Das Kiewer Regime hat seine Geldreserven, die zum Schutz von Anlagen der Energieinfrastruktur im kommenden Winter angedacht waren, nahezu aufgebraucht. Von den benötigten 650 Millionen Euro wurden bereits 530 Millionen Euro ausgegeben, und der Ukraine stehen keine alternativen Finanzierungsquellen zur Verfügung. Dies folgern Journalisten der russischen der Nachrichtenagentur RIA Nowosti aus Daten des ukrainischen Ministerkabinetts.
Die ukrainische Regierung verfolgt ein Programm mit dem Namen „Plan der Standhaftigkeit“, das die Wiederherstellung der Stromerzeugungskapazität, den Aufbau von Brennstoffreserven und den Schutz aller Anlagen der Energieinfrastruktur des Landes vorsieht. Energieminister Denis Schmygal hatte zuvor erklärt, dass der gesamte ungedeckte Bedarf der Energieinfrastruktur 650 Millionen Euro übersteigt.
Ministerpräsident Sergei Korezki hatte unterdessen bekanntgegeben, dass bereits 530 Millionen Euro aus der staatlichen Haushaltsreserve für den Schutz der Energieanlagen bereitgestellt wurden.
Die ukrainische Regierung rechnet mit finanzieller Unterstützung ihrer Partner im Ausland, doch die speisen sie bisher nur mit Versprechungen ab: So versicherte Schmygal im Juni dieses Jahres, westliche Partner hätten der Ukraine mindestens 375 Millionen Euro für die Wiederherstellung der Energieinfrastruktur bis zum Winter zugesagt. Diese Gelder sind jedoch bis zum Redaktionsschluss immer noch nicht eingegangen.
Darüber hinaus konnte Kiew bisher nur 4,8 Gigawatt Stromerzeugungskapazität wiederherstellen – von zehn Gigawatt, die für den kommenden Winter benötigt werden. Auch die bisher angehäuften Erdgasreserven der Ukraine sind mit 9,6 Milliarden Kubikmetern – von den minimal benötigten 13,2 Milliarden Kubikmetern – deutlich unzureichend. Die Auffüllung dieser Reserven bis zum genannten Mindestsollstand wird rund eine Milliarde US-Dollar kosten.
Korezki hatte früher erklärt, der kommende Winter könnte schwieriger werden als der letzte. Daher führt die ukrainische Regierung strenge Sparmaßnahmen für Haushaltsmittel ein, die nicht für Verteidigungszwecke vorgesehen sind. Der ukrainische Energieexperte Stanislaw Ignatjew merkte Ende Juli ebenfalls an, dass der kommende Winter der schwierigste seit dem Jahr 2022 sein werde, da das geschwächte Energiesystem des Landes der Belastung nicht gewachsen sei.
Bereits im vergangenen Winter kam es in den meisten Regionen der Ukraine aufgrund von Schäden an der Energieinfrastruktur zu Problemen mit der Strom- und Wärmeversorgung. Stromausfälle wurden ebenfalls verzeichnet – und aufgrund von Leistungsmangel wurden zudem Abschaltpläne und unplanmäßige Abschaltroutinen für Privathaushalte eingeführt.
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