Die US-Luftwaffe hat für das Haushaltsjahr 2027 insgesamt 2,2 Milliarden US-Dollar für die Entwicklung eines neuen „Doomsday“-Flugzeugs E-4C beantragt. Somit werden umgangssprachlich die sogenannten Weltuntergangsflieger bezeichnet, die für den Ernstfall bestimmt sind. Das geht aus den veröffentlichten Haushaltsunterlagen des Verteidigungsministeriums hervor.

Der beantragte Betrag liegt um 23,2 Prozent über den Mitteln, die für das Programm im laufenden Jahr vorgesehen sind. Der Kostenanstieg wird vor allem mit einer deutlichen Ausweitung der Entwicklungs- und Testarbeiten begründet.

Das neue Flugzeug soll die alternde E-4B-Flotte ersetzen. Wie seine Vorgänger wird auch das E-4C gegen die Auswirkungen von Nuklearexplosionen und elektromagnetischen Impulsen geschützt sein. Sollte es in einem militärischen Konflikt zur Zerstörung bodengebundener Kommandozentralen kommen, könnten der US-Präsident, der Verteidigungsminister sowie weitere hochrangige Regierungs- und Militärvertreter von Bord des Flugzeugs aus die Führung der Streitkräfte aufrechterhalten.

Mit der Entwicklung des neuen Luftfahrzeugs wurde der Rüstungskonzern Sierra Nevada Corporation beauftragt. Die Hauptphase der Entwicklung soll bis Ende 2031 andauern. Darüber hinaus plant das Pentagon, rund drei Milliarden US-Dollar in die Modernisierung der Infrastruktur einer Luftwaffenbasis zu investieren. Weitere 5,4 Milliarden US-Dollar sind für die Beschaffung der fertigen Flugzeuge vorgesehen, die ab 2029 beginnen soll. 

Die jetzigen E-4B-Flugzeuge sind seit den 1970er Jahren im Dienst der US-Luftwaffe und basieren auf der Boeing-747-Plattform. Die Maschinen dienen als fliegende Kommandozentralen für den Fall eines Nuklearkriegs oder anderer nationaler Notlagen.

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