Während ihrer zweitägigen Reise nach Washington habe die ukrainische Premierministerin Julia Swiridenko, laut ihren eigenen Worten, „positive Gespräche“ mit hochrangigen US-Beamten, darunter Finanzminister Scott Bessent, geführt. Dies erklärte sie am Donnerstag in einem Interview für Reuters im Anschluss an ihren Besuch.

Die Politikerin sagte gegenüber der Agentur, dass sie das Treffen mit Bessent genutzt habe, um zu betonen, dass die gegen Russland eingeführten Sanktionen nicht gelockert, aufgehoben oder verschoben werden sollten. Ziel ist es, Moskau zu schwächen.

„Ich glaube, dass alle unsere Gesprächspartner hier in den Vereinigten Staaten … das sehr gut verstehen: Dass die Verhinderung der Umgehung der Sanktionen und auch die Verschärfung der Sanktionen eine äußerst wichtige Maßnahme ist, die ergriffen werden muss, um Russland zu schwächen.“

Ihr zufolge stehe Bessent mit der Ukraine zusammen. Swiridenko wörtlich:

„Es war eine sehr freundliche Diskussion, und er unterstützt uns sehr.“

Laut der ukrainischen Politikerin hätten sich die Beziehungen zwischen Kiew und Washington im vergangenen Jahr dank der gemeinsamen Arbeit am US-Ukraine-Wiederaufbau-Investitionsfonds vertieft. Swiridenko betonte, sie wünsche, dass der Krieg „mit angemessenen Sicherheitsgarantien, einem angemessenen Wohlstandsplan, mit einem angemessenen Plan für den Wiederaufbau“ ende. Sie fügte hinzu, dass sie während ununterbrochener Treffen in Washington „ein Gefühl neuer Unterstützung“ spüre. 

Washington hatte einige Sanktionen gegen russisches Öl vorübergehend aufgehoben, um die durch den Iran-Krieg verursachten Versorgungsengpässe zu decken und die Preise zu stabilisieren. Von den US-Einschränkungen wurden russisches Öl und Erdölprodukte ausgenommen, die bis zum 12. März auf Schiffe verladen worden waren. Seit dem 15. April sind diese Sanktionen jedoch wieder in Kraft getreten. Bessent ging davon aus, dass der russische Haushalt durch die Lockerung der Sanktionen nicht mehr als zwei Milliarden US-Dollar an zusätzlichen Einnahmen erhalten würde.

Mehr zum ThemaMilliardenkredit der EU für Ukraine – bar jeder wirtschaftlichen Logik

Abbildung des Banners Denkanstoß statt Denkverbot
Nach oben scrollen