Allein verantwortlich sein für das CDU-Debakel will Friedrich Merz nicht, ein bisschen schon: „Die Wahlergebnisse und die Gründe für diese Wahlergebnisse reichen weit über meine Person hinaus … Wir erleben eine tiefgreifende Veränderung des politischen Parteiensystems in Deutschland sowie auch in vielen anderen Ländern der Welt.“ Einen Rücktritt lehnt Merz ab: „Es ist ganz offensichtlich, dass dieses Wahlergebnis für uns aufgearbeitet werden muss.“ Man müsse „zu einem neuen Miteinander finden“ und sehr kurzfristig die Gespräche mit den Ministerpräsidenten über den Kurs und den Prozess der kommenden Wochen führen. Nötig seien „Stabilität und ein klarer Kurs“, wiederholte Merz wie am Wahlabend. Für die CDU stellten sich „grundsätzliche und auch sehr langfristige Fragen … Wir haben deshalb genau dies im Präsidium verabredet: dass wir darüber sprechen, dass wir darüber intensiv beraten, wo wir stehen, wo wir hinwollen und wo wir nicht bleiben können, so wie wir heute aufgestellt sind.“ – Wie viele Worte man doch aufwenden kann für ein blindes und/oder feiges Weiter so.
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