Andrej Jermak, der Büroleiter des ukrainischen Machthabers Wladimir Selenskij, ist diesen Nachmittag von seinem Amt zurückgetreten. Am Vormittag war bekannt geworden, dass das von den USA unterstützte Nationale Antikorruptionsbüro der Ukraine (NABU) seine Räumlichkeiten durchsucht hatte. Der Rücktritt Jermaks dürfte mit seiner Verstrickung in den Energoatom-Korruptionsskandal zusammenhängen (RT DE berichtete). 

Jermak gilt als antirussischer Hardliner. Noch am Tag zuvor hatte er in einem Interview mit „The Atlantic“ Zugeständnisse gegenüber Russland zurückgetreten. Das betraf vor allem Gebietsabtretungen, wie sie Gegenstand des Trump-Friedensplanes sein sollen. Es ist daher nicht auszuschließen, dass Jermaks Rücktritt im Rahmen innerukrainischer Machtkämpfe zu deuten ist.

Schon zuvor hatte es geheißen, dass Trumps Team mit den beschönigenden Informationen von der ukrainischen Front unzufrieden gewesen sein soll, die Jermak den US-Amerikanern präsentierte. Auch soll Jermak die Legitimität der Vertreterin des Weißen Hauses, Anna Kelly, angezweifelt haben.

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