Vermögenswerte hielten wie vor dem [Jugoslawien-]Krieg!
Die Geldströme, die aus dem Land und den einzelnen Republiken dann abfließen mussten, um diese Schulden zu bedienen, hatten sich um das 14-Fache– wenn nicht sogar noch mehr – zu erhöhen.
Das bedeutet, dass es sich einmal mehr um ein sehr komplexes System der systematischen Ausbeutung handelte. Man hat all diese Republiken dazu gebracht, gegeneinander in den Krieg zu ziehen – man hat die Menschen davon überzeugt, dass der andere der Feind wäre, worauf alle anfingen aufeinander zu schießen.
Man hat das Land zerstören lassen. Doch dann trat man als Retter auf: „Wir werden Euch helfen. Hier sind Kredite. Hier sind Waffen. Geht und gewinnt den Krieg! Wir stehen hinter Euch!“ So lautete die Devise. Am Ende steckte man bis über beide Ohren in Schulden. Alles, was man produzierte, alles, was man schaffte, hatte man an seine neuen Freunde im Westen abzuliefern. Das war somit das neue Modell:
Nur der einfache Mensch auf der Straße sieht das nicht!
Deshalb haben sich junge Männer wie ich freiwillig zum Krieg gemeldet, weil sie die Geschichte schluckten: „Ach, diese Leute sind die Aggressoren und wir sind die Opfer. Also müssen wir zurückschlagen und uns verteidigen!“
Genauso machen sie weiter: Mit der Ukraine, Russland, Weißrussland, dem Iran, Palästina, dem Libanon, dem Sudan, Somalia, Venezuela, Kuba, einfach überall. Es ist immer die gleiche Geschichte mit dem eigentlichen Ziel, welches auf Plünderungen hinausläuft!
Das ultimative Ziel ist es, diese massiven Abschöpfmechanismen für eine Vermögensverlagerung in Gang zu setzen, um den gesamten in diesen Regionen geschaffenen Reichtum von den Finanzzentren, wie von denen in Paris, der Londoner City und Wall Street, absaugen zu lassen!
Das Gleiche passiert heute. Trump ist nur der Letzte in der Reihe ihrer Marionetten. Das galt auch für Rishi Sunak und Kier Starmer und jetzt für diesen Andy Burnham. Sie spielen gar keine Rolle, so wenig wie die jeweiligen Wahlen:
Dieses System [im Wertewesten] lässt sich durch Wahlen nicht mehr verändern!
Länder wie Russland, China und der Iran sehen all das. Sie sagen, die Menschen im Westen scheinen verloren – sie können durch Wahlen nicht mehr herauskommen. Sie selbst hingegen haben daher ein alternatives System zu schaffen!
Genau das tun sie inzwischen. Hoffentlich wird man im Westen zur Besinnung kommen, um dem ein Ende setzen. Denn sonst wird das, was sie heute mit den ukrainischen Jungen machen – diese Zwangsrekrutierungen, gemäß der sie einfach einen nach dem anderen in den Fleischwolf werfen, offenbar etwa 30.000 pro Monat – zuletzt auch französische Männern, kroatischen Männern, polnischen Männern, Deutschen und Briten widerfahren. Das alles kommt auf uns zu! Es ist nicht so, dass sie das nur den Ukrainern zugedacht haben, um uns hingegen in Ruhe zu lassen:
Sie werden es uns antun, glaubt es mir – ohne mit der Wimper zu zucken, denn es entspricht dem Stil der Epstein-Gesellschaft!
Sie denken sich nichts dabei, Menschen in den Tod zu jagen! Wie auch immer, das war meine lange Tirade, aber im Grunde ist es genau das, was gerade abgeht. Für alle da draußen, die glauben, dass sie, wenn sie in den Krieg ziehen, ihr Land verteidigen werden – so wird das nicht laufen!
Nima: Alex, ich finde, was Du in Bezug auf die Wirtschaft angesprochen hast, ist so wichtig. Schau Dir nur an, was in Japan, Europa und den Vereinigten Staaten passiert war:
Der Industrie-Kapitalismus hat sich dort in einen Finanzkapitalismus verwandelt!
Sie produzieren immer weniger: Die Vereinigten Staaten sind heute, was die Produktion angeht, nicht einmal mit China vergleichbar. Man betrachte nur das Plaza-Abkommen und die Auswirkungen auf Japan. [Anmerkung der Redaktion: Abkommen im Plaza Hotel, New York am 22.9.1985 zur Abwertung des Dollars, um das notorische US-Leistungsbilanzdefizit zu adressieren. Das gelang nicht, bescherte jedoch Japan eine Bubble Economy (Blase) über die folgenden Jahrzehnte].
