Dass mit einer Brigitte Bardot mehr gestorben ist also nur ein Sex-Symbol, erkennt man daran, dass die KommentatorInnen in ihren Nachrufen in ungläubig-unverständnisvolles Staunen versetzt werden – als wie in eine Art von Trance:
„Der Eiffelturm verneigt sich. Die Möwen von Saint-Tropez weinen. Die schönste Frau der Welt a.D. schloss ihre bernsteingoldenen Augen. Die Welt seufzt. Brigitte Bardot war ein globaler Frauen-Mythos, Frankreichs Nationalheilige – und sie liebte einmal Deutschlands letzten Playboy. Eine `Venus in Jeans.“ (Bild)
Was mitschwingt ist eine Art Schwanengesang: Auf eine sich nun unwiederbringlich in den Hades einer pervertiert-lebens-verneinenden Woke-Schuld-Massen-Psychose versinkenden Epoche von natürlich-unvermittelter Hingabe an das Leben schlechthin… Dass sie „Kinolegende, Sexsymbol und zweifellos Frankreichs größter Star, Schauspielerin und Tierschützerin“ (BILD) war, muss nicht gesondert betont werden. Die Bardot wird noch ewig unser aller kollektives Gedächtnis beanspruchen – eine subtile Form von Ewigkeit als Mahnung an eine Hingabe an ein erfülltes Leben VOR dem Tod:
„Wir leben nicht, um den Tod abzuwarten. Wir sind hier, um eine Spur zu hinterlassen!“ (BB)
Auch mir selbst war Brigitte damals, Ende der Sechziger, in ihren späten Dreißigern – ich noch zwischen Kind- und Teenagertum – in einer der üblichen spießig-verklemmten österreichischen Nach-Wirtschaftswunderzeiten-Familien aufgewachsen, wie die Sünde in Person erschienen, aber auch schon mit einer Aura der Unterschwelligkeit heterosexueller Erotik, die mich damals straucheln ließ und bis heute weiter trägt: „Und ewig lockt das Weib“ (Bardot-Film)
Ein Leben ohne Liebe: öde
In Umberto Ecos Mittelalter-Roman, „Der Name der Rose“, erinnert sich ein ehemaliger Kloster-Novize und jetzt greise und todesbereit gewordener Ich-Erzähler, an seine erste und einzige körperliche Liebe zu einem jungen, zerlumpten Bauernmädchen, die er sein ganzes Leben nie vergessen konnte:
„Wer war dieses Geschöpf? Das sich erhob, erstrahlte wie die Morgenröte, bezauberte wie der Mond. Und dennoch erschreckend war wie ein ganzes Heer.“
Dessen Adlatus fasst die ganze Ambivalenz körperlich in Erscheinung tretender seelischer Liebe so in Worte:
„Wie friedlich wäre doch das Leben ohne die Liebe, wie sicher, wie ruhig wäre es. Und wie öde.“
Rückzug noch vor dem Verblühen
Das, was die Bardot uns allen als fleischgewordenes erotisches Sehnsuchtsobjekt ins Bewusstsein eingehämmert hat: War aber wohl ihr untrüglicher Instinkt, dann, mit 40 (vor 38 Jahren, Anfang der Siebziger) abzutreten, knapp vor dem Höhepunkt ihrer absoluten ästhetischen Verführungsmächtigkeit. Von nun an also hatte sie noch Jahrzehnte Zeit, „würdig wie ein Olivenbaum“ (BILD) zu altern, in aller Stille.
„Das Geheimnis des Glücks ist die Freiheit. Aber das Geheimnis der Freiheit ist der Mut.“ (Perikles)
Dass sie mehr als legendär wurde – und vor allem blieb – war aber weitaus mehr, als dass sie mit einem „Jahrhundert-Gesicht“ beschenkt war:
„Sie lebte. Sie rauchte… Die Falten ihrer Schönheit rahmten sie ein. Kein Botox. Keine Schönheits-OP. Lieber Champagner: `Meinen Hunden ist es egal, ob ich Furchen habe. Ich bin doch noch aus dem letzten Jahrhundert. Ich schreibe noch mit der Hand.´“ (BILD)
Und tatsächlich soll sie weder Handy noch einen Computer verwendet haben.
