London plant, Flüssigerdgastanker in ein neues Sanktionspaket gegen Russland aufzunehmen. Eine entsprechende Erklärung wurde am Montag auf der Webseite der britischen Regierung veröffentlicht. „Es wird erwartet, dass Großbritannien auch als erstes Land Sanktionen gegen mehrere Schiffe verhängen wird, die mit sanktioniertem russischem Flüssigerdgas (LNG) beladen sind“, hieß es in der Stellungnahme. Die Einschränkungen werden am Dienstag am Rande des G7-Gipfels in Frankreich bekannt gegeben.

Wie es heißt, werden die neuen Maßnahmen die sogenannte russische „Schattenflotte“ und Finanznetzwerke betreffen, die „zur Umgehung westlicher Sanktionen“ genutzt werden. Die Gesamtzahl der sanktionierten Schiffe der „Schattenflotte“ und LNG-Tanker, die laut London in Verbindung mit Russland stehen, wird 600 übersteigen. „Die neuen Maßnahmen sollen außerdem ein mit dem russischen Staat verbundenes Netzwerk aufdecken und ins Visier nehmen, das verdeckt westliche Technologie für das russische Militär beschafft, sowie mehrere Drittlandlieferanten ins Visier nehmen, die Russland bei illegalen Geldtransfers in der Welt unterstützen“, hieß es in dem Dokument.

Zudem plant die britische Regierung, der Ukraine weitere Hilfe im Energiesektor zu leisten. London wird die Lieferung von angereichertem Uran an ukrainische Atomkraftwerke in Höhe von 210 Millionen Pfund (etwa 280 Millionen US-Dollar) finanzieren. Im Rahmen der Vereinbarung wird das britische Unternehmen Urenco in den nächsten zwei Jahren angereichertes Uran an den staatlichen Energiekonzern Energoatom liefern, der die ukrainischen Atomkraftwerke betreibt. Die Vereinbarung wurde zwischen dem britischen Premierminister Keir Starmer und Wladimir Selenskij bei ihrem Treffen in der Downing Street vergangene Woche erzielt. In derselben Erklärung wurde festgestellt, dass der Vertrag für die ukrainische Energiesicherheit von entscheidender Bedeutung sei, weil Energoatom mehr als 50 Prozent des Stroms des Landes liefere. All diese Schritte der britischen Regierung zielen demnach darauf ab, den Druck auf Russland zu erhöhen. 

Am Dienstagmorgen hat die britische Regierung eine neue Sanktionsliste veröffentlicht. Die verhängten Beschränkungen betreffen 32 juristische und elf natürliche Personen. Die Liste umfasst auch 27 Schiffe, die laut London mit der „Schattenflotte“ verbunden sind und Öl und LNG transportieren.

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