Worum ging es dabei eigentlich? Darum, die industrielle Basis zu zerstören – das, was Japan produziert, was Europa produziert und was die Vereinigten Staaten produzieren. Dieses ganze System entstand meiner Meinung nach, weil man dachte, man könne den industriellen Teil zu „seinen“ Sklaven nach China auslagern lassen. Doch diese vermeintlichen Sklaven sind heute keine Sklaven mehr. Sie produzieren nicht mehr für das Empire (das atlantische Hegemonialreich). Sie produzieren für sich selbst – für ihr eigenes Land. Das ist das Problem, welches der Westen inzwischen hat. Es ist so tiefgreifend, aber niemand im Westen scheint es zu begreifen. Deshalb versuchen sie, die finanzielle Dominanz des Systems noch stärker voranzutreiben.
Alex: Ja! Ich stimme Dir absolut zu, Nima:
Der wirtschaftliche Zusammenbruch Deutschlands und Europas ist kein Zufall! Denn wie ich kurz dargelegt habe, wurde das ehemalige Jugoslawien zunächst wirtschaftlich zerstört, um die Voraussetzungen für einen Krieg zu schaffen. Das Gleiche geschieht jetzt in Deutschland: Es wird wirtschaftlich zerstört!
Denn in einem wohlhabenden Land, in dem die Wirtschaft floriert und junge Männer Zukunftshoffnungen und gute Arbeitsplätze sowie Gehälter haben, um Familien gründen zu können, dort gibt es kein Interesse am Krieg. Falls man ihnen Russland vor die Nase setzte, würden sie nur denken: Russland wäre ein sehr wohlhabendes Land. Es hat fast 150 Millionen Einwohner. „Vielleicht kann ich nach Russland gehen und dort meine Produkte verkaufen!“ So ginge die Denkweise!
Doch falls man ihre Wirtschaft zerstören und sehr hohe Jugendarbeitslosigkeit schaffen würde und ihnen dann Russland vor die Nase hielte, dann sagten sie: „Russland hat all diesen Mist geschaffen. Es sind die Russen, die uns das antun. Wir müssen zur Armee, um Russen zu töten!“ Dann bekäme man eine Menge Leute, die so denken würden…
So wie man bereit ist, gegen Russland bis zum letzten Ukrainer kämpfen zu lassen, wird man auch bereit sein, gegen Russland bis zum letzten Polen, Schweden, Deutschen kämpfen zu lassen.
Solange diese Bankenoligarchie in London, Paris, New York und anderswo das Sagen hat, wird sie niemals aufgeben. Sie werden niemals nachgeben! Sie werden stets danach trachten, Russland, den Iran und China zu untergraben, um sie zerstören zu lassen! Sie werden stets nach Vorherrschaft streben! Denn auch hier ist die Kontrolle über die Kredit-Sicherheiten ein Nullsummenspiel. Entweder gehören diese mir oder sie gehören jemand anderem. Das kann man nicht teilen.
Daher denke ich, dass .der Konflikt dieser beiden Systeme unweigerlich erst dann enden wird, wenn eines der Systeme zerstört sein würde!
Ich glaube, dass dies nun zum ersten Mal in der Geschichte für alle offensichtlich und klar wird. Mir ist auch klar, dass die chinesische und russische Führung wie auch die iranische diese Dynamik voll verstehen.
Man hat verstanden, dass es nicht mehr möglich wäre, diese Situation mit dem Westen vertraglich bereinigen zu lassen:
Der Westen würde sich nie an Verträge halten!
[…]
Es ist immer dasselbe. Sie schließen ein Abkommen ab, um nur ihre kurzfristigen Ziele erreichen zu können! Genauso wie mit dem Iran: Sie hatten das JCPOA Abkommen unterzeichnet und sind dann sofort wieder ausgestiegen…
Dann verhandeln sie etwas anderes und bringen anschließend die Verhandlungsführer um. Es ist immer dasselbe und bedeutet, dass …
… dieses westliche Neo-Kolonialsystem niemals nachgeben würde!
[…]
Sie werden im Grunde immer die Hölle auf Erden schaffen! Das bedeutet, dass sie besiegt werden müssen: Ihnen muss jegliche Macht entzogen werden!
Ihr gesamtes System muss dem Erdboden gleichgemacht und reformiert werden: Was ich mit „dem Erdboden gleichmachen“ meine, ist nicht, London in Gaza zu verwandeln. Was ich damit meine, wäre, besagte Epstein-Gesellschaft, welche die Fäden in der Hand hält, wohl festgenommen, strafrechtlich verfolgt und für immer weggesperrt zu bekommen:
Das Geldwesen der westlichen Welt muss komplett überarbeitet werden!
Es kann nicht so bleiben, wie es ist, denn sonst vergiftet es auch in Zukunft die Beziehungen der Gesellschaft und schafft die Voraussetzungen für die ewigen Kriege!
Nima: Ein guter Punkt zum Abschluss. Danke, Alex, dass Du heute bei uns sein konntest – es war großartig!
Alex: Danke für die Einladung und bis zum nächsten Mal!
Nima: Bis bald, Alex – mach’s gut!
Ender der Serie
Übersetzung: UNSER-MITTELEUROPA
- Teil 1 des Interviews von Alex Krainer durch Nima Alkhorshid erschien: HIER
- Das Interview von Alex Krainer durch Nima Alkhorshid als Video auf Englisch: HIER
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