In den frühen Morgenstunden sind Schüsse auf ein Café in Köln abgegeben worden. Nach Angaben von Polizeisprecher Carsten Rust ging der Notruf gegen 7:30 Uhr ein. Zeugen hatten eine männliche Person beobachtet, die mehrfach auf das Café geschossen haben soll. Das berichtet die Rheinische Post am Montag.

Als die Einsatzkräfte eintrafen, stellten sie entsprechende Spuren fest. Die Schaufensterscheibe des Cafés wies mehrere Einschusslöcher auf. Verletzt wurde niemand. Das Café war zum Tatzeitpunkt noch geschlossen. Nach Angaben der Polizei befand sich niemand darin.

Eine Augenzeugin aus einem benachbarten Geschäft schilderte unserer Redaktion, wie sie die Schüsse mitbekam. Ihre Kollegen und sie seien bereits seit den frühen Morgenstunden bei der Arbeit gewesen. „Dann haben wir die Schüsse gehört“, sagte sie. Sie habe nach draußen geschaut und den mutmaßlichen Täter noch sehen können.

„Ich habe noch kurz rausgeguckt, weil ich von da aus richtig auf die andere Seite gucken konnte“, sagte die Zeugin. Dann habe sie ihre Kollegen und die Kunden gewarnt: „Ich habe dann nur noch gesagt, sie sollen alle in Deckung gehen.“ Die Frau beobachtete nach eigenen Angaben auch, wie der Mann davonlief. Anschließend sei die Polizei gerufen worden. Die Beschäftigten des Geschäfts setzten unterdessen ihre Arbeit fort.

Der Tatverdächtige flüchtete zu Fuß in Richtung Zugweg. Er soll etwa 1,70 bis 1,80 Meter groß gewesen sein und dunkle Kleidung getragen haben. Die Polizei hat eine umfangreiche Fahndung nach dem Mann eingeleitet. Gleichzeitig sichern Kriminaltechniker derzeit Spuren am Tatort. 

Am 21. August hatten Unbekannte auf ein Juweliergeschäft in Köln-Mülheim geschossen. Wenige Tage später fielen Schüsse an einem Wohnhaus in Köln‑Vingst. Die Polizei prüft aktuell, ob die Fälle zusammenhängen.

Nicht weit von Köln entfernt kam es am Sonnabend zu einer gewaltsamen Auseinandersetzung zwischen drei Personen. Im Verlauf des Streits schoss ein männlicher Tatverdächtiger vermutlich türkischer Abstammung auf eine Frau und einen weiteren Mann. Beide Personen erlitten schwere, jedoch nach derzeitigem Stand nicht lebensgefährliche Verletzungen. Die Staatsanwaltschaft Mainz ordnet das Geschehen als versuchtes Tötungsdelikt ein. Der Tatverdächtige flüchtete unmittelbar nach der Tat vom Ereignisort. Die Polizei leitete intensive und großräumige Fahndungsmaßnahmen ein.

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