Vom 9. bis 11. September findet in Neu-Delhi die erste internationale Industrieausstellung „Innoprom. India“ statt. Mehr als 120 Unternehmen aus Russland und Indien präsentieren auf der Großveranstaltung ihre Produkte.

Die russische Flugzeugbau-Holding UAC, die zum Staatskonzern Rostec gehört, hat im Rahmen der Ausstellung Verträge mit lokalen Fluggesellschaften über die Lieferung von Turboprop-Flugzeugen des Typs Il-114-300 für Regionalflüge unterzeichnet. Dies gibt Russlands Ministerium für Industrie und Handel am Donnerstag bekannt.

Wie die Behörde in Moskau mitteilt, seien Absichtserklärungen über die Lieferung von 50 Flugzeugen an Airline Pinnacle Air unterschrieben worden. Weitere 35 Maschinen soll demnach die indische Fluggesellschaft Sleek Aviation erhalten. An einem Standort von Sleek Aviation solle außerdem ein Trainingszentrum mit einem Full-Flight-Simulator (FFS) eröffnet werden.

Ferner kündigt das russische Ministerium an, eine Absichtserklärung über die Lieferung von bis zu 20 weiteren Flugzeugen an die indische Luftverkehrsgesellschaft Air Kerala in naher Zukunft abzuschließen.

Indien verfüge über ein erhebliches Potenzial für den Ausbau des regionalen Flugverkehrs, erklärte Gennadi Abramenkow, stellvertretender Minister für Industrie und Handel Russlands. Die Il-114-300 eigne sich hervorragend für die Lösung der entsprechenden Aufgaben.  

Die erzielten Vereinbarungen bestätigten laut dem Regierungsvertreter das Interesse der indischen Fluggesellschaften an Maschinen aus russischer Produktion und eröffneten neue Möglichkeiten für die Zusammenarbeit.

Am Rande der Veranstaltung in Indien erklärte der Generaldirektor der Flugzeugbau-Holding UAC, Wadim Badecha, bis Jahresende einen Lizenzvertrag mit dem indischen Hersteller Hindustan Aeronautics Limited (HAL) unterschreiben zu wollen, um die Produktion der Flugzeuge des Typs Superjet 100 (SJ-100) zu lokalisieren. Russland baue bereits gemeinsam mit HAL die Su-30MKI und arbeite mit dem Unternehmen auch bei der MiG-29 zusammen, fügte Badecha hinzu.

Allerdings könnten die SJ-100-Maschinen nicht nur in Lizenz, sondern auch im Rahmen eines Gemeinschaftsunternehmens unter der Kontrolle des indischen Partners produziert werden, hieß es.

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