Dass bloß keiner was Falsches denkt, wenn die Meldung kommt, mag sich Moderatorin Jana Pareigis am Mittwochabend in „ZDF Heute“ gedacht haben. Vorgestellt wurde in der 19 Uhr-Nachrichtensendung ein Gesetz gegen Scheinvaterschaften.

Bei „Scheinvaterschaften“ wird durch die Anerkennung einer Vaterschaft dafür gesorgt, dass die angenommenen Kinder vom deutschen Staat versorgt werden und vor allem – ein Aufenthaltsrecht bekommen. Das geht sogar ganz ohne direkten Körperkontakt. Die Zweifel würden bei weißen deutschen „Vätern“ dann allerdings aufkommen, wenn die anerkannten Kinder – von einer nigerianischen Mutter zum Beispiel – genauso „rabenschwarz“ sind wie die Mama. Hier gäbe es also bereits optische Anhaltspunkte für einen Betrug und vermutlich auch die Angst davor, aufzufliegen.

Anders liegt der Fall, wenn der Vater selbst dunkelhäutig ist – und deutsch. Da eröffnen sich tolle Möglichkeiten zur Förderung der Familie. Einen solchen (nicht samen)spendablen Supervater beschreibt ein Tagesschau-Artikel von 2024 so:

Jonathan A. posiert mit einem Luxusfuhrpark aus deutschen Autos in Nigeria und wirft mit Geldscheinen um sich. Er nennt sich dort: „Mr. Cash Money“. Den Behörden in Dortmund, wo er gemeldet ist, gilt er hingegen als mittellos. Für die 24 Kinder verschiedenster Frauen vor allem aus afrikanischen Ländern, die er anerkannt hat, kommt nach Informationen von ARD-Kontraste und rbb24-Recherche der deutsche Staat auf. Die meisten Mütter stammen aus Nigeria, dem Herkunftsland von Jonathan A. Weil er Deutscher ist, haben die anerkannten Kinder, deren Mütter und weitere Angehörige über den Familiennachzug automatisch ein Bleiberecht in Deutschland. Bislang sind es 94 Personen.

Soweit die unangenehme Rechtslage zu Lasten des deutschen Steuerzahlers und zu Gunsten des deutschen Steuereinstreichers Jonthan A. und seiner zahlreichen Nachkommen und Nachahmer. Denn das Modell macht Schule.

Damit aber wie gesagt keiner was Falsches denkt, hat die Moderatorin im Anmoderationsframing zur Gesetzesankündigung klargestellt, dass es Deutsche sind, die da betrügen. Dass diese „Deutschen“ aber damit nicht nur Sozialleistungen, sondern auch Aufenthaltstitel erschleichen, zeigt, wem es nutzt. Hier der O-Ton von Jana Pareigis und Innenminister Dobrindt in der Heute-Sendung (ab Minute 7:53):

„Heute hat das Kabinett getagt und dabei auch einen Gesetzentwurf verabschiedet, der so genannten „Scheinvaterschaften“ einen Riegel vorschieben will. Es geht um deutsche Männer, die als Geschäftsmodell Kinder ausländischer Frauen als ihre eigenen anerkennen, damit diese eine Aufenthaltsgenehmigung bekommen. Mehr dazu von Britta Spiekermann:

Innenminister Dobrindt spricht von mehreren tausend Fällen, eine Statistik gebe es aber nicht. Es geht um Scheinvaterschaft. Diese sei bis jetzt nicht bestraft worden, das müsse grundlegend geändert werden.

[Innenminister Dobrindt:] Weil wir jahrelang jetzt festgestellt haben, dass dieser Missbrauch Schule macht und damit eben Aufenthaltstitel und Sozialleitungen erschlichen werden. Dem kann man nicht länger zuschauen.“

Wohl wahr. Allerdings sollte man besser hinschauen, welche Klientel dort in welchem Maße aktiv ist und das auch veröffentlichen. Der Vater, der als Symbolbild zum ZDF-Beitrag ausgewählt wurde, sitzt vorsichtshalber mit abgewandtem Gesicht zum Zuschauer. Man sieht nicht, ob er schwarze oder weiße Haut hat. Damit bloß nicht irgendwer auf rassistische, falsche Gedanken kommt…

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