Insofern also und aber verkörperte sie – genauso wie ihr männliches französisches Pendant: Alain Delon („Dieses Zeitalter kotzt mich an!“) jenen Menschentyp, der mittlerweile vom Aussterben bedroht ist, wie die beiden letzten Exemplare des Breitmaulnashorns in einem Schutzgebiet Kenias: Authentisch der inneren Stimme eines ungezügelten Lebens-Impetus folgend, ohne die Pervertierung durch einen abartigen woken Political-Correctness-Wahnsinn, der genau deshalb irgendwann verschwinden wird, weil er gegen das Ur-Prinzip des Lebens an sich versündigt hat. Insofern aber verkörperte BB eine Urkraft:
„Sie war eine Sonnen-Explosion, eine erotische Rebellin. Sexuelles Vorbild der 1968er – vor Aids, Handys, Internet.“ (BILD)
Und genau diese, zu sex-frustrierten altlinken und langweiligen Grün-lingen und Feministinnen verkommenen Spießern, provozierte die Bardot zeitlebens als fleischgewordene Lebenslust und „Ekstase der Freiheit“ (BILD):
„Wir fuhren Auto, ohne uns anzuschnallen, und Motorrad ohne Helm. Und wir hatten Sex ohne Kondom. Heute ist alles verboten – sogar das Rauchen.“
Die Bardot hat insofern aber eines der schlimmsten Übel aller mosaischen Religionen, den Schuldkomplex, lässig abgestreift wie eine Schlange ihre zu eng gewordene Haut. Insofern aber faszinierte sie als Femme fatale, indem sie – wie sie einst einmal bekannte – „immer der Mann meines Lebens war“.
Noch beinahe als Kind wurde sie durch die heterosexuelle Erotik so überwältigt, dass sie mit 14 Sex mit Regisseur Roger Vadim hatte, welchen sie aber erst mit 18 heiratete. Niemand anderes als Marguerite Duras („Der Liebhaber“) kam ins Schwärmen:
„Wenn ihr ein Mann ins Auge fällt, geht die Bardot ohne Umschweife auf ihn zu. Sie verschwindet mit ihm, ohne ihren Begleiter, den sie verlässt, ohne ihn auch nur noch eines Blickes zu würdigen.“
Auf die Frage nach der Faszination seiner Ehefrau BB antwortete der deutsche Frauenverführer Gunter Sachs, lächelnd „wie nach einem Orgasmus“ (BILD):
„Wir lebten wie Kinder im Paradies. Wir waren Schauspieler und Zuschauer unseres verrückten und sorglosen Lebens. Ich denke oft an die Nacht, als wir uns auf dem Heck meiner Motorjacht ‚Dracula‘ liebten. Das Steuer war auf Süden gestellt und wir rasten durch die Mondnacht. Wir wussten, dass wir jede Sekunde an einer Klippe zerschellen konnten! Körper an Körper. Wir waren irre vor Liebe. Die Erinnerung daran ist unendlich schön. Sie war wie ein Segelboot – und ich war ihr Wind.(Bild)
Dunkle Dämonen
Dann freilich aber lag aber auch ein dunkler Schatten über ihrem Leben: 1960 heiratete die damals 25-Jährige ihren zweiten Mann Jacques Charrier (damals 23). Die Ehe dauerte drei Jahre. Zu ihrem Sohn Nicolas, konnte sie nie Muttergefühle entwickeln. Er wuchs bei Vater und Großeltern auf:
„Ich war nicht reif genug, um Mutter zu sein.“
Ihr Leben war widersprüchlich, schmerz- und krisenhaft: Herzstillstand bei Abtreibung, vier Selbstmordversuche, Brustkrebs, Depressionen, zu viele falsche Männer. Schließlich erkannte sie das „Vanitatum Vanitas“, die Durchdrungenheit der Welt von Eitelkeiten:
„Alles nur Oberfläche! Ich gehe nie mehr nach Saint-Tropez!“ (BB)
Bardot zog sich in ihre Einsamkeit zurück, mit würdevollem Blick zurück auf ihr gelebtes Leben in einer Totalität, wie es nur wenigsten erlaubt und gegeben war:
„Ich habe ein Traumleben geführt, aber es war auch ein beschissenes Leben…Ja – aber ich bereue nichts!“
Schließlich dann aber – wie aus heiterem Himmel – sagte BB:
„‚Stopp!’ Und plötzlich war ich kein Phänomen mehr!“
Mit der Seele eines Tieres
Sie verkaufte alles, gründete mit drei Millionen Franc ihre Tierschutzorganisation und lebte völlig zurückgezogen mit ihrem 4. Mann, Bernard d’Ormale (84) 33 Jahre lang in einer Ehe, zusammen mit ihren Tieren (u.a. 50 Katzen und Hunde) und zwei Tierwärtern.
