Jahrzehntelang mussten sich die Bürger Europas von Schalmeienklängen ihrer atlantischen Kuratoren zuschütten lassen: Scharlatane durften vom  „Ende der Geschichte“ künden mit dem Versprechen das Paradies auf Erden vermeintlich zwischen Ballermann und Konsumrausch zu finden.

Der Verlust seiner Weltherrschaft zwang den Westen seine
Maske über Nacht fallen zu lassen und auf Krieg zu setzen!

Von REDAKTION | Was westliche Kuratoren über Jahrzehnte zum Dogma erklärten und über die Kartellpresse Bürgern global einhämmern ließen, hat sich über Nacht in Luft und Pulverdampf aufgelöst:

Was gestern noch als unumstößliche atlantische höchste Wahrheit galt, hat inzwischen massiv an Bedeutung eingebüßt.

Was die Sache für atlantische Verlierer noch ungemein schwieriger macht, ist der Umstand, dass die Bevölkerungszahl des Westens weltweit heute nur noch auf weniger als 15% der Gesamt-Weltbevölkerung geschrumpft ist.

In der Stunde der Wahrheit macht es keinen Sinn den Kopf noch tiefer in den Sand zu stecken. Die Niederlage wird dadurch nicht besser – ganz im Gegenteil: Umso wichtiger würde es sein, sich spät aber doch verstärkt mit Meinungen vermeintlich bisher „Verfemter“ auseinanderzusetzen, denn, ob man es glauben will oder nicht: Die analytischen Einschätzungen dieser Repräsentanten spiegeln inzwischen die Meinung der Weltmehrheit wider. Es lohnt sich deshalb, ein Bild davon zu machen, wie auch diejenigen Kräfte, die zwar in ihren Ländern nicht an der Macht sind, jedoch weltweit in Form politisch Gleichgesinnter Einfluss in andere Länder ausüben, die aktuelle politische Situation beurteilen.

Aus diesem Grund wollen wir in diesem Beitrag unsere Leser über die Beurteilung der aktuellen amerikanischen Außenpolitik unter Donald Trump aus Sicht der russischen KP informieren, die immerhin 70 Jahre die politische Linie der damaligen Sowjetunion bestimmte.

Der historisch interessierte Leser findet hier die Erklärung des Vorsitzenden des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei der Russischen Föderation, G. A. Sjuganow, am 8.1.2026 zu US-Ambitionen:

Gennadi Andrejewitsch Sjuganow mit seiner Erklärung zu globalen US-Eskapaden |
Quelle: Screenshot Webseite KP Russland

Die Erklärung des Vorsitzenden des Zentralkomitees
der Kommunistischen Partei der Russischen Föderation,
A. Sjuganow, am 8.1.2026 zu US-Ambitionen

Präsident Trump hat in den ersten Tagen des neuen Jahres 2026 seine Maske des Friedensstifters fallen lassen und sein wahres Ziel – Erpressung und globale Vorherrschaft – ans Tageslicht kommen lassen. Dabei hat Trump sich als weitaus aggressiverer US-Präsident als sein Vorgänger Biden, den er wegen seiner außenpolitischen Abenteuer eben noch heftig kritisiert hatte, erwiesen.

Nach dem Angriff auf Venezuela und der beispiellosen Entführung seines Präsidenten, Nicolás Maduro, hat Trump, beflügelt von der scheinbaren Leichtigkeit des „Sieges“, ganz Lateinamerika zu seinem Eigentum erklären lassen. Er verkündete, dass es den Ländern Europas und Asiens verboten wäre, souveräne Aktivitäten auf diesem Kontinent nachzugehen. Gleichzeitig warnte er, dass Mexiko, Kuba und Kolumbien die nächsten Opfer der US-Aggression werden könnten:

Herr Trump hat offensichtlich nicht vor, sich nur mit Lateinamerika zu begnügen!

In [West-]Asien [Nahost] hat er sich bereits als Hauptunterstützer des Angriffs Israels auf den Iran hervorgetan. In Afrika hat er Luftangriffe der US-Luftwaffe auf Nigeria genehmigen lassen und sich damit in den langjährigen Konflikt zwischen muslimischen Viehzüchtern und christlichen Bauern eingemischt. In Europa waren sogar die treuen Verbündeten der USA erstaunt und in Panik geraten, nachdem Trump seine Absicht kundgetan hatte, Dänemark Grönland wegnehmen zu wollen.

In allen Kriegen, beginnend mit dem Koreakrieg vor 75 Jahren waren die amerikanischen Falken bestrebt, sich auf eine maximale Zahl von Verbündeten abzustützen. Trump ist jedoch von seiner Allgewalt so sehr überzeugt, dass er nicht nur die Hilfe der Europäer ablehnt, sondern ihnen mit offensichtlicher Verachtung entgegentritt. Falls Dänemark nun in der Frage Grönlands hart bliebe, wäre niemand überrascht, falls dessen Premierminister vom  „Delta“ US-Spezial-Kommando entführt und Kopenhagen zugleich bombardiert würde.

