Spaniens scharfe Verurteilung des US-israelischen Krieges gegen Iran hatte bekanntlich Donald Trump wütend zurückgelassen. Europäische Verbündete zeigten sich erschüttert, was dem Land das Etikett Europas „Außenseiter“ in der Financial Times beschert hatte.

„Aufstand gegen US-Imperialismus“?

Der linksliberale spanische Ministerpräsident Pedro Sanchez hatte ja bekanntlich offen den US-israelischen Krieg gegen den Iran als „absurd und illegal“ bezeichnet. Daraufhin hatte er den USA den Zugang zu spanischen Militärbasen für alle mit dem Iran-Krieg verbundenen Operationen, verweigert.

Spanien hatte sich überdies geweigert, an einer NATO-Mission zur „Wiedereröffnung“ der Straße von Hormus teilzunehmen, die seitens Madrids als weitere Eskalation des Krieges angesehen wurde. Der spanische Außenminister José Manuel Albares erklärte dazu, „es gibt keine militärische Lösung für diese Krise.“

Darüber hinaus hatte Spanien kürzlich geheime Gespräche zwischen dem Iran und Saudi-Arabien vermittelt, um die Sicherheit im Golf und den ununterbrochenen Fluss saudischen Öls durch die Straße von Hormus angesichts Washingtons unberechenbarer Iran-Politik zu erörtern, erklärte dazu Eagle Intelligence Reports.
Bereits beim NATO-Gipfel im Juni letzten Jahres hatte Spanien Trumps Beharren zurückgewiesen, die Verteidigungsausgaben auf 5 Prozent des BIP zu erhöhen, doch man hatte trotz US-Warnungen, dass es Konsequenzen für die Weigerung zur Einhaltung geben würde, an der Weigerung festgehalten.

Die USA haben sich weiters auch über Spaniens enge Beziehungen zu China unter Sanchez verärgert gezeigt. Letzte Woche warnte der US-Botschafter Benjamin Leon davor, dass Madrid das Engagement mit Peking vertiefen würde. Kritik aus den USA und der EU wies Albares gegenüber der FT jedoch zurück, dass Spanien „das Gesetz des Dschungels“ entschieden ablehne, was sich klar auf US-amerikanische und israelische Militäraktionen im Iran und Gaza bezog, hatte er jedoch bekräftigt.  Spanien hat zudem deutlich gemacht, dass es eine „globale Außenpolitik“ aufrechterhalten will und dass „es unmöglich ist, dies zu tun, wenn man das nicht tut,  führe dies zu einem Dialog mit China“.

Spaniens Vermächtnis und Trumps Monroe-Doktrin

Spaniens Irritation über das Verhalten des Weißen Hauses deutet fraglos auf eine wachsende geopolitische Rivalität zwischen Spanien und den USA hin, insbesondere freilich in Lateinamerika.
Spanien  hat Trumps Bemühungen, die US-Hegemonie in Lateinamerika auszuweiten, scharf kritisiert, das Madrid wohl weiterhin als Teil seines historischen Einflussbereichs betrachtet.

Madrid hat die USA zudem für die Entführung des venezolanischen Präsidenten Nicolas Maduro scharf kritisiert und zusammen mit Brasilien, Chile, Kolumbien, Mexiko und Uruguay eine gemeinsame Erklärung veröffentlicht. Ein spanischer Spitzendiplomat sagte gegenüber der FT, „für uns geht Lateinamerika weit über Außenpolitik hinaus. Das sind Länder, mit denen wir brüderliche Verbindungen haben. Wir sehen sie nicht als fremde Länder.“

Aus historischer Sicht erscheint der gegenwärtige Riss für viele als das jüngste Kapitel eines jahrhundertealten Kampfes zwischen der spanischen und der angelsächsischen Welt. Obwohl die USA über überlegene wirtschaftliche und militärische Macht verfügen, leisten Spanien und große Teile Iberoamerikas, dessen ideologische Sichtweise oft als katholisch-sozialistisch beschrieben wird, heftigen Widerstand gegen die angloamerikanische neoliberale Hegemonie.




Bitte unterstützen Sie unseren Kampf für Freiheit und Bürgerrechte. Und auch gegen die Klima-Hysterie, die letztlich der Nährboden für Programme ist, die uns das Geld aus der Tasche ziehen sollen, wie wir bereits jetzt schon erfahren dürfen. Stichwort: Energiewende. Und das ist erst der Anfang! Die Umverteilung von unten nach oben hat gerade erst begonnen.

Für jede Spende (PayPal oder Banküberweisung) ab € 10.- erhalten Sie als Dankeschön auf Wunsch ein Dutzend Aufkleber „KLIMA-HYSTERIE? NEIN DANKE“ portofrei und gratis! Details hier.



UNSER MITTELEUROPA erscheint ohne lästige und automatisierte Werbung innerhalb der Artikel, die teilweise das Lesen erschwert. Falls Sie das zu schätzen wissen, sind wir für eine Unterstützung unseres Projektes dankbar. Details zu Spenden (PayPal oder Banküberweisung) hier.


x

 

The post Spanien demütigt Trumps weltweiten imperialistischen Kreuzzug weiterhin appeared first on UNSER MITTELEUROPA .

Abbildung des Banners Meinung ist keine Straftat
Nach oben scrollen