Man hat eine der schönsten Frauen der Welt darob zynisch zerrissen. Wohl auch aus Neid ob ihres früh ausgelebten Lebens in seiner Sinnesfülle und:
„Das Geheimnis eines schönen Alters ist der würdige Umgang mit Einsamkeit.“ (Gabriel Garcia Marquez“)
Dabei nahm sie sich vielleicht bei Picasso ein Vorbild:
„Hunde kommen in unser Leben, um zu bleiben. Sie gehen nicht fort, wenn es schwierig wird. Und auch, wenn der erste Rausch verflogen ist, sehen sie uns noch immer mit genau diesem Ausdruck in den Augen an. Das tun sie bis zu ihrem letzten Atemzug.
Vielleicht, weil sie uns von Anfang an als das sehen, was wir wirklich sind: fehlerhafte, unvollkommene Menschen. Menschen, die sie sich dennoch genau so ausgesucht haben. Ein Hund entscheidet sich einmal für den Rest seines Lebens. Er fragt sich nicht, ob er wirklich mit uns alt werden möchte. Er tut es einfach. Seine Liebe, wenn wir sie erst verdient haben, ist absolut.“ (Picasso)
Darauf beruhte aber eine beeindruckende Selbsteinschätzung:
„Ich gehöre eigentlich nicht zur menschlichen Gattung. Ich habe das Aussehen eines Menschen, aber die Seele eines Tieres.“ (BB)
Und eine beachtliche Konsequenz im Loslassen, einer der schönsten Tugenden des Altwerdens, auf welche sich die Bardot bereits auf dem Höhepunkt ihres Ruhms und ihrer sexuellen Verführung-Ästhetik vorbereitete. Das macht sie außergewöhnlich…
„Ich habe meine Jugend und Schönheit den Männern geschenkt – und nun schenke ich meine Weitsicht und Erfahrung den Tieren.“
Verachtung des woken Zeitgeists
Neben ihrer heterosexuell aufgeheizten Ästhetik war es aber noch etwas ganz anderes, was die Bardot unsterblich machte: Ihre Unbeugsamkeit gegen einen woke-pervertierten Zeitgeist in seinem Amalgam von Vergötzung des Multikulturalismus, und jedweder Form von postmodern-verzärtelter Dekadenz. Insofern nämlich bleibt sie ein Pfahl in dessen Fleische. Und nahm sich dabei Albert Camus zum Vorbilde:
„Es gibt kein Schicksal, das man durch Verachtung nicht besiegen kann.“
Bardots Verachtung treibt nun aber auch alle sich ab-heuchelnden KommentatorInnen in den Wahnsinn:
Dass…
…“sie sich zu einer Universalkritik an Muslimen“ verstiegen haben soll „und eine ´Überfremdung` Frankreichs beklagte. und sie eine `Rassenmischung´ verurteilte“. (Susanne Ostwald)
Mit hasserfülltem Neid berichten die woken Leitartikel-Spießerinnen unisono: BB sei „mehrfach wegen des Vorwurfs der Anstiftung zum Rassenhass angeklagt und zu Geldstrafen verurteilt“ – worden (Susanne Ostwald)
BB war das egal! Denn: Längst hatte sie vorausgesagt, was sich nun langsam zum politischen Mainstream entwickelt hat. Das spüren auch die vom Tiefen Staat abhängigen Woke-Journalisten:
„Warum Washingtons neue nationale Sicherheitsstrategie eine Kriegserklärung an 70 Jahre westliche Ordnung ist.“ (Berliner Morgenpost)
Unfähig zur welthistorischen Analyse wie sie derzeit unter Trump vollzogen wurde…: Wonach Europa eine „zivilisatorische Auslöschung“ bevorsteht. Und der Kontinent „in 20 Jahren oder weniger nicht mehr wiederzuerkennen sein“ werde, weil „spätestens innerhalb weniger Jahrzehnte bestimmte Nato-Mitglieder mehrheitlich nicht mehr europäisch“ sind. (US-Sicherheits-Doktin). (20min)
Voila: Die Bardot starb mit sich im Reinen. Auf die Frage nach übergeordneten transzendenten Macht, Gott, antwortete sie:
„Ich bin sehr gläubig. Ich werde beschützt. Das spüre ich.“
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Ihr Liebhaber und Lebenskünstler Serge Gainsbourg (†62) schrieb für sie erotischen Hit „Je t’aime … moi non plus“. Dazu hat die Bardot gesungen, zog den Song aber wieder zurück. Weltberüchtigt wurde Sex-Songaber aber mit Jane Birkin (†77). Anbei eine Collage:
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