Inzwischen spricht niemand mehr über einen Verstoß gegen das Völkerrecht. Doch was tatsächlich geschieht, entspricht der vorsätzlichen und totalen Zerstörung des gesamten und über Jahrhunderte hinweg aufgebauten Systems zwischenstaatlicher Beziehungen. Trump versucht, die allgemein anerkannten und im Rahmen der UNO vereinbarten Normen durch das Recht des Stärkeren und Überheblichen zu ersetzen:

Das stellt eine Herausforderung für die gesamte Menschheit dar!

Dazu gab es bereits Präzedenzfälle in der Weltgeschichte. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts erklärte sich der französische Kaiser Napoleon zum Herrscher über Europa und in Folge über die ganze Welt. Mitte des 20. Jahrhunderts nach der Eroberung Europas beanspruchte der deutsche Führer, Hitler, Oberherrschaft über alle Kontinente:

Jetzt im 21. Jahrhundert hat sich ein neuer „Welten-Herrscher” aus Nordamerika zu Wort hervorgetan!

Die ersten beiden Versuche [von Napoleon & Hitler] endeten bekanntlich überaus schlecht für besagte Anwärter auf Weltherrschaft. Es gibt keinen Grund, warum Trump, gleich seinen europäischen Vorgängern, bei dem Versuch, die ganze Welt zu erobern, sich nicht auch den Hals brechen könnte.

Donald Trump meint ein Supermann zu sein, um Lateinamerika wieder in den Status eines Hinterhofs der USA, wie noch vor 200 Jahren, zurück zu verwandeln.

Doch die Völker Lateinamerikas haben bereits in zahlreichen siegreichen Kämpfen gegen amerikanischen Imperialismus ihre Bereitschaft und Fähigkeit unter Beweis gestellt, ihre Interessen entschlossen zu verteidigen. Der Tod von Che Guevara in Bolivien im Jahr 1967 hat die revolutionären Prozesse auf dem Kontinent nicht aufgehalten. Glänzende Beispiele dafür gaben herausragende Kämpfer gegen den Imperialismus, wie Fidel Castro und Hugo Chávez. Immer wieder kommen in den führenden Ländern Lateinamerikas progressive Kräfte an die Macht. Das größte Land des Kontinents – Brasilien – wird vom sozialistischen Präsidenten Lula da Silva angeführt.

Im Drama um Venezuela werden das Volk und seine mutige, rechtmäßige Führung das letzte Wort haben. Trotz der absurden Äußerungen Trumps, dass dieses Land von nun ab vom US-Außenminister Rubio regiert werden würde, hat Venezuela bereits erklärt, dass es sich dem Diktat nicht beugen werde. Die Drohungen aus Washington werden ein Volk, welches seine Unabhängigkeit schätzt, kaum einschüchtern können.

Der hinterhältige Angriff mit 150 Luft- & Raketenwaffen sowie der Überfall auf die Residenz des Präsidenten gleich Gangstern sind eine Sache. Eine andere Sache wäre eine Bodenoperation in den Bergen und Dschungeln Venezuelas auszuführen. Das US-Militär ist bekanntermaßen darauf aus, schwächere Gegner anzugreifen, um im Anschluss historische Siege verkünden zu lassen. Im Fall, dass sie jedoch auf harten Widerstand stoßen, wird schnell klar, dass es sich nicht um die besten Soldaten handelt. Das hat man erst kürzlich in Afghanistan und im Irak erleben können.

Was Trumps Vorwürfe gegen Nicolás Maduro bezüglich des Drogenhandels angeht, so sind diese an Zynismus und Heuchelei kaum zu überbieten: Wie kein anderes Land der Welt haben die USA dazu beigetragen, dass Drogenabhängigkeit zu einem globalen Übel geworden ist. Gerade durch ihre Anstrengungen in den 1960er und 1970er Jahren, zur Zeit des Vietnamkrieges, wurde die Opiumproduktion im „Goldenen Dreieck“ auf beispiellose Weise ausgeweitet. Produktionen wurden an der Grenze zwischen Thailand, Burma und Laos betrieben, um damit geheime Operationen der CIA finanzieren zu lassen. Nach der Besetzung Afghanistans im Jahr 2001 ließen die USA die Heroinproduktion dort wieder kräftig aufbauen, um Lieferungen nach Europa über ihre Stützpunkte in Albanien sicherzustellen.

In Lateinamerika wurde das antikommunistische Kolumbien zu seiner Zeit zum wichtigsten Kokainproduzenten. Zahlreiche Dokumente und Recherchen von Journalisten weisen auf enge Verbindungen zwischen der US-Drogenbekämpfungsbehörde und kolumbianischen Drogenbaronen hin. Die Einnahmen aus dem Drogenhandel wurden vom CIA unter anderem zur Finanzierung von Operationen zum Sturz der linken Regierung von Daniel Ortega in Nicaragua verwendet. Die Vereinigten Staaten selbst sind einer der größten Marihuana-Produzenten der Welt. Sie haben also kein Recht, den rechtmäßigen Präsidenten Venezuelas, Nicolás Maduro, anzuklagen! Im Gegenteil, die ganze Welt sollte gegen Washington wegen Drogenlieferungen an die Menschheit Anklagen erheben.

