Es stimmt, der Iran ist nicht nur groß, aber auch durch Gebirge besonders geschützt. Man könnte jedoch leicht übersehen, dass der größte Anteil iranischen Öls in der Provinz Khuzestan – siehe Fadenkreuz – außerhalb des Schutzgürtels des Zagros (4409 m) Gebirges (siehe Karte) liegt.

Die Gebirgsfestung-Iran hat einen wunden Punkt

Von REDAKTION | Khuzestan umfasst den Großteil eines Gebietes, welches historisch gesehen dem antiken Elam zuzuordnen ist, dessen proto-elamische Zivilisation bis in das Jahr 3200 v. Chr. zurückreicht. Khuzestan zählt zu den ältesten Zivilisationen des Irans, die östlich der Sumer gelegen, noch vor der elamischen Keilschrift sogar ein frühes bronzezeitliches Schriftsystem in Verwendung hatte.

Wie die Karte im Titelbild zeigt, wird der Iran im Norden gegen das Kaspische Meer vom Alborz-Gebirge (5609 m) geschützt, während im Südwesten das Zagros-Gebirge für einen Schutzwall sorgt. Der Süden und Osten sind ebenso von Gebirgsketten durchzogen. Diese besondere Topographie des Irans hat verschiedene Kulturen, autonome Völker und Sprachen auf seinem Territorium hervorbringen lassen. Jene Völker-Vielfalt jedoch versuchen inzwischen die Angreifer-Staaten des Westens für ihre Zwecke zu instrumentalisieren und beispielsweise für Revolutionen am Reißbrett, entwickelt und gemacht von ihren westlichen Diensten, schamlos auszunützen:

So versuchten besagte Drahtzieher schon im Januar 2026 mit Hilfe irakischer Kurden im Iran einen Bürgerkrieg anzuzetteln!

In und um Khuzestan konzentriert sich Irans Ölförderung samt Schiffsverladung | Quelle: Screenshot Aljazeera

Darüber hinaus befindet sich die Quelle höchster wirtschaftlicher Wertschöpfung mit dem Großteil iranischer Erdölförderung – über geschätzt 85% am Gesamtanteil – zusammen mit der dazugehörigen Export-Infrastruktur in der flachen Ebene am Persischen Golf – an der Grenze zum Irak:

Doch jenes Gebiet atlantischer Finanz-Begierden liegt in der Provinz Khuzestan jenseits des schützenden Zagros Gebirges!

Dazu kommt vorgelagert der iranischen Küste die 23 km2 große Insel Khark, über die im Jahr 2012 die Verladung von noch 98% der iranischen Rohölexporte zentral erfolgte:

Insel Khark mit Öl-Terminal als zentraler Verlade- & Knotenpunkt vor der Küste | Quelle: Karte Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported & Terminal: National Iranian Oil Company, Public domain, via Wikimedia Commons

Der Irak-Iran Krieg (1980 – 1988)

Irak-Iran Krieg (1980-1988) mit okkupierten Gebieten – violett (Irak) – gelb (Iran) | Quelle: Maximilian Dörrbecker (Chumwa), translations by flow jojo, CC BY-SA 2.5, via Wikimedia Commons

Am 22. September 1980 griff der Irak entlang einer 640 km langen Front den Iran an, wobei das Hauptziel der Invasion die Eroberung der iranischen Provinz Khuzestan war. Der Irak-Iran Krieg erstreckte sich über 8 Jahre mit über einer Million Gefallenen – die Mehrzahl davon auf iranischer Seite.

Hinter dem Irak standen die USA, welche den Irak nachrichtendienstlich, sowie mit Waffen und Krediten in Milliardenhöhe versorgte. Dazu gewährten Saudi-Arabien, Kuweit und die Vereinigten Arabischen Emirate und andere arabische Staaten dem Irak offen finanzielle Unterstützung. Auch die UdSSR versorgte den Irak mit Waffen.

Hinter dem Iran standen China, Syrien, Libyen, Nord-Korea und Israel. China war dabei der größte Waffenlieferant des Irans über die Jahre 1980 – 1988.

Dazu kommt, dass viele Staaten, doch wie üblich nur aus dem Hintergrund fernab jeder Öffentlichkeit, durchaus auch beide Kriegsparteien mit Kriegsgerät versorgen ließen, darunter die USA (siehe Iran-Contra Affäre), China sowie Spanien, Portugal und noch andere. Den entsprechenden „Bildungsauftrag“ für solches Verhalten umriss Henry Kissinger mit seinem Spruch: „It’s a pity they can’t both lose!“ [Wie schade, dass nicht beide verlieren können!]

