Russlands Staatsverschuldung war im Jahr 2025 die niedrigste unter den G20-Staaten. Dies berichtet RIA Nowosti unter Berufung auf Daten des Internationalen Währungsfonds (IWF). Demnach belief sich die Gesamtverschuldung Russlands auf 18 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP). Davon entfallen rund 16,5 Prozent auf die Bundesregierung und der Rest auf die regionalen Haushalte.
Als internationaler Richtwert für fiskalische Stabilität gilt ein Schuldenstand von unter 60 Prozent des BIP. Russland liegt damit deutlich unter dieser Schwelle und führt das G20-Ranking mit der niedrigsten Verschuldung an. Auf den folgenden Plätzen liegen die Türkei mit 23,5 Prozent und Saudi-Arabien mit 31,7 Prozent. Auch Indonesien mit 41 Prozent und Australien mit 51 Prozent bleiben unter dieser Marke.
Knapp darüber liegen Deutschland mit 62,9 Prozent und Mexiko mit 61,8 Prozent. Unter 100 Prozent liegen unter anderem auch Südafrika, Argentinien, die Europäische Union, Indien, China und Brasilien. Deutlich höher fällt die Verschuldung in den großen Industriestaaten aus. Japan verzeichnet mit 206,5 Prozent des BIP den höchsten Wert der G20 – ein Niveau, das etwa dem Doppelten der Wirtschaftsleistung entspricht. Es folgen Italien mit 137,1 Prozent und die USA mit 123,9 Prozent. Auch Frankreich, Kanada und Großbritannien liegen jeweils über der 100-Prozent-Marke.
Zuvor hatte der russische Finanzminister Anton Siluanow betont, dass Russland zu den Staaten mit den niedrigsten Schuldenquoten innerhalb der G20 gehöre. Seinen Angaben zufolge trägt die aktuelle Haushaltspolitik zur Stabilität der Staatsfinanzen bei und unterstützt zugleich die Eindämmung der Inflationsdynamik.
Gleichzeitig zeigen aktuelle Haushaltsdaten, dass die Staatsverschuldung Russlands im Jahr 2025 in absoluten Zahlen gestiegen ist. Laut dem Rechnungshof wuchs die Inlandsverschuldung um 29,1 Prozent auf 30,7 Billionen Rubel, während die Auslandsverschuldung um 15,4 Prozent auf 4,5 Billionen Rubel sank.
Zum 1. Februar 2026 belief sich der externe Staatsschuldenstand auf 61,97 Milliarden US-Dollar und überschritt damit erstmals seit 2006 wieder die Marke von 60 Milliarden US-Dollar.
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