Im aktuellen zdf-Politbarometer der Forschungsgruppe Wahlen legen Grüne und Linke in der Wählergunst deutlich zu. Beide Parteien legen in der Sonntagsfrage im Vergleich zur Umfrage vor einem Monat um jeweils zwei Punkte zu und kommen nun auf 14 beziehungsweise 13 Prozent. Grüne und Linke überholen damit die SPD, die Grünen landen auf Platz drei.

Stärkste Kraft bleibt trotz eines Minus von einem Punkt die AfD mit 27 Prozent. CDU und CSU verlieren ebenfalls einen Punkt und landen bei 23 Prozent, die SPD gibt einen Punkt ab und fällt auf zwölf Prozent. Die FDP bleibt mit vier Prozent unter der Fünfprozenthürde.

Parallel fällt das Urteil über die schwarz-rote Bundesregierung und Kanzler Friedrich Merz verheerend aus. Nur 27 Prozent bewerten die Arbeit der Bundesregierung als „eher gut“, 68 Prozent als „eher schlecht“. Beim Kanzler selbst fällt die Bilanz noch schlechter aus: 27 Prozent halten seine Arbeit für „eher gut“, 70 Prozent für „eher schlecht“.

Auch die Koalition von CDU/CSU und SPD in der Bundesregierung wird überwiegend negativ gesehen. Insgesamt bezeichnen 71 Prozent sie als eher schlecht, nur 23 Prozent als eher gut. Selbst unter den Anhängern der Koalitionsparteien überwiegt die Kritik: Bei den CDU/CSU-Anhängern sagen 56 Prozent, die Zusammenarbeit sei schlecht, bei den Anhängern der SPD sind es 61 Prozent.

Nur 30 Prozent finden, die Reformen gingen eher in die richtige Richtung, 63 Prozent sehen das nicht so. Noch vernichtender fällt das Urteil bei der Verteilungsfrage aus: Lediglich zwölf Prozent halten die Belastungen der Reformen für gerecht verteilt, 81 Prozent widersprechen.

Nebenbei fragte das Politbarometer nach Jürgen Klopp als möglichem Bundestrainer. 48 Prozent fänden das gut, zwei Prozent schlecht, 47 Prozent ist es egal. Die deutsche Nationalmannschaft hat die Begeisterungsfähigkeit für einen Teil der Deutschen durch das Aus im Sechzehntelfinale bei der WM gegen Paraguay offenbar verringert.

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