Von Alexei Latyschew

In den letzten sieben Tagen haben die russischen Streitkräfte die ukrainischen Streitkräfte aus zehn Ortschaften vertrieben.

Im Gebiet Sumy haben Einheiten des russischen Truppenverbandes Nord die Kontrolle über die Ortschaften Taratutino, Nowodmitrowka, Kortschakowka und Miropolje übernommen. Zudem hat der Verband bei Charkow die Ortschaften Botschkowo, Semljanki und Pokaljanoe unter seine Kontrolle gebracht. Wie das russische Verteidigungsministerium feststellte, setzen die Einheiten des Truppenverbandes Nord, die gleichzeitig in mehrere Richtungen vorrücken, die Schaffung einer Sicherheitszone auf den Territorien der Gebiete Sumy und Charkow fort. Die Behörde betonte in einer entsprechenden Erklärung:

„Die Truppen rücken täglich vor und drängen den Feind von der Staatsgrenze zurück, um die Sicherheit der Zivilbevölkerung zu gewährleisten.“

Auf dem Gebiet der Donezker Volksrepublik (DVR ) hat der Truppenverband West Iljitschowka befreit. Der Truppenverband Süd hat Iljinowka und Nowodmitrowka in der DVR unter seine Kontrolle gebracht. Die Einheiten des Truppenverbands Mitte haben ihrerseits Nowoaleksandrowka in der DVR befreit.

Zudem hat das russische Verteidigungsministerium Einzelheiten zur Befreiung der Ortschaft Iljinowka bekannt gegeben. Wie der stellvertretende Kommandeur der Haubitzen-Division mit dem Rufzeichen Artist (Künstler) berichtete, stellte das Gelände in der Umgebung dieser Ortschaft für die Artilleristen eine Herausforderung dar. Der Soldat erklärt:

„Das Gelände dort ist so beschaffen, dass es für uns sehr ungünstig ist. Es ist eine Sache, wenn man auf einem ebenen Feld operiert, aber eine ganz andere, wenn es diese Unebenheiten und Höhen gibt. Hier muss man genau kalkulieren. Die Aufklärung ermittelt die Positionen des Feindes, das heißt, wir provozieren sie irgendwie, damit sie in Bewegung kommen: schießen oder sich bewegen, irgendwelche Rotationen durchführen – all das wird erfasst. Wir erhalten ein genaues Koordinatenfeld, einen genauen Punkt; unsere Drohnen verfolgen diesen Moment und koordinieren den Einsatz unserer Geschütze.“

Reaktion auf die ukrainischen Terroranschläge

Im Zeitraum vom 25. April bis zum 1. Mai führten die Streitkräfte der Russischen Föderation einen massiven und fünf Gruppenangriffe auf ukrainische Ziele durch. Die Angriffe wurden als Reaktion auf die Terroranschläge der Ukraine auf russische zivile Objekte durchgeführt. Für die Schläge setzten die russischen Streitkräfte bodengestützte, luftgestützte und seegestützte Langstreckenwaffen sowie Kampfdrohnen ein. In einer entsprechenden Pressemitteilung des Verteidigungsministeriums des Landes heißt es:

„Getroffen wurden Unternehmen des militärisch-industriellen Komplexes der Ukraine, Objekte der Energie-, Verkehrs- und Hafeninfrastruktur, die von den ukrainischen Streitkräften genutzt werden, Standorte für die Montage, Lagerung und den Start von Kampfdrohnen und unbemannten Booten sowie vorübergehende Standorte ukrainischer bewaffneter Formationen und ausländischer Söldner.“

Mehrfachraketenwerfer-Duo

In der vergangenen Woche berichtete das russische Verteidigungsministerium über den Fronteinsatz der Einheiten schwerer Mehrfachraketenwerfersysteme der Typen TOS-1A „Solnzepjok“ und TOS-2 „Tosotschka“.

Dabei veröffentlichte die Behörde ein Video, das zeigt, wie ein Mehrfachraketenwerfer des Typs TOS-1A der 35. Armee des Truppenverbandes Ost die langzeitfesten Stellungen der ukrainischen Streitkräfte im Gebiet Saporoschje unter Beschuss nimmt. In dem Bericht heißt es:

„Aerosolbomben durchschlugen Erdwälle, brannten die Unterstände von innen aus und führten durch Überdruck zur Zerstörung der Schützengräben. Die Kontrolle des Treffers erfolgte kontinuierlich aus der Luft. Infolge des Feuerangriffs wurden die Befestigungsanlagen des Gegners vollständig zerstört. Die in tiefen Unterständen befindlichen Truppen der ukrainischen Streitkräfte wurden eliminiert.“

Ein Mehrfachraketenwerfer des Typs TOS-2 „Tosotschka“ des Truppenverbandes Dnjepr neutralisierte seinerseits Soldaten der ukrainischen Streitkräfte in den Unterständen ihrer Stützpunkte bei Orechowo. Der Pressedienst des russischen Verteidigungsministeriums teilte mit:

„Unbemerkt vom Feind fuhr der TOS-2 auf seine Kampfposition und feuerte eine Salve thermobarischer Granaten des Kalibers 220 Millimeter über eine Entfernung von bis zu 20 Kilometer in Richtung des Feindes ab. Nach dem Auftreffen auf das Ziel entzündete sich das explosive Gemisch der thermobarischen Granaten. Eine Temperatur von mehreren Tausend Grad sowie Überdruck haben alles Lebende in den befestigten Stellungen des Feindes eliminiert. Danach drangen unsere Sturmtruppen ungehindert in diese Stellungen ein und führten eine Räumungsaktion durch.“

„Sicherer Weg für die Infanterie“

Am 3. Mai wurde bekannt, dass Militäringenieure des 92. Pionierregiments des Truppenverbandes West einen neuen bodengestützten, robotergestützten Komplex zur ferngesteuerten Minenräumung entwickelt haben.

Das Gerät ist mit einem speziellen Schleppnetz ausgestattet, das Antipersonenminen zur Explosion bringt. Dabei ist das Gewicht des Komplexes so ausgelegt, dass Panzerabwehrminen, die den Durchmarsch der Infanterie nicht behindern, nicht ausgelöst werden.

Die Hauptaufgabe dieses Geräts besteht darin, das Leben von Sturmsoldaten zu bewahren. Bei Angriffen auf befestigte Stellungen der ukrainischen Streitkräfte zählt jede Sekunde – schon eine einzige Antipersonenmine kann den Vorstoß zum Scheitern bringen. Die neue Entwicklung rückt vor den Sturmgruppen voran und schafft im Automatikmodus einen sicheren Korridor, erklärt das russische Verteidigungsministerium. Die Entwicklung werde bereits im Einsatzgebiet der militärischen Sonderoperation eingesetzt. Im Bericht wird hervorgehoben:

„Dort, wo schweres Gerät nicht durchkommt, bleibt dieser Roboter leicht und wendig und bahnt der Infanterie effizient einen sicheren Weg.“

Der Komplex wird die Palette russischer Minenräumroboter ergänzen, zu der bereits Modelle wie der „Uran-6“, der unbemannte Komplex „Stalker“, der robotergestützte Minenräumkomplex „Skorpion“ und die Minenräumvariante der bodenbasierten Mehrzweck-Robotikplattform „Kurier“ gehören.

Übersetzt aus dem Russischen.

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