Am 7. und 8. Juli 2026 kommt es in Ankara zum NATO-Gipfel im Beştepe-Komplex, dem Amtssitz des türkischen Präsidenten. Noch streiten die NATO-Mitglieder über die Neuverteilung von Zahlungsverpflichtungen, wie von den USA befohlen, doch nur zu Lasten der kollektiven EU-Europäer.

Die EU-Staaten werden an den globalen Kriegslasten
der Anglo-Amerikaner künftig noch viel stärker tragen

Von REDAKTION | NATO-Generalsekretär Mark Rutte sagte, dass der NATO-Gipfel am kommenden Dienstag und Mittwoch zeigen werde, dass die Europäer ihre Zusagen zur Erhöhung der Verteidigungsausgaben eingehalten hätten.

Rutte erklärte dazu schon im vergangenen Monat, dass die europäischen NATO-Mitglieder und Kanada im Jahr 2025 90 Milliarden Dollar mehr für Verteidigung als im Vorjahr ausgegeben hätten, sodass die Gesamtsumme auf über 570 Milliarden Dollar angewachsen wäre. Das hat dem militärisch-industriellen Komplex westlicher Oligarchen ganz sicher mächtig behagt:

In Den Haag hatten sich die NATO-Staats- und Regierungschefs im vergangenen Jahr darauf verständigt, bis 2035 3,5% des BIP für zentrale Verteidigungsausgaben wie für Waffen und Truppen ausgeben zu lassen. Das entsprach einer Anhebung gegenüber der bisherigen Marke von 2%. Weiters wurde vereinbart, 1,5% des BIP in zusätzliche Investitionen für Verteidigung anderwärtig zu versenken.

Dabei drängt die atlantische Kriegspartei alle NATO-Mitgliedsländer, die unter dem Kommando der USA stehen, sich zu verpflichten, die Finanzierung des Ukraine-Krieges auch langfristig gewährleisten zu lassen. Obwohl die Ukraine kein NATO-Mitglied zu sein scheint, wird auch der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj in Ankara erwartet, um sich dort u.a. einmal mehr mit Donald Trump einzulassen.

Zur rechten Einstimmung auf den Kampf um mehr Geld, beklagte Donald Trump in einem Beitrag auf „Truth Social“ am vergangenen Freitag, dass die USA zum Schutz ihrer NATO-Mitglieder zu viel an Geld ausgegeben hätten, „ohne daraus irgendeinen Nutzen zu ziehen“:

 

 

BILD 2 ohne Legende – 2026.7.3

 

Zitat Trump – Truth Social

 

Es ist lächerlich, dass die USA diesen einseitigen Kurs weiterverfolgen, obwohl die Beziehung nicht auf Gegenseitigkeit beruht. Sie waren nicht für uns da!!! Präsident DJT

 

Zitat Trump Ende

 

Unter „Beziehung“ versteht Donald Trump wohl Verhältnisse, wie sie zu Zeiten des britischen Kolonialreiches gegenüber seinen damaligen Eingeborenen herrschten.

Dabei erinnert Trumps Nachsatz, „nicht für die USA da gewesen zu sein“, an Rudyard Kiplings vermessene Beurteilung der vermeintlich so sehr geplagten Kolonial-Herren mit „the white man’s burden“ [der Last des weißen Mannes]. Diese Last hätte der „arme“ weiße Mann auf sich zu nehmen, wenn immer er glaubte hochherziger Weise Kolonialarbeit leisten zu müssen. Dafür hätte die ganze Welt ihm herzlich zu danken. Ausgedrückt mit anderen Worten: Sklaven hätten sich für ihre Versklavung bei ihren Sklavenhaltern für all die „übernommenen Mühen & Lasten“ nur innig zu bedanken.

Kipling ging es dabei um die „Last“ bei der Unterwerfung der Philippinen. Demnach hätten die Philippinen um die Jahrhundertwende 1900 den USA gegenüber genauso dankbar zu sein gehabt, wie die EU-Staaten den USA heute, nachdem diese auch das große Glück haben, unter der USA immerwährende Vasallendienste leisten zu dürfen.

