Im US- Bundesstaat New Mexico wurde die Leiche einer von elf vermissten Wissenschaftlerinnen gefunden, wie die örtliche Polizei am Sonntag mitteilte.

„Das New Mexico Bureau of Investigation wurde am 28. Mai darüber informiert, dass ein Tourist menschliche Überreste […] im Carson National Forest entdeckt hatte. […] Die Identität wurde eindeutig als die vermisste Melissa Casias festgestellt“,

heißt es auf der Facebook-Seite der Polizei.

Die Todesursache und die Umstände ihres Todes sind bislang noch nicht geklärt. Das Gebiet, in dem die sterblichen Überreste nun aufgefunden wurden, war Medienberichten zufolge bereits während der Vermisstensuche durchkämmt worden, damals ergebnislos. Neben der Leiche sei eine Handfeuerwaffe aufgefunden worden, so die Polizei.

Casias verschwand am 26. Juni 2025. An diesem Tag besuchte die Wissenschaftlerin ihre Tochter an deren Arbeitsplatz, erschien jedoch nicht bei ihrer eigenen Arbeit und kehrte auch nicht nach Hause zurück. Dabei hatte sie ihre Geldbörse, ihre Ausweispapiere und ihr Mobiltelefon zu Hause zurückgelassen. Wie US-Medien damals berichteten sei eines der Mobiltelefone kurz zuvor auf Werkseinstellungen zurückgesetzt und der Speicher vollständig gelöscht worden.

Die 54-jährige Frau war Mitarbeiterin des Los Alamos National Laboratory, wo Forschungen im Bereich der Kernphysik durchgeführt werden. Dort arbeitete auch ein weiterer der vermissten Wissenschaftler, Anthony Chavez.

Wie amerikanische Medien berichteten, sind seit dem Jahr 2022 mindestens elf US-Wissenschaftler entweder ums Leben gekommen oder als vermisst gemeldet worden, von denen die meisten in der Kernphysik und Weltraumforschung tätig waren und einige mit der Erforschung von UFOs zu tun hatten. Anderen Medienberichten, die von einer „Verschwörungstheorie“ sprechen, zufolge werden auch ein pensionierter General und ein Ingenieur zu den „Wissenschaftlern“ gezählt.

Auch im Fall von Casias weisen Behörden Gerüchte bezüglich ihrer Mitarbeit an geheimen Forschungsprojekten zurück. Casias habe im Forschungslabor als Verwaltungsassistentin gearbeitet und sei unter anderem für die Beschaffung von Büromaterial zuständig gewesen. Sie sei weder an streng geheimen Projekten beteiligt noch in sensible Regierungsprogramme eingebunden gewesen, so ein Beamter gegenüber dem Wall Street Journal.

Präsident Donald Trump versprach, die Ursachen für diese Vermissten- und Todesfälle aufzuklären, erklärte später jedoch, dass sie in keinem Zusammenhang miteinander stünden.

RT DE hatte zuletzt am 9. April über die Serie an Vermissten- und Todesfällen berichtet, damals war allerdings von neun Wissenschaftlern die Rede.

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