Ein amerikanisches Lazarettschiff soll der Versorgung von Kranken dienen, die aus amerikanischer Sicht medizinisch nicht ausreichend versorgt wären und keine Hilfe bekämen, schrieb der US-Präsident auf seiner Plattform Truth Social.
„Tolles Schiff“ sei bereits „auf dem Weg“
Gott sei Dank gibt es noch gute Menschen auf dieser Welt und es ist schön, wenn Amerika sich plötzlich um eine ausreichende medizinische Versorgung von Kranken oder Verletzen kümmern will – nur leider nicht im eigenen Land, wo man bekanntlich ohne eine teure Versicherung in Kliniken zumeist gar nicht erst aufgenommen wird. Dass diese neu entdeckte Humanität ausgerechnet einem Land zugutekommen soll, wo die medizinische Versorgung kostenlos ist wirft schon einige Fragen auf. Oder?
Dementsprechend fiel die Reaktion der dänischen Regierungschefin Mette Frederiksen aus. Ohne die USA direkt zu erwähnen schrieb sie auf Facebook:
Sie sei „glücklich, in einem Land zu leben, wo der Zugang zur Gesundheitsversorgung kostenlos und für alle gleich ist und wo nicht Versicherung oder Vermögen darüber entscheiden, ob man eine angemessene Behandlung erhält“.
Grönland beantworte das Angebot mit „Nein, danke“
Grönlands Regierungschef Jens-Frederik Nielsen erklärte am Sonntag, dass die Menschen auf Grönland keine medizinische Hilfe aus dem Ausland bräuchten.
„Präsident Trumps Idee, ein US-Lazarettschiff nach Grönland zu schicken, ist uns bekannt“, schrieb der Regierungschef auf Facebook und betonte ebenfalls, dass es in Grönland bereits eine kostenlose Gesundheitsversorgung für alle gäbe.
„Die Bevölkerung von Grönland erhält die Gesundheitsversorgung, die sie braucht“, betonte auch der dänische Verteidigungsminister Troels Lund Poulsen im Sender DR. Die medizinische Versorgung finde entweder in Grönland selbst oder durch Spezialisten in Dänemark statt, es bestehe keinerlei Bedarf für medizinische Hilfe durch andere Staaten.
Fünf Krankenhäuser und kostenlose medizinische Versorgung
In Grönland gibt es über fünf Krankenhäuser, in denen auch Ärzte aus Dänemark arbeiten. Die Gesundheitsversorgung in dem autonomen Gebiet ist wie in ganz Dänemark kostenlos – im Gegensatz zu den USA. Anfang Februar wurde zwischen Grönland und Dänemark zudem eine Vereinbarung über eine verbesserte Versorgung grönländischer Patienten in dänischen Kliniken unterzeichnet.
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