Der russische Präsident Wladimir Putin hat sich am Montag am Rande des Gipfeltreffens der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SOZ) in Bischkek mit dem chinesischen Staatspräsidenten Xi Jinping getroffen.
Laut einer Pressemitteilung des Kremls besprachen die beiden Staatschefs dabei Fragen der bilateralen Beziehungen. Im Einzelnen erklärte Putin seine Bereitschaft, die Visumfreiheit mit China auf eine dauerhafte Grundlage zu stellen. Dank der Maßnahme habe seit Anfang 2026 der Reiseverkehr zwischen beiden Ländern um 43 Prozent zugenommen. Russland will demnach daran arbeiten, die visumfreie Einreise dauerhaft zu machen, sofern die chinesische Seite dies ebenfalls für möglich und sinnvoll erachtet.
Die Partnerschaft zwischen Russland und China bezeichnete Putin als Vorbild für zwischenstaatliche Beziehungen. Dabei sei bemerkenswert, dass die grundsätzlichen Ansätze beider Länder in außenpolitischen Fragen vollständig übereinstimmen. Xi äußerte sich seinerseits zuversichtlich, dass sich die Beziehungen nur noch weiter festigen werden.
Außerdem sprach Putin den Angehörigen der Opfer, die bei den Schlammlawinen in Tibet nahe der Grenze zu Nepal ums Leben kamen, sein Beileid aus.
Kremlsprecher Dmitri Peskow erklärte im Gespräch mit Journalisten, der Ukraine-Konflikt sei während des Präsidententreffens gleichfalls besprochen worden. Eine direkte tiefgreifende Diskussion habe es jedoch nicht gegeben.
Putin war am Montagnachmittag in der kirgisischen Hauptstadt Bischkek eingetroffen. Wie Präsidentenberater Juri Uschakow berichtete, sind am Rande des SOZ-Gipfels neun Treffen geplant. Neben Xi wird Putin unter anderem mit den Staats- und Regierungschefs Indiens, Tadschikistans, der Türkei, der Mongolei, Kirgisistans und Kasachstans sprechen.
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