Von  WOLFGANG HÜBNER | Es ist eine historische Wende: An diesem Freitag finden in vielen Orten der Bundesrepublik Schülerkundgebungen gegen die geplante Wiedereinführung der Wehrpflicht statt. Damit bekommt die einige Zeit so populäre Parole „Fridays-For-Future“ der erschöpften Klimabewegung einen völlig neuen Sinn und politische Sprengkraft. Denn zumindest Teile der Jugend bekunden nun ihren Unwillen, sich die Soldatenuniform für die Interessen all jener unverantwortlichen Kriegstreiber und Militarisierungsprofiteure anzuziehen, die derzeit die Regierungsgewalt in Deutschland haben.

Wenn es nach einem leider nicht unbedeutenden Teil der AfD-Spitzen im Bund und den Ländern gegangen wäre, hätte man diesen berechtigten Protest allein der Linkspartei und dem BSW zur politischen Ausbeute überlassen. Es ist vor allem Björn Höcke, AfD-Vorsitzender in Thüringen, zu verdanken, dass es soweit nicht kommen wird. Mit einer eindrucksvollen Rede im Erfurter Landtag am Mittwoch hat Höcke noch einmal begründet, warum zumindest sein Landesverband den Linken dieses Zukunftsfeld im politischen Streit energisch streitig macht.

Höcke sprach von „Dragqueen-Auftritten in Kindergärten, die Deindus­trialisierung, die Plünderung der Sozialversicherungssysteme, die mit Betonmauern gesicherten Lichterfeste, die früher mal Weihnachtsmärkte hießen“, und verurteilte die Massenzuwanderung, die junge Männer zu Fremden im eigenen Land mache. Erst müsse das Land wieder ein Staat der Deutschen werden, bevor ein junger Mann „zwangsweise wieder in Uniform antreten soll“.

Als vierfacher Vater und ehemaliger Vertrauenslehrer kann der AfD-Politiker mit einem Höchstmaß an Glaubwürdigkeit die Sorgen und Nöte der jungen Generation zur Sprache bringen. Das hat seiner Partei in Thüringen längst den Spitzenplatz in der Beliebtheit bei jungen Wählern gesichert. Allerdings ist auch klar, mit welchem Unbehagen nicht nur die politischen Gegner, sondern auch der rührige „Soldaten“-Flügel in der AfD Höckes Kurs verfolgt (siehe Rede von Rüdiger Lucassen bei 4:20 min):

Und selbstverständlich wird ihm von der parteiübergreifenden Kriegspartei in der deutschen Politik „mangelnder Patriotismus“ vorgeworfen. Davon wird sich Björn Höcke nicht beirren, davon sollte sich die gesamte AfD nicht negativ beeinflussen lassen. Sinnvoll über Wehrpflicht und bewaffnete Landesverteidigung kann erst dann diskutiert werden, wenn nicht fremde Interessen, die Kurse der Rüstungsunternehmen oder ein von Russenhass getriebener BlackRock-Kanzler Pflicht und Opfer der jungen Generation abverlangen.


Wolfgang Hübner.
Wolfgang Hübner.

PI-NEWS-Autor Wolfgang Hübner schreibt seit vielen Jahren für diesen Blog, vornehmlich zu den Themen Geopolitik, Linksfaschismus, Islamisierung Deutschlands und Meinungsfreiheit. Der langjährige Stadtverordnete und Fraktionsvorsitzende der „Bürger für Frankfurt“ legte 2016 sein Mandat im Frankfurter Römer nieder. Hübner ist über seine Facebook-Seite und seinen Telegram-Kanal erreichbar. Seine politische Biographie „Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom“ ist im Engelsdorfer-Verlag, 226 Seiten, ISBN 978-3-69095-029-9, 24,80 Euro, erschienen.

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