Viktor Orbán trat auf einem von Fidesz organisierten Kommunalforum in Budapest auf. Im nachstehenden Auszug des Transkripts der Rede Orbáns, erklärt dieser, warum Ungarn nach zwei verlorenen Weltkriegen sich auf kein drittes Kriegsabenteuer mehr einlässt und auch nicht mitfinanziert.

Viktor Orbán: „Die drohende Gefahr für Europa geht
heute direkt von einer deutschen Kriegs-Troika aus!“

[…]

Ich möchte auch ein paar Worte über das Risiko verlieren, dem Ungarn ausgesetzt ist:

Das ist die unmittelbare Gefahr eines Krieges!

Es gibt keine Ortschaft, in der nicht ein Denkmal für die Gefallenen des Ersten – und Zweiten Weltkriegs steht. Sie verstehen, wovon ich spreche. Wir haben zwei Kriege verloren – gerade noch überlebt und mit Mühe diese durchgestanden. Ich glaube, einen dritten würden wir nicht überstehen, deshalb dürfen wir einen solchen auch nicht riskieren:

Ein Land, das in beiden [Welt-]Kriegen nur Niederlagen erlebt hat, darf keinen dritten Krieg riskieren!

Ich verstehe, dass es Länder gibt, die den ersten und den zweiten Krieg gewonnen haben. Ihre Verluste mögen vielleicht schon verblasst sein, nicht jedoch ihre Gewinne und das Nationalbewusstsein, typisch für Sieger. Aber wir zählen nicht zu solchen Ländern: Wir haben beide [Weltkriege] verloren und schätzen das Risiko eines [weiteren] Krieges sorgfältiger als die Sieger ab. Die Tatsache, dass wir beide Kriegen verloren haben, verpflichtet uns auch moralisch.

Wir müssen unsere Stimme erheben und den Siegerstaaten laut und deutlich zurufen, dass ein Krieg insgesamt nur Verluste bringe und dass Ungarn deshalb klar an seiner Friedenspolitik festhalten werde, um nicht neben unseren Denkmälern der beiden Weltkriege, …

… noch ein drittes errichten zu müssen!

Wer glaubt, dass ich übertreibe, den möchte ich darauf aufmerksam machen, dass der Krieg, von dem wir sprechen, gerade in einem Nachbarland stattfindet… Ich spreche von der direkten Bedrohung durch einen Krieg in einem Nachbarland. Ein Blick ins Internet kann zeigen, wie die Ost-Ukraine, noch vor 2015 – im Vergleich zu heute – ausgesehen hat. Man wird schockiert sein und genau davon spreche ich. Das ist kein Kinderspiel und wirft Fragen auf, wie:

💥Wohin führt dieser Krieg?

💥Wie weit geht der Krieg?

💥Wie nah kommt der Krieg zu uns?

💥Geraten wir in diesen Krieg hinein?

Es handelt sich um eine unvorhersehbare und unberechenbare Dynamik, der wir uns von Anfang an entgegenzustellen haben und trotz bester Absichten, nicht vom Strudel der Ereignisse mitgerissen und zu Fall gebracht zu werden, um uns in einer bereits bestehenden kriegslustigen Gemeinschaft wiederzufinden:

Diese nennt sich in Europa „die Koalition der Willigen”, welche auch Ungarn in den Krieg hineinziehen möchte!

Natürlich gilt für „die Koalition der Willigen“ derzeit noch, dass Ukrainer bereit sein müssen, für die Ukraine zu sterben. Aber, wie die Führung bereits beschlossen hat und offen verlauten lässt, sollen früher oder später auch Truppen in die Ukraine entsandt werden, angeblich zur Friedenssicherung:

Die europäische Erfahrung zeigt jedoch, dass europäische Friedenssicherungstruppen immer zu Kriegstreibern werden!

Deshalb rate ich Ungarn dringend davon ab, im Rahmen einer europäischen Friedenssicherung Truppen außerhalb seiner Grenzen stationieren zu lassen! Doch es wird nicht reichen, sich aus dem Krieg herauszuhalten:

Liebe Freunde, wir müssen uns auch aus der Finanzierung des Krieges heraushalten. Wir könnten noch so klug verbindliche und freiwillige Aufgaben und Befugnisse festlegen und noch so geschickt lavieren: So wie unser Geld in die Ukraine fließen würde und wir uns nicht aus der Finanzierung des Krieges heraushalten könnten, ginge auch unser noch so gut durchdachtes neues System der Kommunalverwaltung den Bach hinunter. Denn dafür braucht es Geld. Doch es gibt nur so viel Geld, wie die ungarische Wirtschaft erwirtschaften kann.

