Laut den Umfragen hat die AfD ihren Abstand zu den Regierungsparteien deutlich vergrößert. Im jüngsten „Sonntagstrend“ des Forschungsinstituts Insa erreichte die AfD 29 Prozent, während die Union bei 22 Prozent landete. Bei Forsa kommt die AfD auf 27 Prozent, bei YouGov auf 28 Prozent.
Der Insa-Chef Hermann Binkert erklärte im Focus-Interview, die Leute seien maximal unzufrieden mit der Bundesregierung. Davon profitiere die stärkste oppositionelle Partei am stärksten. Trotzdem habe die Union nach wie vor ein Wählerpotenzial von bis zu 36 Prozent. Die Union müsse jetzt für sich entscheiden, ob sie den Anspruch habe, wieder stärkste Kraft im Lager rechts der Mitte zu werden. Wenn sie diese Stellung an die AfD abgebe, dann könne sie ihre Stellung als liberal-konservative Volkspartei nicht mehr halten, meinte Binkert.
Auch die SPD verliert in der Insa-Umfrage einen Prozentpunkt und liegt nun bei 12 Prozent. Union und SPD zusammen erreichen damit 36 Prozent. Die Grünen kommen auf 14 Prozent. Die Werte für Linke (10 Prozent), BSW (3 Prozent) und FDP (3 Prozent) sanken leicht.
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