Die Geschichte des global bekanntesten christlichen Liedes ist nicht nur ein musikalisches, sondern auch ein soziales und historisches Imprint: Kriege, Elend, Migration und der Wunsch nach Frieden liegen dem Lied zugrunde… Es wurde in mehr als 300 Sprachen übersetzt, wird weltweit zu Weihnachten gesungen und ist zu einem unvermeidlichen Eckpfeiler des Weihnachtskanons geworden.
Aus historischer Notwendigkeit geboren
Die Umstände der Entstehung sind noch immer von Legenden umgeben: So soll in der kleinen Pfarrei Oberndorf bei Salzburg zu Weihnachten die Orgel kaputt gegangen sein. Der Hilfspriester Joseph Mohr übergab dann am 24. Dezember 1818 den Text eines selbstverfassten Gedichtes dem Organisten Franz Gruber, welcher in aller Eile eine Melodie dazu komponierte. Das Lied wurde dann in der Christmette mit Gitarrenbegleitung uraufgeführt und soll „allgemeinen Beifall“ erhalten haben.
Historiker gehen aber auch davon aus, Mohr wollte den Oberndorfern nur ein einfaches Lied geben– in deutscher statt lateinischer Sprache und mit Gitarren- statt der sonst üblichen Orgelbegleitung. Gerade diese Schlichtheit ist aber zu einer bewussten Kraft geworden.
Ewige Sehnsucht nach Frieden
Laut Michael Neureiter, Präsident der „Silent Night Association“ wurde die Entstehung des Werks von den Traumata jener Zeit geprägt:
„Nach den Napoleonischen Kriegen sehnten sich die Menschen nach Frieden und Ruhe. Dieses Verlangen liegt buchstäblich in der Stimmung der `Stille Nacht`.“
1816 ging als „Jahr ohne Sommer“ in die Geschichte ein, es folgten Hungersnöte und Überschwemmungen.
Von Tirol nach New York
In wenigen Jahren verbreitete sich „Stille Nacht“ über die Grenzen Oberndorfs hinaus. Ein Orgelreparateur nahm die Noten mit nach Tirol, von wo aus sie von Familien umherziehender Sänger, darunter die Familien Strasser und Rainer, in ganz Europa verbreitet wurden. 1839 war das Lied bereits in New York auf dem Friedhof der Trinity Church zu hören.
Mitte des 19. Jahrhunderts gab es bereits die ersten englischen Übersetzungen, und um die Jahrhundertwende wurde es auf allen Kontinenten gesungen. Heute existiert es in mehr als 300 Sprachen und Dialekten, von der lateinischen Version bis zur Gebärdensprache.
Krieg und Frieden: Weihnachten 1914
Die geradezu magische Kraft des Liedes zeigte sich am Weihnachtstag 1914 an der Westfront des Ersten Weltkriegs. UNSER MITTELEUROPA berichtete. Die gegnerischen Soldaten in den Schützengräben legten ihre Waffen nieder, gingen aufeinander zu und sangen gemeinsam „Stille Nacht“. Dadurch wurde es zu einem der stärksten Friedenssymbole in der modernen kollektiven europäischen Erinnerung.
„Stille Nacht ist nicht nur ein Weihnachtslied, sondern ein Ausdruck eines kollektiven Wunsches: dass die Welt still sein soll, wenn auch nur für eine Nacht.“
– so der Musikhistoriker Martin Clarke.
UNESCO-Schutz und globales Symbol
Seit 2011 ist das Lied Teil des immateriellen UNESCO-Kulturerbes. Es wurde von Bing Crosby, Elvis Presley, Mariah Carey – und Hunderten anderer Künstler – gecovert. Allein die Bing Crosby-Version hat fast 30 Millionen Mal verkauft.
Insofern aber ist Geschichte von `Stille Nacht´ nicht mehr nur eine musikalische historische Kuriosität, sondern auch ein kultureller Spiegel der Zeit: Sie zeigt, wie eine einfache Melodie zu einem globalen gemeinsamen Code werden kann. Wohl auch weil die Sehnsucht nach Frieden eine ur-menschliche ist, sozusagen als ideeller Gegenspieler zur weit mächtigeren Realität des Krieges – als giftiges evolutionäres Erbe der menschlichen Kulturalisation.
Ein ewiges Lied
Der Erfolg von „Stille Nacht“ liegt also nicht im Spektakel oder seiner technischen Leistung, sondern in seiner Schlichtheit: Die Melodie ist klar, die Texte basieren auf wenigen Worten, doch sie tragen eine universelle Botschaft: Frieden, Ruhe, Hoffnung.
Insofern also erklingt es selbst nach mehr als zweihundert Jahren jedes Weihnachten immer und immer wieder – in Kirchen, Wohnungen, Kriegsgebieten und friedlichen Städten. (mandiner)
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