Nach der Einberufung des deutschen Botschafters in Moskau, Alexander Graf Lambsdorff, ins russische Außenministerium hat die deutsche Botschaft nun in einer Mitteilung Stellung genommen. Darin geht sie auf Kritik an den Veröffentlichungen der Kanäle der deutschen Botschaft in den sozialen Medien ein und lässt es so erscheinen, als habe man Graf Lambsdorff eigens einberufen, um sich über einen einzigen Videoclip über Kraftstoffknappheit zu beschweren:
„Anlass für die Vorladung war ein Video der Botschaft über die Kraftstoffkrise in Russland, die durch die russische militärische Aggression gegen die Ukraine ausgelöst wurde und zahlreiche Aufrufe verzeichnete. Das Video enthält einen an Russland gerichteten Aufruf zur Beendigung des Krieges, der die allgemein bekannte Position der deutschen Regierung widerspiegelt, sowie die Forderung an Russland, die von Deutschland und der EU wiederholt geäußert wurde.
Versuche, die Veröffentlichung von Materialien der Botschaft zu verhindern, deren Inhalt der Wahrheit entspricht, werden zu nichts führen. Die Botschaft wird sich auch weiterhin für die Beendigung des grausamen Angriffskriegs gegen die Ukraine einsetzen und über dessen Folgen berichten.“
Tatsächlich diente die Einberufung des deutschen Botschafters primär dazu, gegen die Beteiligung Berlins an den Angriffen des Kiewer Regimes auf die zivile Infrastruktur in Russland zu protestieren, die das Ministerium als Terroranschläge einstuft. Zudem wurde dem Botschafter deutlich gemacht, dass die zunehmende Unterstützung des Kiewer Regimes durch Deutschland als unzulässig eingestuft wird – RT DE berichtete.
Die Kritik an der von der deutschen Botschaft über die Medien verbreiteten Propaganda war bei diesem Treffen zwar auch Thema (wir berichteten). Die Fokussierung der Botschaft auf diesen Punkt allein scheint die Einbestellung des Botschafters lächerlich wirken lassen zu sollen. Über die tatsächlichen und äußerst prekären Anlässe der Einberufung Graf Lambsdorffs schweigt sich die Botschaft hingegen aus.
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