Russland könnte bald zwei prominente Bürgerinnen bekommen: Es handelt sich um die italienische Schauspielerin Ornella Muti, die für ihre Rollen in zahlreichen Filmen bekannt ist, und ihre Tochter Naike Rivelli. Die beiden wollen ein Haus in Moskau oder St. Petersburg kaufen. 

Wie Rivelli der russischen Nachrichtenagentur RIA Nowosti sagte, reisten sie und ihre Mutter oft nach Russland, um ihre Verwandten und Freunde zu besuchen. Manchmal besuchten sie das Land auch geschäftlich. Gegenüber RIA Nowosti erklärte die 51-Jährige:

„Wir beantragen die russische Staatsbürgerschaft, um uns wirklich zu Hause zu fühlen. Wir haben russische Wurzeln, wir können uns von unserer Herkunft, unserer Familie und unseren Freunden nicht lossagen.“

Die Tochter von Muti sagte ferner, dass sie und ihre Mutter, deren Großeltern aus Russland stammen, wegen ihrer häufigen Reisen nach Russland und ihrer Pläne, russische Pässe zu erhalten, bislang nicht auf Kritik gestoßen seien. Rivelli fügte hinzu, dass viele Italiener Russland, die Menschen, die dort leben, und die Kultur dieses Landes liebten.

Muti und Rivelli sind damit nicht die Einzigen, die sich um einen russischen Pass bemühen. Am 13. Juli hatte der russische Präsident Wladimir Putin dem BMW-X6-Designer Pierre Leclercq die russische Staatsbürgerschaft verliehen. Insgesamt standen zwölf Personen auf der entsprechenden Einbürgerungsliste.

Im April hatte Putin ein Dekret zur Einbürgerung von Personen aus Kanada, Schweden und Frankreich unterzeichnet. Unter ihnen befanden sich der in Schweden geborene Daniil Tolstoi, ein Urenkel des Schriftstellers Leo Tolstoi, sowie Nicholas Sampsidis, geboren 1952 in Kanada, der Berichten zufolge ein Nachfahre von Fürst Alexander Menschikow, einem Weggefährten Peters des Großen, sein soll. Ebenfalls auf der Liste stand der in Frankreich geborene Nikolai Genko, ein Nachfahre des Forstwissenschaftlers und Helden des Russisch-Türkischen Krieges von 1877 bis 1878, Nestor Genko.

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