Wer auch immer aus welchen Motiven Werke, Worte, Witze unterdrücken will, zeigt damit seine Schwäche – und umgekehrt: Wer gelassen hinnimmt, demonstriert seine Stärke. Als Friedrich II. von Preußen durch Berlin ritt, bemerkte er an einer Hauswand ein gegen ihn gerichtetes Pamphlet. Er empfahl, man möge es tiefer hängen, damit alle etwas davon hätten. So spricht der souveräne Souverän. Andere, nicht ganz so freigeistige Herrscher, störten sich nicht persönlich an Texten, meinten aber, die Untertanen dürften derlei nicht zu Gesicht bekommen. »Vortrefflich, ganz vortrefflich!«, rief angeblich Fürst Klemens Wenzel Lothar von Metternich, als er in Heinrich Heines Deutschland. Ein Wintermärchen blätterte: »Muss man sofort verbieten.«

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