Polens Polizei führt an der Grenze zum russischen Gebiet Kaliningrad eine Spezialoperation durch. Dies berichtete am 2. November der polnische Fernsehsender Polsat. Im Gespräch mit dem Sender sagte der Generalinspektor der Polizei Marek Boroń, dass der Einsatz mit Meldungen über mögliche Sabotageakte zusammenhänge:
„Die Polizei sichert die Grenze zur Region Königsberg im Hinblick auf mögliche Ereignisse, die zu Sabotageakten führen könnten.“
Laut Borońs Angaben wurden zusätzliche Polizeikräfte in den Woiwodschaften Ermland-Masuren und Podlachien aufgebracht, wo sie mit Geheimdiensten, der Armee und dem Grenzschutz zusammenarbeiten.
Der Polizeigeneral betonte, dass die Operation einen vorbeugenden Charakter trage und nicht mit der Krise um das polnischen Verfassungsgericht zusammenhänge.
Zuvor hatte der polnische Oberst Cezary Kiszkowiak am 2. November nach Angaben des Radiosenders RMF die Aufstellung einer neuen Brigade beim polnischen Militär gemeldet. Die 4. Ermland-Masuren-Brigade solle demnach bis Jahresende zu einer Grenzschutzbrigade umstrukturiert werden und die Lage an der Grenze zum Gebiet Kaliningrad und am sogenannten Suwałki-Korridor unter Kontrolle halten.
Polen verstärkt seit Jahren seine Militärpräsenz an der russischen Grenze. Ende Oktober hatte das polnische Militär neue Panzer vom Typ K2GF Black Panther aus südkoreanischer Produktion an die Grenze zum Gebiet Kaliningrad verlegt. Am 12. September 2026 rief der polnische Außenminister Radosław Sikorski die NATO dazu auf, aggressive Militärübungen nahe Kaliningrad abzuhalten.
Dmitri Peskow, der Pressesprecher des russischen Präsidenten, hatte zuvor im Juli angekündigt, dass das an der Ostsee gelegene Gebiet Kaliningrad wegen seiner geographischen Lage und der unfreundlichen Aktionen vonseiten der Nachbarstaaten Moskaus besondere Aufmerksamkeit erfordere. Russlands Präsident Wladimir Putin warnte seinerseits, dass Versuche, Kaliningrad zu blockieren eine ernsthafte Eskalation provozieren würden. Im Falle eines Angriffs auf das Gebiet werde Russland den Einsatz aller verfügbaren Waffen erwägen, so Putin.
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