Genau in dieser Phase des anbrechenden US-Kolonialzeitalters unter dem 25. Präsidenten der USA, William McKinley (1843 – 1901), scheint bei seinem Nachfolger und großem Bewunderer, Donald J. Trump, die Zeit stehen geblieben zu sein. Das entspricht ferner exakt dem historischen Zeitpunkt, als die USA vollends auf die schiefe Bahn geraten war und zur Jahrhundertwende 1900 …

… glaubte, die Nachfolge des britischen Welt- & Kolonialreiches, vor dem sie zuvor noch geflüchtet waren, antreten zu müssen!

Rund 125 Jahre später scheinen die USA aufgrund ihrer desolaten Finanzlage und Überdehnung gezwungen, drastische Kürzung an US-Militärhilfen, wie auch Verringerung ihrer militärischen Präsenz in Europa vornehmen zu müssen. Dabei wird die erhöhte Tributpflicht ihrer kollektiven europäischen US-Vasallen diesen über die Verpackung vermeintlich erhöhter „Eigenverantwortung“ schmackhafter gemacht.

Doch auch den EU-Mitgliedsstaaten geht es finanziell nicht wesentlich besser als ihren Dienstherrn in den USA: So scheint Italien den US-Vorschlag langfristige Verpflichtungen zur Unterstützung der Ukraine bis ins Jahr 2027 einzugehen, bisher abzulehnen. Anderenfalls hätte Italien alle seine Infrastrukturprojekte einzustellen bzw. in die deutsche Fußstapfen zu treten, nachdem die BRD schon vor 20 Jahren damit anfing, ihre Infrastruktur konsequent verfallen zu lassen. Dazu kommt, dass Italien seine Beziehungen zu Russland verbessern möchte, was beim südlichen Nachbarn alles andere als teutonische Kriegsbegeisterung aufkommen lässt.

Doch in jedem Fall werden der deutsche Bundeskanzler und französische Präsident unter dem strikten Oberbefehl aus London alles in ihrer Macht Stehende tun, um den Widerstand etwaiger EU-Staaten entsprechend zu brechen, im Notfall, wie üblich zu Lasten der deutschen Steuerzahler.

Dagegen sind Schalmeienklänge atlantischer Kartellmedien, wonach die USA ihren Verpflichtungen, einem von Russland angegriffenen NATO-Mitgliedstaat nicht mehr beistehen zu wollen, nur als Desinformation anzusehen, um Russland in die Falle zu locken:

So berichtete das britische Magazin „The Economist“ unter Berufung auf Quellen aus dem Weißen Haus, dass Vertreter der Administration-Trump befürchteten, dass Raketen-Einsätze von Europa tief gegen russisches Gebiet, Vergeltungsmaßnahmen seitens Moskaus auslösen könnte. Aus diesem Grund hätte Washington die geplante Stationierung von Tomahawk-Marschflugkörpern mit einer Reichweite von bis zu 2.500 km in Deutschland absagen und die Bestellung dieser Waffen aussetzen lassen.

Laut „The Economist“ hätte die US-Regierung ihre europäischen Verbündeten wissen lassen, dass sich die Vereinigten Staaten in einem solchen Fall in keinen Krieg mit Russland – wie z.B. um die baltischen Staaten – hineinziehen lassen würden. Das Globalisten-Magazin stellt dann auch noch perfide fest, dass sich im Weißen Haus eine entsprechend anti-europäische Stimmung vermeintlich breitgemacht hätte.

Dieses Narrativ stellt jedoch nur eine Desinformation der „Marke 1914“ dar, als London Österreich-Ungarn wie auch Deutschland vorzutäuschen verstand, sich selbst aus einem Krieg am Kontinent herauszuhalten. Doch das genaue Gegenteil fand statt, wie auch heute wieder: Würde Russland eine Vergeltungskation gegen NATO-Staaten wagen, würden die USA sich sogleich hinter Großbritannien, Frankreich und BRD versammeln: Was ein US-Präsident daher plapperte, wäre dabei uninteressant. Es würde wie im 1. Weltkrieg laufen, als man mit den Kriegserklärungen der USA …

 … gegen Deutschland im April 1917 und schon gar nicht gegen Österreich-Ungarn im Dezember 1917 gerechnet hatte!

London hat an dieser Stelle nur vergessen, dass seine Uralt-Tricks – so gut sie seinerzeit auch saßen – einfallsloserweise nicht überall zweimal aufgehen müssen!

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