Falls unsere Mittel in die Ukraine abfließen würden, würde es bei uns fehlen. Einen Forint kann man nicht an zwei Orten zugleich ausgeben. Entweder geben wir das Geld in Kiew oder in Budapest aus – das sagt die Logik:

Deshalb haben wir uns auch aus der Finanzierung des Krieges herausgehalten!

Viktor Orbán demaskiert die EU-Kriegspolitik unter der Kriegs-Troika ihrer Führer | Screenshot: Video Rede Viktor Orbán 19.1.2025 Budapest, Fidesz-Forum

Da wir nun schon einmal hier versammelt sind, müssen wir auch offen darüber sprechen, dass die drohende Gefahr für Europa heute direkt von einer deutschen Kriegs-Troika ausgeht – von einer deutschen Kriegs-Troika, bestehend aus:

  • der EU-Kommissionspräsidentin, die Deutsche ist!
  • dem Parteivorsitzenden der größten Fraktion des EU-Parlaments, der Deutscher ist!
  • dem deutschen Bundeskanzler!

Diese drei Personen bestimmen heute Europas Kriegspolitik!

Herr [Manfred] Weber [EVP Fraktions- & Parteivorsitzender] selbst ist der größte Kriegstreiber. Diese deutschen Kriegstreiber haben als ihren eigenen Stützpunkt in Ungarn die Tisza Párt (politische Partei und Opposition zum Fidesz Bürgerbund von Viktor Orbán in Ungarn), die selbst Mitglied der Europäischen Volkspartei [EVP im Europa Parlament] ist:

Das ist ihre Kriegspartei, die Brüssel in Ungarn vertritt!

Tisza Párt  stimmt immer und hat immer [für Brüssel] gestimmt. Sie wird auch in Zukunft das tun, was Brüssel bestimmt, einschließlich die Fortsetzung des Krieges.

Brüssel hat bisher 192 Milliarden Euro in der Ukraine versenkt und will nun weitere 90 Milliarden Euro an Krediten nachschießen. Ungarn ist daran nicht beteiligt, aber sie lassen nicht locker. Am Donnerstag treffen wir uns wieder in Brüssel. Wir dürfen nicht nur einmal außen vor bleiben, sondern müssen das jede Woche wiederholen.

Ich möchte anmerken, dass die Überweisung von 90 Milliarden Euro an die Ukraine genügend Mittel für zwei Jahre Kriegsführung bedeutet. Die Zahl der Kriegsopfer ist bekannt: Man muss davon ausgehen, dass jede Woche an der ukrainischen Front Menschen sterben. Die Opfer beider Seiten zusammen belaufen sich auf rund 9.000 Menschen, die jede Woche sterben oder kriegsversehrt werden:

9.000 pro Woche, das sind 36.000 Menschen im Monat!

Das muss man für das Jahr mit 12 multiplizieren: Jedes Jahr sterben oder werden kriegsversehrt rund 432.000 weiße Christen unserer Nachbarschaft. Das sind 864.000 in zwei Jahren. Wenn also die ehrenwerten Kriegstreiber in Brüssel entscheiden, 90 Milliarden Euro nachzuschießen, wird das 864.000 Kriegsversehrte oder Tote in der Nachbarschaft Ungarns erzeugen.

Meine Damen und Herren, da Brüssel kein Geld hat, weil die europäische Wirtschaft, wie man weiß, aus verschiedenen Gründen niedergeht, gibt es nur eine Lösung, um solche Mittel an die Ukraine zu überweisen: Man hat einen Kredit aufzunehmen, was von der EU geschieht. Wenn wir uns daran beteiligt hätten, hätten auch wir einen [Teil] dieses Kredits übernehmen müssen [Anmerkung der Redaktion: Tschechien und Slowakei stiegen auch aus.]

Wie man weiss, werden die Ukrainer besagten Kredit niemals zurückzahlen können!

Folglich werden die Gläubiger das alles wieder selbst zurückzuzahlen haben: Das bedeutet, dass unsere Kinder und Enkelkinder den aktuellen Betrag, mit den Brüssel den Krieg in der Ukraine finanziert, zurückzuzahlen haben. So wird die Zukunft der europäischen Kinder und Enkelkinder verspielt. Da müssen wir uns heraushalten.

Wir haben uns aus der Zerstörung, Verwüstung, wie auch der Finanzierung des Krieges in der Ukraine heraushalten, damit auch unsere Kinder und Enkelkinder in finanzieller Hinsicht noch eine Zukunft haben!

[…]

Übersetzung: UNSER-MITTELEUROPA

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  • Viktor Orbán im Interview „Brüssel will Krieg, Ungarn will Frieden!”: HIER
  • Viktor Orbán spricht Klartext zum Kriegskurs der EU: HIER

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