Hinter den Feuerwerken und der bekannt patriotischen Rhetorik, die Donald Trump zum 250. Jahrestag der USA verbreitet hatte, verbirgt sich allerdings ein Wettlauf.
Es gilt dabei einmal mehr, Amerikas wenig ehrwürdige Vergangenheit zu beschönigen. Hierbei sprechen wir nicht von exterritorialen Übergriffen und Angriffskriegen, es geht alleine um die Vorkommnisse in den USA selbst.
Negative Geschichte per „Dekret“ eliminiert
Präsident Trump hatte im März letzten Jahres eine Exekutivanordnung unterzeichnet, um „negative“ Geschichte zu eliminieren. Er setzte diese dann folglich in die Praxis um, indem er beispielsweise das Präsidentenhaus von Philadelphia von Ausstellungsstücken befreien ließ, die George Washingtons versklavte Menschen dokumentiert hatten. Die düstere Realität ist allerdings zweifelsfrei, dass die US-Geschichte von Gewalt geprägt ist, die ursprünglich aus Siedler-Kolonialismus und Sklaverei entstanden war.
Nachstehend eine „kleine“ Auflistung der düstersten Kapitel der „hochgepriesenen“ freilich sehr kurzen US-Geschichte, alleine im Inland.
Das Sand Creek Massacre (1864), als die Truppen von Oberst John Chivington stundenlang Hunderte schlafender Cheyenne- und Arapaho-Menschen, zwei Drittel Frauen und Kinder, abschlachteten und dabei Skalpe und Genitalien als Trophäen mitnahmen.
Das Massaker von Ludlow (1914) bei dem die Nationalgarde und private Truppen Bergleute mit Maschinengewehren angriffen, wobei fast 200 Bergleute getötet wurden.
Das Tulsa Race Massacre (1921), als ein weißer Suprematisten-Mob eine wohlhabende Gemeinde namens „Black Wall Street“ zerstörte und mindestens 300 Leichen auf den Straßen hinterließ.
Auch medizinische Gräueltaten
- Bundesfinanzierte US-Programme hatten etwa Zehntausende von Menschen zwangssterilisiert, die im 20. Jahrhundert als „unerwünscht“ galten, darunter Menschen mit Behinderungen, Einwanderer, Minderheiten und Arme.
- 40 Jahre lang setzte die US-Regierung 399 arme schwarze Männer in Alabama als menschliche Versuchspersonen im Tuskegee-Experiment ein, logen über ihre Behandlung und verweigerten absichtlich eine Heilung gegen Syphilis.
- Die US-Regierung führte Tausende geheimer Experimente an ihren eigenen Bürgern, darunter Kinder, durch, indem sie Menschen Plutonium injizierte, Truppen nuklearen Explosionen aussetzte und radioaktive Materialien in die Umwelt freisetzte (1944–1974).
- Durch sein Cointelpro-Programm (1956–1971) spionierte das FBI heimlich Bürgerrechtsführer, Antikriegsaktivisten und politische Dissidenten aus, infiltrierte und sabotierte sie.
Der Gewaltzyklus boomte während der Kriege
Die USA waren die erste Nation, die Atomwaffen einsetzte, vernichteten Hiroshima und Nagasaki und töteten bis Ende 1945 schätzungsweise 350.000 Menschen, die meisten davon Zivilisten. [1]
In My Lai in Vietnam 1968 töteten US-Truppen mehr als 500 unbewaffnete Zivilisten, Frauen, Kinder und ältere Menschen und verübten dabei Vergewaltigung, Verstümmelung und Brandstiftung.
Gescheiterte Interventionen im Irak und Afghanistan, in jüngerer Vergangenheit, aufgebaut auf Lügen, Folter in Abu Ghraib und Black Sites, Drohnenmorde an Zivilisten und Millionen Vertriebener oder Getöteter, lösten dann die globale Hydra der Gräueltaten im Krieg gegen den Terror aus.
Allein unter Führung des selbsternannten Friedenspräsidenten Trump, stürzten sich die USA in mehr als 20 bewaffnete Konflikte, Stellvertreter-Kriege und geheime Operationen.
Geschichte verschwindet freilich nicht, weil eine Tafel entfernt wird, ein Ausstellungsstück umgeschrieben oder ein Lehrbuch „korrigiert“ wird, solange es Zeitzeugen gibt, die den Mut aufbringen darüber zu berichten.
***
[1] Vom Umgang mit Atombomben:
Der einzige Staat, der bis jetzt Atombomben, noch dazu gegen die Zivilbevölkerung einsetzte waren bekanntlich im Jahr 1945 die USA. Beim Abwurf der ersten Atombombe auf Hiroschima konnte man noch sagen, dass dies das Kriegsende herbeiführen sollte. Beim zweiten Abwurf auf Nagasaki auf das bereits kapitulationsbereite Japan handelt es sich allerdings um ein lupenreines Kriegsverbrechen mit folgendem „Nebeneffekt:Die größte christliche Kathedrale Asiens [siehe Bild unten] befand sich nämlich in Nagasaki und zwar im nördlichen Teil der Stadt und genau dort über diesen Teil ließ man die Bombe detonieren! Sicherlich zur Freude des damaligen US-Präsidenten und Hochgradfreimaurers Harry S. Truman.Truman, der 33. Präsident der USA, war ein engagierter und hochrangiger Freimaurer. Er trat 1909 bei, gründete 1911 die Grandview Lodge No. 618 und war 1940–1941 Großmeister der Großloge von Missouri. 1945 wurde er zum 33. Grad des Schottischen Ritus (Honorary) ernannt und erhielt 1959 eine Auszeichnung für 50 Jahre Mitgliedschaft.
Die Urakami-Kathedrale in Nagasaki war historisch gesehen das größte christliche Kirchengebäude in Ost- bzw. Südostasien, bevor sie im Zweiten Weltkrieg zerstört wurde. Die ursprüngliche Kathedrale mit ihren hohen Zwillingstürmen wurde Anfang des 20. Jahrhunderts fertiggestellt (1925) und galt damals als größte christliche Struktur im Asien-Pazifik-Raum. Diese alte Kathedrale wurde durch die Atombombe im August 1945 fast vollständig zerstört. Das heutige Gebäude ist ein Wiederaufbau aus den 1950er-/1980er-Jahren und nicht mehr die größte in Asien.
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