Die S-400-Raketensysteme, die die Türkei zuvor von Russland erworben hatte, wurden an ein Land am Persischen Golf verkauft. Dies berichtet die regierungsnahe türkische Zeitung Hürriyet.
„Nach meinen Informationen wurden die S-400 an eine dritte Partei verkauft. Das Geschäft wird heute (Freitag) bekannt gegeben. Die S-400-Systeme werden an ein Land am Persischen Golf übergeben. Gestern wurden Anstrengungen unternommen, bestimmte offene Fragen zu klären, die Berichten zufolge bis Mitternacht gelöst wurden. In diesem Zusammenhang wurden die Vereinigten Arabischen Emirate und Katar als mögliche Käufer genannt, aber es ist besser, eine offizielle Erklärung abzuwarten“, schreibt Hürriyet-Kolumnist Abdulkadir Selvi.
Die Türkei bemüht sich Berichten zufolge um die Zustimmung Russlands, ihre S-400-Luftabwehrsysteme an ein Drittland zu verkaufen.
Nach dem NATO-Gipfel in Ankara schien für Recep Tayyip Erdoğan festzustehen, dass die türkische Luftwaffe bald mit einem der modernsten Kampfjets aufgerüstet wird, die die USA herstellen. „Wir haben die Zusage für fünf F-35 erhalten“, sagte der türkische Präsident bereits am Dienstag.
Die Türkei hatte 2017 in einem Geschäft im Wert von 2,5 Milliarden US-Dollar vier Batterien des russischen Luftabwehrsystems S-400 gekauft. Im Oktober 2019 teilte der russische Rüstungsexporteur Rosoboronexport (Teil des staatlichen Konzerns Rostec) mit, dass die Systeme ausgeliefert worden seien.
Nach der Unterzeichnung des Vertrags mit Russland über die Lieferung eines S-400-Regiments wurde die Türkei aus dem US-Programm zur Entwicklung des F-35-Kampfjets ausgeschlossen.
In seiner erstem Amtzeit schloss die Trump-Regierung die Türkei wegen des Kaufs des russischen Luftabwehrsystems S-400 aus dem Programm aus. Die Begründung: Das System müsse über dasselbe Netzwerk wie die F-35 laufen und könnte Russland sensible Daten über den Jet liefern.
Israel befürchtet, seine Luftüberlegenheit in der Region zu verlieren. 2016 war Israel das erste Land außerhalb der USA gewesen, das die F-35 eingesetzt hatte, und ist bis heute das einzige im Nahen Osten. Das Modell F-35I des Rüstungskonzerns Lockheed Martin passte Israel gemeinsam mit den US-Amerikanern an die israelischen Anforderungen an: Flügelteile und Pilotenhelme fertigt der israelische Rüstungskonzern Elbit Systems mit.
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