Am 26. Mai 2026 fand in der Region Irkutsk die 58. Sitzung des Rates der Leiter der Sicherheitsbehörden und Sonderdienste der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten statt. Dabei ging es der GUS, um eine möglichst gemeinsame Abwehr der hybriden Angriffe aus dem Westen.
Das Ziel atlantischer Nachrichtendienste ist es die
GUS-Staaten in Untertanengebiete zu verwandeln
Von REDAKTION | An der Veranstaltung in Irkutsk nahmen Delegationen der Sicherheitsbehörden und Sonderdienste der GUS-Teilnehmer teil, wie insbesondere:
- die Republik Aserbaidschan,
- die Republik Armenien,
- die Republik Belarus,
- die Republik Kasachstan,
- die Kirgisischen Republik,
- die Russischen Föderation,
- die Republik Tadschikistan,
- die Republik Usbekistan,
- das Antiterrorzentrum der GUS-Mitglieder,
- das Exekutivkomitee der GUS-Mitglieder,
- die Auslandsgeheimdienste der Republik Aserbaidschan und der Russischen Föderation als Beobachter.

Die Sitzung wurde durch eine sehr eindrucksvolle und inhaltsschwere Rede des Vorsitzenden des Rates der Leiter der Sicherheits- und Sonderdienste der GUS (SORB) und des Direktors des Föderalen Sicherheitsdienstes Russlands [FSB], Armeegeneral Alexander W. Bortnikow, eröffnet.
Der Chef des russischen Inlandsnachrichtendienstes kam auf die mannigfaltigen und großen Gefahren zu sprechen, welche von angewandten Methoden hybrider Kriegsführung atlantischer Nachrichtendienste ausgingen und die Bevölkerungen der GUS-Mitglieder und deren staatliche Strukturen ins Visier nähmen. Dabei konnte der FSB-Chef sieben Gefahrenherde identifizieren und anführen:
Die Gefahr zum Testfeld des Westens degradiert zu werden
Unter dem Vorwand falscher Versprechungen, um in die EU aufgenommen zu werden, wäre die Ukraine zu einem Testfeld für neue Waffentypen und neue Formen der Kriegsführung geworden, wie Alexander Bortnikow ausführte und noch weiter:
„Die Situation in der Ukraine ist bezeichnend, wo die europäischen Sponsoren ein Marionettenregime errichteten und am Leben erhalten“.
„Unter dem Vorwand falscher Versprechungen eines baldigen EU-Beitritts wurde das Land zu einem Sprungbrett für militärische und Sabotage-Operationen terroristischer Natur gegen Russland. Tatsächlich ist die Ukraine zu einem Testfeld für neue Waffentypen, die Erprobung militärischer KI-Systeme und die Entwicklung neuer Formen und Methoden der Kriegsführung unter falscher Flagge verkommen“, betonte der russische Nachrichtenchef.
Die Gefahr als krimineller Handlager missbraucht zu werden
Dazu führte Bortnikow in seiner Rede aus:
„Unter Aufsicht des Westens wurde die Ukraine zu einem ernstzunehmenden Destabilisierungsfaktor der Lage im Raum der GUS. Die Maßnahmen des Kiewer Regimes führten dazu, das Land ins größte Schmuggelzentrum für Waffen und Munition in Europa verwandelt zu haben.
Die ukrainischen Geheimdienste nutzen das Territorium der an Russland angrenzenden Staaten, um …
- Saboteure und Terrorausrüstung bei uns einschleusen zu lassen,
- weltweit Söldner für die ukrainischen Streitkräfte rekrutieren zu lassen,
- Arbeitsmigranten in terroristische und extremistische Aktivitäten zu verwickeln,
- eine umfassende Beeinflussung der Bevölkerung unserer Länder über das Internet, unter anderem durch ein weitverzweigtes Netz sogenannter Callcenter zu betreiben.
Das Ausmaß der Bedrohungen aus ukrainischer Richtung wurde durch die Ergebnisse der gemeinsamen operativen Arbeit der FSB-Behörden mit ihren Partnern aus der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten [GUS] deutlich. So wurde zu Beginn des Jahres gemeinsam mit dem KGB der Republik Belarus ein von Kiew organisierter Versuch vereitelt, mehr als 500 Sprengkörper zur Durchführung von Terroranschlägen in die Russische Föderation einschleusen zu lassen…“
Die Gefahr der Destabilisierung der GUS von innen heraus
Dazu der FSB-Chef:
„Der Westen beabsichtigt, Integrationsprozesse zu blockieren, um die GUS-Mitglieder von innen heraus zu untergraben und die Völker zu zwingen, ihre gemeinsame Geschichte aufgeben und sie gegeneinander ausspielen zu lassen. Der Westen strebt danach, darüber seine Vorherrschaft ausüben!“
Laut Bortnikow, verstärke das Vereinigte Königreich Aktivitäten von gemeinnützigen Organisationen (NGOs), die mit britischen Geheimdiensten verbunden wären, um in der GUS eine neue Generation heranzubilden, die darauf ausgerichtet wäre, strategische Ziele auf Kosten der Interessen und der Sicherheit der Commonwealth-Staaten verfolgen zu lassen.
