Kaum zu glauben, aber wahr: Auch im Jahr 2026 scheint die Reue für die überschießende Umsetzung widersinniger Corona-Verordnungen bei einigen Vertretern der Exekutive noch schütter gesät zu sein.
Denn in Reaktion auf einen X-Nutzer, der eine harte Gangart gegen straffällige Migranten in Italien befürwortete, verspottete die Polizei Wien unironisch Personen, die u.a. auf die Maulkorb-Schikane vulgo „Maskenpflicht“ und anderen Corona-Maßnahmen eine kritische Sinnweise hatten. Das offenbart ein schauriges Sittenbild.
Ein Beitrag aus unserer Kooperation mit derstatus.at
Kriminelle Migranten vs. Coronakritiker
Eigentlich lautet ein ehernes Gesetz des Journalismus ja, dass man nicht „seine eigenen Nachrichten erschaffen“ soll oder auch nur dabei nachzuhelfen. Und zugegeben: Das war in der Vergangenheit weißgott nicht immer leicht. Als mir zum Höhepunkt des Corona-Diktats ein bekannter ORF-Moderator in einer hitzigen Diskussion mir mit einem Schlag ins Gesicht drohte, verkniff ich mir tunlichst, dies in die Berichterstattung aufzunehmen und konzentrierte mich auf Beschimpfungen, die dieser allgemein in Richtung kritischer Demonstranten absonderte. Die hatten es ja ohnehin schon in sich und regten die Leser auch entsprechend auf.
Aber wann, wenn nicht zu Ostern, sollte auch diese Regel einmal in Teilbereichen ihre Ausnahme finden? Es begann damit, dass ein Nutzer ein Video retweetete, das die italienische Polizei dabei zeigt, wie sie einen mutmaßlich straffälligen Migranten mit Körperkraft bändigt. Er versah es mit dem Kommentar: So schützt man sein Volk vor kriminellen Invasoren, & nicht wie unsere „Luschen“-Polizei, z.B. LPD Wien, die nur gegen das eigene Volk, gegen Alte, Kinder und friedlichen Demonstranten vorgeht.“ Diese polemische Kritik reichte dabei aber schon aus, um den Social-Media-Menschen der Wiener Polizei aus der Reserve zu locken.
Es ist interessant, dass immer die Leute nach harten Maßnahmen rufen, die am lautesten über „Faschismus“ gejammert haben, als sie eine Maske aufsetzen sollten.
— POLIZEI WIEN (@LPDWien) April 5, 2026
Polizei spottet über Masken-Verweigerer
Sie antwortete: „Es ist interessant, dass immer die Leute nach harten Maßnahmen rufen, die am lautesten über „Faschismus“ gejammert haben, als sie eine Maske aufsetzen sollten.“ Woran sie festmachte, dass der nicht mit Klarnamen auftretende und erst nach Ende der Corona-Maßnahmen registrierte Nutzer derartige Vergleiche ziehen würde, ist unklar. Möglicherweise ließ man sich dadurch leiten, dass dieser im Profil angibt, eine Teilnahme am Impf-Experiment vermieden zu haben. Diese Art, mit den Bürgern zu kommunizieren, klingt aber jedenfalls ziemlich spöttisch und „von oben herab“.
Also nahm ich es auf mich, daran zu erinnern, welche Absurditäten die Polizei in Wien während der Corona-Lockdowns mitunter abzog. Als Beispiel fiel mir ad hoc die Sperre von Spielplätzen ein sowie eine später vom Magistrat verworfene Geldstrafe gegen einen Bürger, der alleine auf einer Parkbank saß und 500 Euro Strafe kriegen sollte, weil Spaziergänger mit zu geringem Abstand an ihm vorbeigingen. Und die folgende Rechtfertigung machte es kaum besser:
„Nun, wir haben gesetzliche Vorgaben umgesetzt, so wie es unsere Aufgabe ist. Dass dabei ob der speziellen Situation, die so bis dahin niemand kannte, auch viele Fehler passiert sind, ist unbestritten.“
Als Polizisten das Augenmaß verloren

Wir sind also bei der Aufarbeitung des totalitärsten staatlichen Klimas im deutschsprachigen Raum mindestens seit dem Mauerfall offenbar wieder argumentativ beim sogenannten „Befehlsnotstand“ angelangt. Klar, es ist kein Geheimnis, dass die Oberen im öffentlichen Dienst in der Corona-Zeit gerne mit dem Dienstrecht auf Beamte schießen wollte, die Corona-Anweisungen als gegen die Menschenwürde empfanden und mit einer Remonstrationspflicht argumentierten, um diese nicht umzusetzen. Aber faktisch muss man gar nicht so weit gehen: Jeder Polizeibeamte mit ein bisschen Gespür sollte wissen, dass so etwas wie Augenmaß immer möglich ist.
Da weist man einen Autofahrer auf einen kaputten Scheinwerfer hin und legt ihm die umgehende Fahrt in die Werkstatt nahe, statt gleich zu strafen. Oder man deeskaliert bei Jugendlichen, die sich in die Wolle kriegen, statt sie gleich wegen Raufhandels anzuzeigen. Man ermahnt bei einer Ruhestörung um 22.05 Uhr lediglich und legt nicht jeden in Handschellen, der die Zeitung aus der Sonntagstasche nicht voll bezahlt hat. Man hetzt vielleicht nicht jedem Besucher eines Feuerwehrfests, auf dem man selbst in Zivil mitfeiert, die diensthabende Streife auf den Hals, obwohl man sich ausrechnen kann, dass er nach zwei Bier vielleicht doch 0,51 und nicht 0,49 Promille hat.