Besondere Brisanz kam der Versorgung des Iraks mit Chemikalien zum Einsatz von Giftgas gegen den Iran zu. Die bekanntesten Substanzen, die von der irakischen Armee – als damals noch erklärter Schützling des Wertewestens – eingesetzt wurden, waren Organophosphat-Neurotoxine, bekannt als Nervenkampfstoffe Tabun, Sarin mit dem Hautkampfstoff Senfgas. Der weit verbreitete Einsatz von Giftgas durch den Irak gegen den Iran forderte am Ende ca. 50.000 Todesopfer und mehr als 100.000 Giftgasverletzte auf der iranischen Seite: Die Haupt-Täter-Staaten, die dank ihrer Drecksarbeiten …

 … dem Irak die verbotenen Chemiesubstanzen liefern ließen, waren vor allem USA, „Germany“, Niederlande und Frankreich!

 Dieses Verhalten – vermeintlich unentdeckt und „geheim“ – hat manche Staatschefs des Wertewestens bis heute noch mit großem Stolz erfüllt: Und sie können nicht genug davon kriegen, wie man sieht, indem sie vom perfekten Verbrechen träumen!

Der Krieg gegen den Iran heute durch USA/Israel und den NATO-Rest

 Die Vorgeschichte: Der Krieg des kollektiven Westens gegen Russland seit dem gewaltsamen Coup d’état in Kiew im Jahr 2014 lief nicht nach Plan, sondern zuletzt immer stärker aus dem Ruder: Der geplante Blitzsieg über den Donbass im Jahr 2022, gefolgt von der damit verbundenen strategischen Niederlage Russlands, mit der beabsichtigten Zerschlagung des Landes, blieb stecken und unrealisierbar:

Es bedeutete für den Westen eine Niederlage total!

Es hat die Lage der Koalition der Willigen in Folge in eine besondere finanzielle Schräglage gebracht bzw. die Probleme der kollektiven Angreifer-Staaten inzwischen fast unlösbar gemacht. Trotzdem versucht man unverzagt immer weiter zu machen:

Die Kurve der US-Staatsverschuldung weist stets nur nach oben | Quelle: Wikideas1, CC0, via Wikimedia Commons

Die finanzielle Situation nicht nur der USA, sondern der ganzen Nordischen-Allianz, ist mittlerweile zum Zerreisen gespannt!

Die Inbesitznahme russischen Auslands- (z.B. Lukoil) und Staatsvermögens reichen bei weitem nicht aus, um die finanziellen Löcher des Westens nur annährend stopfen zu lassen. Vor diesem Hintergrund sind die Angriffe auf Venezuela und die Angriffspläne des Westens auf den Iran zu verstehen. Denn, die Koalition der Verzweifelten weiß, dass ihr althergebrachtes Kolonialsystem auf Grundeis gelaufen ist und knapp vor dem endgültigen Aus jetzt steht:

Ohne neue Raubgüter – auch in Eurasien – könne man nicht wie bisher – ganz ungeniert weiter über seine Verhältnisse leben!

Der Raubzug gegen den Iran zur Inbesitznahme seiner lukrativsten Ressourcen erforderte jedoch die:

  • Enthauptung der iranischen Regierungsspitzen durch Brachialgewalt!
  • Zerschlagung des Irans in drei Teile: Neu-Kurdistan, Neu-Belutschistan und Iran!
  • Besitznahme mit militärischer Kontrolle von Khuzestan samt Straße von Hormus!

Der geplante Vernichtungskrieg gegen den Iran macht jedoch Bodentruppen erforderlich, z.B. durch kurdische Milizen, die auf Khuzestan angesetzt würden, wobei den Zuschauern des Westens der Überfall als «Aufstand» gegen das nicht west-kompatible Regime des Irans dank atlantischen Massen- & Kartellmedien verkauft werden würde.

Dabei käme die Topographie mit nur einer Handvoll von Nachschub-Verkehrsadern über das Zargos-Gebirge den Angreifern zugute, indem die logistischen Nadelöhre durch das Gebirge es dem Iran sehr erschweren würden, ausreichend Nachschub in der erforderlichen Zeit für sein Militär herbeizuschaffen.

Während die Kämpfe in flachen Küstengebieten vorwiegend Stellvertreter-Kräfte zu führen hätten, würde die US-Airforce versuchen, den iranischen Nachschub auf den wenigen und leicht angreifbaren Verkehrs-Nachschubwegen über das Zargos-Gebirge aus der Luft her zum Erliegen zu bringen.

Nach der verpatzten Generalprobe im Januar könnten die kollektiven Aggressoren des Westens in einem neuen Anlauf versucht sein, neben den Kurden, noch diverse andere Volksgruppen für einen Bürgerkrieg aufzuwiegeln. Eine solche Taktik könnte Teheran vor Probleme stellen, indem das Innere des Landes aus der Luft niedergehalten und zerstört werden würde, während an der schwer zugänglichen Peripherie die Bodenkämpfe tobten:

Doch das wäre genau dort, wo die wertvollsten Bodenschätze des Irans – Öl und die zweitgrößten Gasreserven hinter Russland – in ihrer Gesamtheit nach wie vor liegen!

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Dazupassend die Analyse von UNSER MITTELEUROPA von heute:

Entscheidet sich heute wirklich, ob Trump den Iran angreift?




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