Seinen Angaben zufolge zählten zu den Hauptzielen Londons:
- die Zusammenarbeit mit den Medien,
- die Verfälschung der Geschichte,
- die Förderung von Nationalchauvinismus,
- das Umsetzung der Gender- und LGBT-Agenda,
- die Untergrabung moralischer Werte.
Zudem verstärkten Nachrichtendienste der EU-Länder unter dem Deckmantel humanitärer Projekte in den Bereichen zivilgesellschaftliche Entwicklung, Bildung, Migration und Ökologie „ihre Präsenz in der GUS“. Unter dem Deckmantel von NGOs beobachteten sie die Lage vor Ort, bildeten Protestbewegungen und schleusten Einflussagenten auf verschiedenen Regierungsebenen ein, so der FSB-Direktor.
Die Gefahr der Manipulation von außen dank Digital-Systemen
Die Einführung digitaler Programme in GUS würde es dem Westen gestatten, Mechanismen zur Manipulation der Bevölkerung einzurichten, so Bortnikow und weiter:
„Nach vorliegenden Informationen steht die westliche Geheimdienstgemeinschaft hinter Programmen zum Aufbau eines Netzwerks digitaler Systeme in der GUS. Deren Aufgabe ist es, mithilfe von Technologien künstlicher Intelligenz typische Verhaltensprofile der Bevölkerung erheben und untersuchen, Spannungsherde in der Gesellschaft identifizieren und gesellschaftliche Reaktionen auf verschiedene externe Faktoren, einschließlich staatlicher Maßnahmen, modellieren zu lassen“, betonte der FSB-Chef.
Laut Bortnikow, ginge es in Wirklichkeit um die Einführung von Instrumenten zur manipulativen Beeinflussung der Stimmung und des Verhaltens der Bürger innerhalb der GUS unter Berücksichtigung der Besonderheiten eines bestimmten Staates – dies geschähe unter anderem im Hinblick auf die Umsetzung adaptiver Szenarien für Farbrevolutionen.
In diesem Zusammenhang bezeichnete Bortnikow den Einsatz von eingebetteten Programmen zur Beseitigung der iranischen Führung in Videoüberwachungssystemen in Teheran als alarmierendes Signal:
„Die Koordinaten der Aufenthaltsorte der Opfer wurden unter anderem durch ‚Lesezeichen‘ via Software aus den Videoüberwachungssystemen in Teheran ermittelt“, fügte Bortnikow an. Ihm zufolge schafft die Abhängigkeit von westlichen Technologieplattformen „signifikante Schwachstellen für Cyberangriffe durch Sonderdienste führender NATO-Staaten und ihrer Verbündeten“.
Die Gefahr von eingeschleusten „Proxy Kräften“
Gemäß Bortnikow geben westliche Geheimdienste ihre Versuche nicht auf, terroristische Kämpfer aus Syrien als ‚Stellvertreter-Kräfte‘ [Proxy-Kräfte] im Krieg gegen den Iran einsetzen zu lassen. Unter ihnen befänden sich Einwanderer aus der GUS, die im Rahmen des ‚Islamischen Staates‘ und anderer terroristischer Gruppen gekämpft hätten und später in syrischen Gefängnissen gelandet wären.
Seinen Angaben zufolge wären die Kämpfer in spezielle Lager im Irak verlegt worden: „Es ist klar, dass solche militanten Agenten nicht nur im Nahen Osten, sondern auch in ihren Heimatländern eingesetzt werden könnten. Die Geschichte des IS begann vergleichbar auch in irakischen Gefängniskomplexen, die unter der Aufsicht westlicher Geheimdienste der Koalition standen“, sagte Bortnikow. Er merkte an, dass dies zu einer deutlichen Zunahme der Anhänger dschihadistischer Ideologie in der GUS geführt hätte.