Sinn der Maßnahmen stets hinterfragbar
All dies sind kleine Dinge, mit denen vorausschauende Polizeibeamte dafür sorgen, dass sie als Freund & Helfer, und nicht als pedantischer Systembüttel wahrgenommen werden. Und das, obwohl es sich bei den genannten Beispielen samt und sonders durchaus um Rechtsgüter handelt, die durchwegs sinnvoll sind.
Umso entlarvender ist dabei, dass man ausgerechnet die Masken als Beispiel nennt. Diese galten zuerst ein paar Wochen als sinnlos, war dann plötzlich strafbewehrte Pflicht – und schließlich galt dann auch noch ausschließlich in Österreich & Deutschland eine FFP2-Maskenpflicht. Theoretisch sogar, wenn man zu zweit mitten in der Pampa beim Schild neben dem Misthaufen auf den Postbus wartete. Und dann gab’s diese skurrile Besonderheit, als die Maskenpflicht plötzlich nur noch in Wien, aber nicht mehr in Niederösterreich galt. Man konnte damals beobachten, wie Pendler an der Stadtgrenze plötzlich die Stofffetzen vor dem Mund auf- bzw. absetzten. Aber man konnte es ja alles nicht wissen…
Jeder Sündenfall ist einer zu viel
Auf meinen Hinweis mit dem Augenmaß reagierte die Polizei Wien übrigens so: „Es wäre wohl realitätsfremd anzunehmen, dass damals jeder Verstoß zur Anzeige gebracht wurde. Es wurde auch sehr viel mit Abmahnungen und Gesprächen erledigt, was man auch als Augenmaß bezeichnen kann.“ No, na, ned – aber erwartet ihr jetzt Applaus? Natürlich haben viele Polizisten, gerade im ländlichen Raum, versucht, widersprüchliche & nachvollziehbare Maßnahmen, möglichst human umzusetzen. Zumal etliche der Corona-Schikanen wurden später als gesetzeswidrig aufgehoben – aber als die FPÖ eine Amnestie für die trotzdem zu zahlenden Strafen forderte, tobte der Mainstream.
Übrig bleiben landauf, landab die Erinnerungen eben nicht an Beamten, die trotz massiven Drucks von oben weiterhin menschlich handelten, sondern jene, die im Kadavergehorsam mal den harten Hund raushängen lassen wollten. Die „Lockdown-Sünder“ auf Rodelpisten oder mit Streifenwagen durch Parks jagten. Die Bürger, welche am Rad sitzend das deutsche Grundgesetz rezitierten, zu Boden rissen. Die auf Freiheitsdemos einen 82-jährigen Mann brutal zu Boden ringen, systemkritische Journalisten niederrangen oder Bürgerinnen stundenlang verhörten, ohne ihnen den Toilettengang zu gestatten. Jeder solche Sündenfall ist einer zu viel – und mehr Reflektion täte not.
Corona-Zeit als totalitäres Klima
Man muss sich in Erinnerung bringen: Jahrzehntelang wähnten wir uns alle als Gesellschaft, in der Freiheit keine Worthülse, sondern ein Wert an sich ist. Plötzlich gab es wegen eines Schnupfens, den schon beim Wildtyp über 99,9% der gesunden Menschen im arbeitsfähigen Alter überlebten, einer Stange totalitärer Maßnahmen. Betriebe mussten per Laune der Regierung über Nacht zusperren. Minister fanden es in Ordnung, wenn es zu „Hänseleien“ gegen ungeimpfte Schüler kam. Man musste sich testen lassen, um überhaupt arbeiten zu dürfen. Für den Friseur, den Sockenkauf und Weihnachtsmärkte galt zeitweise überhaupt eine 2G-Regel. Dann beschloss man den Stichzwang.
Diese Schikanen als „Faschismus“ empfinden, mag historisch verkürzt sein: Mein Uropa geriet im tatsächlichen Faschismus wegen harmloser Karikaturen ins Visier, ehe ein junger Offizier die pikantesten Bilder wider „gesetzlicher Vorgaben“ aus dem Zugfenster warf. Aber wenn die Staatsgewalt jene verspottet, die Vorboten eines neuen Totalitarismus aufziehen wähnen, ist diese Geisteshaltung auch kein demokratisches Musterbeispiel mehr. Und wenn ich mir den Eifer anschauen, mit dem namhafte Kritiker der Coronazeit im deutschen Sprachraum bis heute verfolgt werden, sollte zumindest die philosophische Frage

Bitte unterstützen Sie unseren Kampf für Freiheit und Bürgerrechte. Und auch gegen die Klima-Hysterie, die letztlich der Nährboden für Programme ist, die uns das Geld aus der Tasche ziehen sollen, wie wir bereits jetzt schon erfahren dürfen. Stichwort: Energiewende. Und das ist erst der Anfang! Die Umverteilung von unten nach oben hat gerade erst begonnen.
Für jede Spende (PayPal oder Banküberweisung) ab € 10.- erhalten Sie als Dankeschön auf Wunsch ein Dutzend Aufkleber „KLIMA-HYSTERIE? NEIN DANKE“ portofrei und gratis! Details hier.
UNSER MITTELEUROPA erscheint ohne lästige und automatisierte Werbung innerhalb der Artikel, die teilweise das Lesen erschwert. Falls Sie das zu schätzen wissen, sind wir für eine Unterstützung unseres Projektes dankbar. Details zu Spenden (PayPal oder Banküberweisung) hier.
The post Polizei Wien verhöhnt noch immer Corona-Kritiker im Netz appeared first on UNSER MITTELEUROPA .





