Der große deutsche Schauspieler Mario Adorf ist im Alter von 95 Jahren verstorben. Wie sein Management sowie die Filmagentur Reinholz bestätigten, starb er am Mittwoch in seiner Wohnung in Paris. Laut Mitteilung sei er nach kurzer Krankheit friedlich eingeschlafen.
Der Schauspieler Mario Adorf ist im Alter von 95 Jahren gestorben
Ein Rückblick auf das Leben und die Karriere der deutschen Filmlegende
Noch zu Lebzeiten hatte Adorf seinem langjährigen Manager Michael Stark ausrichten lassen, dass er seinem Publikum für die jahrzehntelange Treue danken möchte.
Von REDAKTION | Über viele Jahrzehnte hinweg prägte Adorf die deutsche und internationale Film- und Fernsehlandschaft wie nur wenige andere. In mehr als 200 Rollen zeigte er eine beeindruckende Bandbreite – vom gefürchteten Schurken bis zum vielschichtigen Charakterdarsteller. Produktionen wie „Allein gegen die Mafia“, „Der große Bellheim“, „Der Schattenmann“ oder „Die Affäre Semmeling“ zählen zu den Klassikern einer Fernsehära, die noch echte „Straßenfeger“ hervorbrachte.
Auch politisch und kulturell wurde sein Tod als großer Verlust gewürdigt. Kulturstaatsminister Wolfram Weimer bezeichnete Adorf als Schauspieler von Weltruf, der durch Authentizität, Präsenz und künstlerische Vielseitigkeit überzeugte. Bundestagspräsidentin Julia Klöckner hob hervor, dass Adorf zu den bedeutendsten Schauspielern Deutschlands zähle und Generationen geprägt habe.
Geboren wurde Mario Adorf am 8. September 1930 in Zürich unter schwierigen Umständen. Als uneheliches Kind wuchs er in einfachen Verhältnissen auf, kämpfte sich jedoch mit großer Entschlossenheit nach oben. Nach seiner Schauspielausbildung erhielt er ein Engagement an den Münchner Kammerspielen, bevor er bald erste Filmrollen übernahm. Seinen Durchbruch feierte er 1957 mit dem Film „Nachts, wenn der Teufel kam“, in dem er den Serienmörder Bruno Lüdke verkörperte.
In den folgenden Jahren wurde Adorf häufig auf Rollen des Bösewichts festgelegt. Besonders in Erinnerung blieb seine Darstellung des Schurken Santer im Film „Winnetou“ (1963), in dem er die Figur Nscho-tschi erschießt – eine Szene, die ihm damals sogar Ablehnung beim Publikum einbrachte.
Doch Adorf ließ sich nicht auf ein Rollenbild reduzieren. In den 1960er-Jahren startete er eine internationale Karriere und lebte zeitweise in Rom, wo er in zahlreichen italienischen Produktionen mitwirkte und das „Dolce Vita“ genoss. Auch Angebote aus Hollywood erreichten ihn, doch eine zu starke Typisierung lehnte er bewusst ab.
Eine künstlerische Neuorientierung gelang ihm in den 1970er-Jahren mit dem Neuen Deutschen Film. Unter der Regie von Volker Schlöndorff spielte er unter anderem in „Die verlorene Ehre der Katharina Blum“ sowie in der Oscar-prämierten Verfilmung „Die Blechtrommel“. Später überzeugte er auch in Werken von Helmut Dietl, etwa im Film „Rossini“ oder in der Kultserie „Kir Royal“, in der er als Generaldirektor Haffenloher eine legendäre Rolle schuf.
Auch privat war Adorf eng mit der Schauspielwelt verbunden: Er war Vater der Schauspielerin Stella Maria Adorf, die aus seiner Ehe mit Lis Verhoeven hervorging. Mit Mario Adorf verliert die Filmwelt einen der prägendsten Schauspieler des 20. Jahrhunderts. Sein Werk bleibt – ebenso wie seine unverwechselbare Präsenz – unvergessen.
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