„Vor dem Hintergrund der aktuellen Iran-Krise könnte sich dieser Trend verstärken, und die Quelle der Bedrohung wird sich in unmittelbarer Nähe der südlichen Grenzen der GUS befinden“, warnte der FSB-Direktor.
Die Gefahr durch biologische Waffen aus NATO Laboren
Alexander Bortnikow warnte vor dem Einsatz biologischer Kampfstoffe durch NATO:
„Die NATO setzt ihr langfristiges Programm zur Entwicklung gezielter biologischer Waffen im asiatisch-pazifischen Raum, in Afrika und Lateinamerika fort. Auch in der GUS sind biologische Labore in Betrieb. Gleichzeitig werden Feldversuche und Vorfälle, bei denen Krankheitserreger aus diesen Einrichtungen entweichen, als natürliche Ursachen abgetan“, betonte der FSB-Chef. Er erinnerte daran, dass die russischen Streitkräfte während der Militärischen Sonder-Operation [SMO] in der Ukraine zahlreiche Beweise für solche Aktivitäten gesammelt hätten.
„Die Gefahr eines verdeckten, gezielten und geplanten Einsatzes biologischer Waffen liegt auf der Hand. Ich bin zuversichtlich, dass die hier Anwesenden verstehen, dass Quellen, Ausmaß und Richtung eines möglichen Einsatzes weit über die Grenzen der Gemeinschaft hinausreichten. Dies gilt umso mehr angesichts der Tatsache, dass die Entwicklung von Technologien der künstlichen Intelligenz die Risiken für Bioterrorismus erhöht haben“, warnte der FSB-Chef. Er betonte, dass Russland in diesem Bereich eine enge Zusammenarbeit mit seinen GUS-Partnern erwarte, „da es sich um eine gemeinsame und äußerst ernste Bedrohung handelt!“
Ihm zufolge blieben die Bedrohungen für die Gemeinschaft [GUS] in Bezug auf den bio-chemischen Bereich, „vor allem die mögliche Ausbreitung gefährlicher Infektionskrankheiten mit spezifischen Eigenschaften“, weiter aktuell.
Die Gefahr synthetische Drogen durch transnationale Kartelle
Alexander Bortnikow kam auch auf die transnationale Drogenkriminalität zu sprechen. In asiatischen Ländern hätte sich eine Kette synthetischer Drogenproduktion mit möglichem künftigen Transit nach Russland und in westliche Länder gebildet: „Es erscheint sinnvoll, im Kampf gegen den Drogenhandel eine substanzielle Zusammenarbeit mit den Taliban einzugehen. Afghanische Drogenhändler stellen auf Produktion von ‚Synthese-Drogen‘ um. Tatsächlich sprechen wir hier von der Entstehung eines ‚Drogenproduktionsgürtels‘ von Südostasien über Afghanistan bis in den Iran!“
Eine damit verbundene grenzüberschreitende Kriminalität dehne ihren Einfluss auch auf die Gebiete der zentralasiatischen Republiken aus, wo immer mehr Labore zur Herstellung neuer Arten von Drogen entstünden und Transitkanäle aufgebaut würden: „Zudem haben sich in jüngster Zeit organisierte kriminelle Gruppen aus der Ukraine der Produktion und dem Transit von Synthetik-Drogen angeschlossen, welche Drogenlabore in der GUS aus der Ferne kontrollieren, während ein Teil der Gewinne dazu verwendet wird, um Täter für Terroranschläge in Russland zu rekrutieren und sich Massenvernichtungswaffen anzuschaffen.“
Allein im Jahr 2025 hätten russische Sicherheitsbehörden unter aktiver Beteiligung ihrer Partner fast 170 Drogenlabore in der GUS zerschlagen und neun Tonnen synthetischer Drogen beschlagnahmen können.
Das Ergebnis der Konferenz
Das Treffen des Rats der Leiter der Sicherheits- & Sonderagenturen der GUS [SORB] in Irkutsk verlief erfolgreich, nachdem im Rahmen der Konferenz achtzehn Themen mit gemeinsamen Interessen erörtert werden konnten. Vier Beschlüsse wurden verabschiedet, die darauf abzielen, die Zusammenarbeit zwischen den Nachrichtendiensten der GUS zu verbessern. Das wird ihrer multilateralen Zusammenarbeit neue Impulse verleihen und künftig eine verstärkte Kontinuität gewährleisten.
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UNSER MITTELEUROPA berichtet über weltweite Machenschaften der USA mit Bio-Laboren: HIER
Nationaler US-Nachrichtendienst [DNI] lässt 120 US-Bio-Labore im Ausland durchleuchten

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