SpaceX-Chef Elon Musk, Anduril-Gründer Palmer Luckey und der ehemalige Sprecher des Repräsentantenhauses Newt Gingrich werden der Führung einer neuen Pentagon-Initiative angehören. Das teilte US-Verteidigungsminister Pete Hegseth in seiner Rede zur Lage der Streitkräfte („State of the Force Address“) auf dem Marineinfanteriestützpunkt Quantico in Virginia mit. Die Initiative trägt den Namen Projekt Meridian. Hegseths Ankündigung zufolge soll sie sich mit künftigen Formen der Kriegsführung befassen.

Die USA nutzten dabei Hegseth zufolge eine einzigartige Quelle des amerikanischen Vorteils, über die ihre Gegner nicht verfügten: ihre Innovatoren, ihre Führungskräfte und ihre Technologen – große Denker und Macher, die kreative Lösungen für die Konflikte von morgen vorausdenken würden. Laut dem Minister sei das Projekt Meridian nicht dafür gedacht, neue politische Dokumente zu erstellen. Stattdessen werde das Vorhaben „Domänen, die wir erobern müssen, und Fähigkeiten, die wir meistern müssen“ untersuchen.

In einer Mitteilung des Pentagons heißt es:

„Projekt Meridian soll die Schlachtfelder der Zukunft untersuchen, ermitteln, welche Waffen und Technologien Soldaten künftig benötigen, um sich in diesen Umgebungen durchzusetzen, und umsetzbare Lösungen vorschlagen, um die Entwicklung, Erprobung und Einführung entsprechender Fähigkeiten einzuleiten, damit die USA im 21. Jahrhundert und darüber hinaus über Überlegenheit verfügen.“

Die abschließenden Ergebnisse und Empfehlungen sollen spätestens am 28. Januar 2027 im Büro des Ministers eingereicht werden.

Luckey sagte gegenüber dem Portal Axios, das Projekt werde nicht nur die Konflikte von heute betrachten, sondern auch „ernsthaft über die Kriege nachdenken, die wir uns in den Jahren 2030, 2050 und 2100 nicht leisten können – und darüber, was Amerika jetzt bauen muss, um sie zu verhindern.“

Nach Angaben von Axios warf Hegseth während seiner Rede den US-Medien wegen ihrer Berichterstattung über den Konflikt mit dem Iran Landesverrat vor. Dem Verteidigungsminister zufolge sei eine freie Presse natürlich wichtig, aber voreingenommener Aktivismus, der gezielt Soldaten und ihre historische Mission diskreditiere, sei grundlegend unamerikanisch. Das sei Landesverrat.

Das Portal weist darauf hin, dass es sich um die erste Berufung Musks in die Regierung von US-Präsident Donald Trump handelt, seit es zu Spannungen zwischen ihm und dem Präsidenten gekommen war und der Unternehmer Ende Mai die Behörde für Regierungseffizienz (DOGE) verlassen hatte.

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