Was wie Science-Fiction klingt, wird einmal mehr bald zur Realität. Die Rede ist hierbei um den kommenden Mobilfunkstandard 6G, der soll nicht nur Daten übertragen können, sondern gleichzeitig auch wie ein Radar funktionieren.

Neuer Technologie-Standard ISAC

Mit der neuen Technologie namens ISAC (Integrated Sensing and Communication) werden Antennen künftig Abstände, Geschwindigkeiten und Bewegungsmuster erfassen können. Das Besondere daran ist, dass funkfähige Geräte, vom Smartphone bis zur Basisstation diese Aufgabe nebenbei übernehmen werden.

Wie Forschung und Wissen meldete, hat die deutsche Datenschutzkonferenz per 17. Juni 2026 ein Positionspapier beschlossen, das die Tragweite dieser Technik beschreibt. Das „Problem“ für Jedermann ist dabei, dass eine flächendeckende Funk-Sensorik jeden erfasst, der sich in dessen Bereich aufhält und dabei ist es völlig egal, ob mit oder ohne Handy.

Atmung und Herzschlag analysierbar

Demnach lassen sich mit maschinellem Lernen sogar einzelne Personen am Gang erkennen und Gesten sowie Gesichtsmerkmale ableiten. Also jedes funkfähige Gerät, vom Smartphone bis zur Basisstation, könnte diese Aufgabe ganz nebenbei übernehmen. Diese Technik kann sogar durch Wände hindurch Menschen erkennen und deren Atmung sowie Herzschlag analysieren. Deutschland hat die 6G-Entwicklung mit rund 700 Millionen Euro vorangetrieben, der Start wird um 2030 erwartet.


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