Trumps offenkundig rowdyhafter Versuch, das venezolanische Volk über die Entführung seines Präsidenten erpressen zu können, ist zum Scheitern verurteilt. Kein Gericht der USA hat das geringste Recht, den Chef eines souveränen Staates zu verurteilen. Was die Trump-Regierung getan hat, ist eine Entführung durch eine Gruppe von Kriminellen in heimlicher Absprache. Das Gericht sollte nicht Maduro und seine Frau verurteilen, sondern die Organisatoren und Ausführenden dieses Verbrechens, einschließlich Herrn Trump selbst.

Natürlich wird das Weiße Haus mit der Hartnäckigkeit eines verbissenen Bulldoggen Nicolas Maduro als Geisel festhalten. Aber der Volkspräsident Venezuelas ist bereits zu einem Symbol des Widerstands gegen den Imperialismus geworden. Ein genauso weltweites Symbol des Widerstands gegen das Apartheidregime in Südafrika war zu seiner Zeit Nelson Mandela.

Die KPRF [Kommunistische Partei der Russischen Föderation] ist der Ansicht, dass Nicolás Maduro heute den bedeutendsten politischen Gefangenen auf der Erde repräsentiert:

Das kann die Herzen anständiger und mutiger Menschen nicht gleichgültig lassen!

Wir wenden uns an alle volkspatriotischen und antifaschistischen Kräfte mit dem Aufruf zum gemeinsamen Kampf zur Befreiung des Präsidenten Venezuelas.

Imperialistische Kreise versuchen, in die strategische Offensive zu gehen. Um diesen Einhalt zu gebieten, muss eine breite öffentliche Bewegung auf der ganzen Welt zum Einsatz kommen. Wir rufen Parteien und Vereinigungen, alle fortschrittlichen Kräfte dazu auf, substanzielle Konsultationen durchzuführen, um konkrete Maßnahmen der aktiven Bekämpfung der Reaktion entgegenzusetzen. In dieser schwierigen Situation müssen die Arbeitnehmer und ihre Organisationen das Wort erhalten:

Heute ist es besonders wichtig, dass wir gemeinsam für Frieden, Sicherheit und Gerechtigkeit einstehen!

Mit der kriminellen Entführung von Präsident Maduro und seiner Frau Cilia Flores wurden Trumps Probleme nicht behoben, vielmehr haben sie erst angefangen. In den letzten Jahren hat sich das Kräfteverhältnis in der Welt stark verschoben: Die BRICS- und SCO-Länder, die Staaten des Globalen Südens, zu denen vor allem Lateinamerika gehört, verschaffen sich immer stärkere Geltung.

Die militärische Stärke Russlands und die wirtschaftliche Macht Chinas sind in der Lage, Washingtons Anspruch auf die Weltherrschaft vollständig außer Kraft zu setzen!

Wir rufen alle Staaten der Welt, denen ihre souveräne Entwicklung am Herzen liegt, dazu auf, die Taten Washingtons entschieden verurteilen zu lassen.

Es ist völlig klar, dass globales Kapital für alle möglichen Abenteuer eingesetzt werden kann. Die internationale Lage wird immer explosiver. Um die Zeit neuer Herausforderungen würdig zu meistern und die Einheit des Volkes zu gewährleisten, muss Russland seinen sozioökonomischen und gesellschaftspolitischen Kurs ändern. Aus diesem Grund schlägt die KPRF in ihrem „Programm zum Sieg“ einen Weg zur beschleunigten Entwicklung des Landes und zur Erreichung sozialer Gerechtigkeit vor.

Die verzweifelten Versuche Trumps, den Fortschritt der Menschheit auf einem einzelnen Kontinent aufzuhalten und seine gleichzeitigen Eskapaden zur Piraterie auf hoher See sind zum Scheitern verurteilt. Alle Kriege der letzten Jahrzehnte, die von den USA entfesselt wurden, endeten mit schmachvollen Niederlagen. So muss es auch dieses Mal sein!

Ein Nein zur imperialistischen Expansion!

Mit Geschlossenheit im Kampf gegen Aggression und internationales Banditentum!

 G.A. Sjuganow,
Vorsitzender des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei der Russischen Föderation,
Fraktionsvorsitzender der Kommunistischen Partei der Russischen Föderation in der Staatsduma

Pressedienst des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei der Russischen Föderation
8. Januar 2026, 15:06 Uhr (Aktualisierung: 08.01.2026, 16:47 Uhr)

Übersetzung: UNSER-MITTELEUROPA

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