US-Verteidigungsminister Pete Hegseth könnte nach der Niederlage der Republikaner bei den Kongresszwischenwahlen zum Sündenbock werden – trotz der Unterstützung von Präsident Donald Trump. Wie CNN berichtet, könnte das Repräsentantenhaus bereits in der kommenden Woche über die Einleitung eines Amtsenthebungsverfahrens gegen den Pentagonchef abstimmen.
Kritiker aus den Reihen der Republikaner werfen Hegseth vor, Trump zum Krieg gegen den Iran gedrängt zu haben, ohne zuvor eine Ausstiegsstrategie oder einen Plan zum Umgang mit den absehbaren politischen Folgen ausgearbeitet zu haben.
„Wenn der Präsident es ernst damit meint, jemanden zur Verantwortung zu ziehen, dann ist das Pete Hegseth“, sagte eine Quelle aus der Republikanischen Partei dem Sender. Eine weitere erklärte: „Pete war von Anfang an entweder unehrlich oder lag falsch – beides ist inakzeptabel, wenn es um Zeitpläne, Ziele und Aufgaben geht.“
Der republikanische Kongressabgeordnete Thomas Massie kündigte gegenüber CNN an, das Thema in der kommenden Woche zur Abstimmung bringen zu wollen, sobald der Kongress seine Arbeit wieder aufnimmt.
Auf der Plattform X schrieb Massie, Hegseth könne einem Amtsenthebungsverfahren nur entgehen, wenn er selbst zurücktrete.
Bei den Zwischenwahlen am 3. November 2026 wurden sämtliche Sitze im Repräsentantenhaus und rund ein Drittel der Senatssitze neu vergeben. Das Ergebnis bestimmt die Mehrheitsverhältnisse im Kongress für die kommenden zwei Jahre. Nach vorläufigen Ergebnissen liegen die Kandidaten der Demokratischen Partei in den meisten Bundesstaaten vorn.
Trump erkannte das Wahlergebnis an, lehnte es jedoch ab, die Niederlage der Republikaner als seine persönliche Niederlage zu betrachten.
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