Die USA sind nicht bereit, wirtschaftliche Zugeständnisse oder andere Vereinbarungen mit Russland zu erörtern, solange der militärische Konflikt in der Ukraine nicht zu Ende ist. Wie die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf Quellen berichtet, wurde dies nach einem bilateralen Treffen zwischen US-Finanzminister Scott Bessent und dem russischen Finanzminister Anton Siluanow bekannt.
Demnach unterbrach Bessent den russischen Finanzminister, als Siluanow versuchte, Bereiche gemeinsamer Interessen anzusprechen. Der US-Finanzminister sagte:
„Solange der Konflikt nicht beendet ist, ist nichts möglich.“
Das Treffen zwischen Bessent und Siluanow ereignete sich in der US-amerikanischen Stadt Asheville am Rande der G20-Sitzung. Ein Vertreter des US-Finanzministeriums habe das Treffen der Financial Times (FT) zufolge als produktiv bezeichnet. Im Mittelpunkt habe nach Angaben eines US-Beamten, der anonym bleiben wollte, der Friedensplan von Präsident Donald Trump für die Ukraine gestanden. Das russische Finanzministerium teilte zudem mit, beide Seiten hätten die Zusammenarbeit Russlands und der USA im Bereich Finanzen sowie im Rahmen der G20 besprochen.
Siluanow habe erstmals seit gut vier Jahren persönlich vor Ort am Treffen der Finanzminister und Zentralbankgouverneure der G20 teilgenommen, was für großen Unmut unter den anderen Ministern gesorgt habe. Informationen der FT zufolge wurde sogar das „Familienfoto“ ohne den russischen Finanzminister aufgenommen, da sich mehrere hochrangige europäische Vertreter geweigert hätten, ein gemeinsames Foto mit dem russischen Minister machen zu lassen.
Reuters zufolge habe Bundesfinanzminister Lars Klingbeil bei dem G20-Treffen erklärt, die Anwesenheit Siluanows habe ein „irritierendes“ Signal gesendet. Klingbeil sagte, er hätte sich von US-amerikanischer Seite eine deutlichere Erklärung dazu gewünscht, dass Siluanow nicht wie ein normaler Gast zu empfangen sei.
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