Die Wahlbeteiligung in der zweitgrößten Stadt Österreichs (345.000 Einwohner) lässt erahnen, wie nachhaltig die Bewohner von Graz von den meisten Politikern enttäuscht sind: Nur noch 53 Prozent der Wahlberechtigten nahmen bei der Wahl am Sonntag teil, also fast die Hälfte der Bürger blieb im Freibad oder in den Bergen. Auch das half den Kommunisten, in der von Massenmigration und Wohnungs-Knappheit belasteten Stadt erneut auf den ersten Platz zu kommen – die KPÖ kam auf 35,8 Prozent (ein Plus von 7 Prozenpunkten). Den Wahltermin in die Fußball-WM zu legen, war eine kluge Taktik.
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