Mehrere Menschen kamen ums Leben, als zwei jugendliche Täter am Montag vor einem islamischen Zentrum in San Diego, Kalifornien, ohne Vorwarnung das Feuer eröffneten. Der zuständige Polizeichef bestätigte die Zahl von drei Todesopfern, darunter ein Wachmann des Islamischen Zentrums. Genauere Angaben zur Zahl von möglichen Verletzten liegen laut US-Medien nicht vor. Der Attentatsort erstreckt sich über mehrere Häuserblöcke. In dem Gebäudekomplex im Stadtteil ‌Clairemont ist neben ​der größten Moschee der Region auch eine ⁠Schule ​untergebracht. Die beiden jungen Männer im Alter von 17 und 18 Jahren sollen sich nach ihrer Tat unweit des Zentrums selbst erschossen haben. 

Zwei jugendliche Verdächtige wurden in einem Auto in der Nähe des Tatorts tot aufgefunden. Laut Angaben der Ermittler gegenüber US-Medien waren sie an selbst zugefügten Schussverletzungen gestorben. Auf einer der Waffen waren laut CNN-Informationen „hasserfüllte Parolen gekritzelt“, wie Behördenvertreter dem Sender mitteilten. Der Polizeichef betonte vor Journalisten, dass die Einsatzkräfte zuvor keine Schüsse abgegeben hätten.

Bei den Todesschützen handele es sich um den 17-jährigen Cain Clark und den 18-jährigen Caleb Velasquez, wie eine Polizeiquelle gegenüber der New York Post angab. In dem Auto wurden demnach antiislamische Schriften gefunden, „und mindestens einer der Verdächtigen hatte eine Schusswaffe aus dem Haus seiner Eltern entwendet und dabei einen Abschiedsbrief hinterlassen, der Passagen über Rassenstolz enthielt“, so der NYP-Artikel weiter.

Zum Verlauf der Ermittlungen erklärte Wahl, der Polizeichef von San Diego, vor Journalisten, dass sich die Mutter eines der Verdächtigen etwa zwei Stunden vor dem Angriff an die Polizei gewandt habe. Sie habe demnach der Polizei geschildert, ihr Sohn sei „selbstmordgefährdet“. Zudem seien mehrere Waffen aus dem Privatbesitz und ihr Fahrzeug entwendet worden.

Daraufhin sei die Polizei zunächst in einem Gebiet um die Highschool eingesetzt worden, auf der einer der beiden Attentäter Schüler gewesen sei. Im Verlauf der Suchaktion sei dann der Notruf wegen des Schusswaffenangriffs am islamischen Zentrum eingegangen, woraufhin eine größere Zahl von Einsatzkräften alarmiert wurde. Ein Zeuge sagte dem Sender CBS News, er habe „etwa 30 Schüsse gehört und daraufhin die Polizei verständigt“. Die Polizei traf laut Medien innerhalb von vier Minuten nach dem Notruf ein. 

Als die Beamten dann am Tatort eintrafen, fanden sie bereits vor dem Zentrum drei Erwachsene tot vor, so der Polizeichef von San Diego laut Los Angeles Times. Einer von ihnen war der Wachmann des Zentrums, „dessen Handeln Leben gerettet hat“, so weitere Darlegungen seitens des Polizeichefs. Die Moschee liegt in einem Wohngebiet, knapp 15 Kilometer nördlich der Innenstadt von San Diego. Weiter heißt es im LAT-Artikel:

Während die Beamten das Zentrum durchsuchten und von Tür zu Tür gingen, um nach einem Schützen zu suchen, gingen bei der Polizei weitere Meldungen über Schüsse ein, die mehrere Häuserblocks entfernt zu hören waren.“

Rund 800 Meter südlich des Zentrums meldete dann ein Gartenarbeiter der Stadt, dass auf ihn geschossen worden sei, er jedoch keine Verletzungen davongetragen habe. Nach Ankunft von Polizeikräften wurden dann in einer anderen Straße schließlich die beiden Verdächtigen durch Beamte in dem Auto tot aufgefunden.

Die Polizei behandelt den Angriff den Angaben zufolge, aufgrund der vorgefundenen Indizien, bis auf Weiteres als ein Hassverbrechen, da es sich zudem bei dem Attentatsort um eine religiöse Einrichtung handle. Die Bundespolizei (FBI) wurde ebenfalls eingeschaltet.

Der kalifornische Gouverneur und Demokrat Gavin Newsom ließ nach Bekanntwerden des Attentats auf X mitteilen, dass „Hass in Kalifornien keinen Platz hat“.

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