Polnische Journalisten sprechen von einem „Richtungsstreit“, in Wahrheit seien jedoch vor allem „gekränkte Ambitionen“ im Spiel gewesen. Der frühere Ministerpräsident Mateusz Morawiecki habe es nicht verkraftet, dass Jarosław Kaczyński sich für einen anderen Spitzenkandidaten für die Parlamentswahlen im nächsten Jahr entschieden hat, so der PiS-Abgeordnete Sebastian Kaleta. Dabei sei Morawiecki doch das „Gesicht des Machtverlustes“ vor drei Jahren gewesen. Zur Erinnerung: Nachdem sich der Parteichef im März für den Juraprofessor Przemysław Czarnek entschieden hatte, gründete Morawiecki den Verein „Wachstum Plus“. Der Ex-Premier beteuerte damals, er wollte damit keineswegs einen Bruch in der Partei herbeiführen. Und tatsächlich schien er sich zunächst mit der Nominierung Czarneks abgefunden zu haben, trat mehrmals mit ihm gemeinsam auf, sicherte ihm offiziell seine Unterstützung zu. Im Sommer begannen sich aber plötzlich die Alleingänge Morawieckis und seiner Gefolgsleute zu häufen.
Der Beitrag Bruch in der größten polnischen Oppositionspartei erschien zuerst auf Tichys Einblick.
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