Die Frage ob sich nunmehr auch das Vereinigte Königreich in den Iran-Krieg involvieren wird ist aus mehreren gründen nicht von der Hand zu weisen.

Einerseits könnten durchaus erneute Interessen der ehemaligen „informellen Protektoratsmacht“ an den reichen Bodenschätzen des Landes in den Fokus rücken, andererseits deuten vermehrte Flugbewegungen im östlichen Mittelmeer-Raum ebenfalls darauf hin.

Flugbewegungen nahe Zypern

Ungewöhnliche Flugbewegungen rund um Zypern sorgen mittlerweile für Spekulationen über eine mögliche Beteiligung Großbritanniens am Krieg gegen den Iran.

Am Abend des 1. März wurde eine Transportmaschine der britischen Armee von Zypern aus nach Katar verlegt. London unterhält auf der Mittelmeerinsel bekanntlich eigene Militärstützpunkte. Zugleich sendete am südzypriotschen Flughafen Larnaca offenbar eine Maschine kurzzeitig falsche Identifikationssignale einer zivilen israelischen Gesellschaft, möglicherweise handelte es sich dabei auch um einen getarnten Militärflug.

Überdies wurde ein US-Transportflugzeug von Saudi-Arabien nach Zypern verlegt. Israel hatte erst im Januar eine militärische Zusammenarbeit mit dem griechisch-zyprischen Teil der Insel vereinbart. Nordzyperns Präsident Tufan Erhurman warnte am frühen Abend des 1. März in einer Stellungnahme, die Angriffe Israels und der USA auf den Iran könnten den Frieden in der Region gefährden und dies offenbar auch im östlichen Mittelmeer.

In der Nacht zum 2. März meldete London zwei iranische Drohnen im Gebiet um Zypern. Premier Stamer räumte allerdings eine nicht-militärische Unterstützung des Angriffs ein.

Schwere Vorwürfe seitens Saudi-Arabiens

Währenddessen hagelt es massive Vorwürfe von saudischer Seite gegen den „Partner“ USA.

Dabei heißt es, die Verteidigung gegen die massiven iranischen Vergeltungsschläge konzentriere sich ausschließlich auf Israel.

Im saudischen Fernsehen wurden bereits kritische Stimmen gegen die USA laut. Im Sender Al Jazeera beschrieb der Polit-Analyst und Kommentator Suleiman Al-Aqili offen „eine Art Unmut“ gegenüber dem „Verbündeten, oder besser gesagt, dem amerikanischen Partner“. Grund dafür sei die einseitige militärische Unterstützung Israels durch die USA.

Ein weiteres Indiz dafür die berechtigte Frage aufzuwerfen, ob sich Trump da nicht als „Befehlsempfänger“ Israels in ein gewaltiges „Wespennest“ gesetzt hat und ob der „Vorteil“ des Krieges als temporäre „Ablenkung“ von den Epstein-Skandalen, das wohl am Ende des Tages wert gewesen sei.


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